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Index März 2017

• Status
Die Strecke Blankenstein-Marxgrün ist nicht entwidmet, dieser Streckenstatus wurde vom Eisenbahnbundesamt Bonn schriftlich am 04.04.2008 und erneut durch EBA Aussenstelle Nürnberg am 27.03.2017 bestätigt.

• Masterarbeit von Sebastian Tumpach 2015

Betriebs-und Finanzierungsmöglichkeiten der
fränkischen Höllentalbahn
Studiengang „Europäische Bahnsysteme“

Masterarbeit
eingereicht an der Fachhochschule Erfurt
im Rahmen des Studiengangs Master of Science „Europäische Bahnsysteme“ (Internationaler
Weiterbildungs-Masterstudiengang) des Zentrums für Weiterbildung der Fachhochschule Erfurt
von Dipl. Ing. (BA) Sebastian Tumpach
Matrikel 10247523
Betreuer: Prof. Dr. Matthias Gather
Frankfurt am Main, 26.06.2015

Ein Zusammenfassung erschien als Artikel im Eisenbahn-Ingenieur 11-2016

 

•Hydrogeologische Studie zur Reaktivierung
der Bahnstrecke durch das Höllental
-Beurteilung der Risiken für das Heilquellenschutzgebiet
des Kohlensäure-
werk Hölle Dr. Fritz Wiede GmbH&Co. KG 

Das Büro GeoTeam hat im August 2015 die möglichen Risiken für das Heilquellenschutzgebiet untersucht und kommt zu folgendem Fazit:

Nach aktuellem Kenntnisstand und nach Recherche in den verfügbaren Unterlagen kann davon ausgegangen werden, dass die Quellen bzw. Tiefbrunnen im Höllental ein weitverzweigtes Netz aus Parallel-Störungen erschließen, in dem kohlensäurehaltiges Wasser aus der Tiefe aufsteigen kann und von den Brunnen gefördert wird. Die einzelnen Tiefbrunnen unterliegen offensichtlich sehr geringen bzw. keinen Einflüssen aus den weiteren Nutzungen im Talraum und von Oberflächenwasser und quartärem Grundwasserstrom im Selbitztal.

Die Betriebserfahrung zeigt, dass die Mineralwassergewinnung ohne Einflüsse aus den weiteren Nutzungen im Talraum der Selbitz erfolgen kann. Nochmals hervorgehoben sei an dieser Stelle die extreme Verschmutzung der Selbitz in der ersten Hälfte des 20 Jahrhunderts und bis in die 70er Jahre. Bis zum Bau der Kläranlage des Abwasserverbandes wurden sämtliche Industrieabwässer, insbesondere auch aus der Textilveredelung und Textilfärberei ungeklärt bzw. nach geringer Vorklärung der Selbitz zugeführt. Auch diese massive Verschmutzung des Vorfluters, die auch den Grundwasserbegleitstrom der Selbitz betraf, konnte die Mineralwassergewinnung nicht beeinflussen.

Bereits in der Vergangenheit wurden Schienenverkehr als auch Brunnenbetrieb parallel betrieben.
Insofern gehen wir davon aus, dass auch eine Wiederaufnahme des Bahnbetriebes nicht mit negativen Auswirkungen auf die Tiefbrunnen und die kohlensäurehaltigen Mineralwässer im tiefen Festgesteinsaquifer verbunden ist. Zwar erfolgt der Bahnverkehr auf nicht elektrifizierten Strecken heute mit Dieselloks anstatt Dampfloks. Allerdings ist gerade auch die Freisetzung größerer Mengen von Mineralölen allenfalls für Unfälle zu erwarten deren Eintrittswahrscheinlichkeit im Bahnbetrieb statistisch abgesichert sehr viel geringer ist, als im Straßenverkehr, der in Hölle ohne Einschränkungen erfolgt. Zudem ist gerade für die Freisetzung von Leichtflüssigkeiten im Talraum aufgrund der natürlichen Gegebenheiten nicht mit Auswirkungen auf die Mineralwassergewinnung zu rechnen.

Eine langfristige Sicherung des Mineralwasservorkommens erfordert insbesondere eine grundwasserschonende Flächennutzung auf den Grundwasserneubildungsflächen, die die Talhänge und die Höhenbereiche beidseits des Talraums, und entlang der Störungszonen über den Talraum
hinaus umfassen.

 

• ÖPNV Konzept Volker Griesbach 2014

Bushaltestelle Bad Steben

Bei Verlegung der SPNV Kreuzung von Selbitz nach Marxgrün kann aufgrund neuer Fahrplanlage – ohne Mehraufwand im ÖPNV – in Naila ein ideal, getakteter Umsteigepunkt zwischen ÖPNV und SPNV u.a. von und zum Unterzentrum Schwarzenbach a.Wald nach und von Hof eingerichtet werden. Der ÖPNV im Altlandkreis Naila würde dabei als Nebenprodukt  der Höllentalbahn mit Verbesserungen der Verkehrsverbindungen für Schwarzenbach a.Wald, Bad Steben, und Geroldsgrün neu aufgestellt.

Höllentalbahn_OEPNV

 

• Studie der FH Erfurt 2010
Untersuchung der Verkehrsverhältnisse für den Personen- und Güterverkehr entlang der Höllentalbahn
Es gibt ein erhebliches ungenutztes Transportpotential im Schienengüterverkehr in
Richtung Süden über die Höllentalbahn von ca. 750.000 t, hinzu kommen 100.000 t bei Reaktivierung Selb-Plößberg/As
Aktualisierung: laut ZPR 2016 ca 200.000 to
Es gibt ein Verlagerungspotential vom LKW auf die Schiene bei Vorhandensein der Höllentalbahn von ca. 30.000 Ladungsfahrten/a, hinzu kommen 5.000 Ladungsfahrten/a bei Reaktivierung Selb-Plößberg/As

Die Studie der FH Erfurt – Institut Verkehr und Raum April 2010 finden Sie unter IVR_Hoellental-v2

 

• Aus der Quelle eines Unterausschusses des Verkehrsausschusses ist zu entnehmen dass die DB Netze mittelfristig (2013 bis 2017) ein Wachstumsprogramm umsetzen möchte, welches eine nationale/internationale Nord-Süd Güterverkehrstrasse über Hof installieren will.
Diese Planung, entkräftet die abwehrende Haltung des Konzerns wegen der bisher besonders guten Anbindung des Lobensteiner Raums über die Sormitztalbahn an Saalfeld. Die Anbindung des Lobensteiner Raumes (speziell der Süd Quell- und Zielverkehre) über die HTB via Hof könnte damit zu einer höherwertigeren Güterverkehrs-Hauptbahnlinie als Jena-Saalfeld-Nürnberg geschehen. Die Unterlage finden Sie hier als  pdf Download
• Bau der Strecke auf der vorhandenen Trasse innerhalb der vermarkten Grundstücke in Klasse D4
• Bau eines Kreuzungsgleises für Güterzugkreuzungen zwischen Hof und Marxgrün nötig
• durch Baumassnahme und Bahnbetrieb geschieht ökologisch sinnvolle Auslichtung für wärmeliebende Tiere und Pflanzen im Höllental
• prognostizierte Fahrgastzahlen steigen von 490 Fahrten/Tag auf der Relation Saalfeld-Blankenstein bzw. 790   Fahrten/Tag auf der Relation Hof-Bad Steben bis 2010 allein im Regionalverkehr auf 2.030 Fahrten/Tag auf der Gesamtrelation (Kocks1998)
• Gutachten zum SPNV aus 1998 ist jedoch überholt, keine Aussagen zum touristischen Faktor der Verbindung enthalten
• langfristige Sicherung der Bahnlinie Hof-Bad Steben und Hockeroda-Blankenstein
• Fahrzeitverkürzung durch notwendige Investition an Bahnübergängen an der Bahnlinie Hof-Bad Steben
• Stärkung der regionalen Wirtschaft durch Bauaufträge
• SGV via München Verkürzung von 66 Streckenkilometern, zweimal Kopfmachen und die Überwindung von 450 Höhenmetern gegenüber der jetzigen Trasse über Wurzbach-Saalfeld, dabei Trassenpreisersparnis von 193,41 Euro
• Die werktäglichen Güterzugtrassen innerhalb des Personenverkehrstaktes eignen sich hervorragend für touristische Sonderverkehre am Wochenende.
• Gesamttransportaufkommen des Th. Kompetenzzentrum Holz 6,0 Mio. Tonnen/a
• Die Güterströme der Holzexporte Ostthüringens gehen zu grossen Teilen in Richtung Süden
• Nach Untersuchungen des VDV (Verband deutscher Verkehrsunternehmen) über Probleme der Infrastruktur und Lösungsvorschläge aus Betreibersicht wird der Lückenschluss auch in 2013 gefordert.
• Befürworter der Wiederbelebung: Bürger und Bürgermeister der Region, die Städte Erfurt, Saalfeld und Hof, Tourismusverband Ferienregion Selbitztal, die grossen ansässigen Verlader des thüringer Kompetenzzentrum Holz wie Klausner Holz Thüringen KHT Friesau, Rettenmeier Holzindustrie, Ullersreuth sowie ZPR Blankenstein, Logistikagentur Oberfranken, die IHK zu Gera und Hof, Kuratorium Hochfranken, Fahrgastverband Pro Bahn, Verband deutscher Verkehrsunternehmen VDV Berlin
• Hofer Erklärung vom Oktober 2010 wonach die HTB u.A. als Güterverkehrsstrecke entwickelt werden soll.
• Die Belastung von Kreis- und Gemeindestrassen im Lobensteiner Raum und dem Zulauf auf fränkischer Seite (Via Hof und B2) durch Schwerlast- LKW Verkehr ist trotz neuer Umgehungsstrassen enorm.
• Es gibt kein länderübergreifendes Verkehrskonzept (für Strasse und Schiene) unter Einbezug der für solche ländlichen Mittelgebirgsregionen abnormen Güterströme im Lobensteiner Raum
• Unsere Meinung ist nachwievor dass eine effektive Entwicklung dieses Projektes an mangelnder Kommunikation und mangelndem Informationsaustausch zwischen den Betroffenen und Verantwortlichen aus Bayern und Thüringen krankt.
Sinnbildlich hierzu enden auf der Muschwitzbrücke über der Landesgrenze die Zuständigkeiten und Denkhorizonte folgender Institutionen und Beteiligten:
–Zwei räumlich weit entfernte Landesregierungen in Erfurt und München,
–Verkehrsplanungsprojekte und Regionalplanungen beider Länder,
–Thüringer Nahverkehrsservicegesellschaft und Bayerische Eisenbahngesellschaft,
–DB Netz Süd-Ost Leipzig und Süd München,
–IHK Gera und Bayreuth,
–Verbreitungsbereich der Frankenpost und der OTZ/Freies Wort als Meinungsbildner,
–Bayerischer Rundfunk und MDR,
–Tourismusregion Naturpark Frankenwald und Thüringer Schiefergebirge – obere Saale,
–Die Vorstellungskraft mancher Bürger der alten und neuen Bundesländer.

Kosten/Finanzierung

Die bislang avisierten Kosten für einen Wiederaufbau der Strecke mitsamt Sicherungstechnik und Ergänzungen an der Strecke Hof-Marxgrün in Höhe von ca. 25 Mio. Euro sind nach erneuter, intensiver Begutachtung und Wertung (Sebastian Tumpach 2015) als auskömmlich zu betrachten.

Bau

Es handelt sich Kraft der Widmung  nicht um einen Neubau, die Planfeststellung ist vorhanden, die Strecke mitsamt Gleisen ist nur noch betriebssicher herzustellen.

Die beiden Tunnels (Kesselfelstunnel und Kanzelfelstunnel) sind sanierungsbedürftig, jedoch vom Zustand als problemlos sanierungsfähig einzustufen. Die für die Sanierung anzusetzenden Kosten sind in der Gesamtkostenermittlung enthalten.

Die Lichtraumprofile der beiden Tunnels sind baugleich mit denen der Gesamtstrecke Triptis-Marxgrün ausgeführt. Der 210m lange Totenfelstunnel bei Harra wird täglich mit Personen- und Güterzügen befahren.

Die Steinbogenbrücken (Muschwitzbrücke in Blechschmieden, Selbitzbrücke im Höllental zwischen Kanzelfels- und Kesselfelstunnel sowie Selbitzbrücke bei Kleinschmieden) sind sanierungsbedürftig, jedoch vom Zustand als problemlos sanierungsfähig einzustufen. Die für die Sanierung anzusetzenden Kosten sind in der Gesamtkostenermittlung enthalten.

Die bauliche Durchbildung der Strecke geschieht ohne Ausnahme auf der alten Trasse innerhalb der vermarkten Grundstücke. Nur so können Konflikte mit den Festlegungen der FFH Richtlinie und der NSG VO vermieden werden.

Der technisch notwendige Abtrag des gesamten Schotterbettes mitsamt Wurzelwerk und enthaltenen Erdstoffen entfernt ein erhebliches Potential von aus dem bisherigen Bahnbetrieb angesammelten Problemstoffen aus dem Höllental und dem Einzugsbereich der vorhandenen Mineralwasserquellen.

Die bauliche Durchbildung der Strecke geschieht in der Streckenklasse D 22,5 to Achslast analog dem bisherigen Zulauf Saalfeld-Wurzbach-Blankenstein. Diese Ausführung bildet die Grundlage für wirtschaftlichen und zeitgemässen Güterverkehr. Die Streckenklasse Hof-Bad Steben ist bis Naila als D4 22,5to angegeben, ab Naila als C4 20to obwohl auf diesem Teil 1998 der Oberbau mit Profil S 54 auf Stahlschwellen komplett erneuert wurde. Diese Achslast ist somit möglicherweise durch die seit Jahrzehnten ohne Unterhalt betriebene Selbitzbrücke bei Unterklingensporn bedingt.

Die bauliche Durchbildung der Strecke hat aufgrund der Tangierung von Quellschutzgebieten ausschliesslich mit unbedenklichen Baustoffen stattzufinden.

Kreuzungsmöglichkeiten für Güter- und Sonderzüge auf der Strecke Hof-Marxgrün sind im Zuge der Netzergänzung zu schaffen. Allein im ehemaligen Bhf. Naila sind unter Nutzung des vorhandenen Gleis 3 und der leergeräumten Trasse nach Schwarzenbach/Wald an der Ausfahrt Richtung Hof auf vorhandenem Schotterbett 700m Kreuzungsgleis möglich.

Der notwendige Ausbau und die Ertüchtigung für Güterverkehr an der Strecke Hof-Marxgrün muss die Infrastruktur verbessern. Aufgrund des Fahrens von Güterzügen mit möglichst konstanter Geschwindigkeit müssen bislang ungesicherte Bahnübergänge mit LA Abschnitten mit Sicherungsanlagen ausgestattet werden. Somit kann auch die Fahrzeit Hof-Bad Steben verkürzt werden.

Die Baumassnahme eignet sich vorzüglich, ortsansässige Betriebe einzubinden und somit die Wirtschaft Nord-Ost-Oberfrankens und Ostthüringens zu stärken. Unter der Obhut eines Streckenbau Generalunternehmers sind insbesondere folgende Leistungen aus dem Repertoire der heimischen Betriebe denkbar: Baustofflieferungen wie Beton, Schotter und Mineralbeton, Holz für Schalungen, Rohre und Schächte, Erdarbeiten, Gerüstarbeiten bei Tunnels und Brücken, Bohr- und Gründungsarbeiten, Stahlbeton- und Abdichtungsarbeiten bei den Steinbogenbrücken, Stahlbau- und Schlosserarbeiten.

Das Erscheinungsbild der Bahn im unmittelbaren Bereich des Höllentals und der Haltepunkte Hölle und Lichtenberg ist wohl überlegt zu planen und auszuführen. Böschungssicherungen mit Betonfertigteilen, Edelstahgeländer, moderne Wartehäuschen oder oder normietrte Bauteile passen nicht an diesen Ort.

Betrieb

Im Bereich der prognostizierten Fahrgastzahlen spricht das Gutachten für eine Wiederbelebung auch aus wirtschaftlicher Sicht, so soll sich das gegenwärtige Aufkommen von 490 Fahrten/Tag auf der Relation Saalfeld-Blankenstein bzw. 790 Fahrten/Tag auf der Relation Hof-Bad Steben (aktuell liegt diese Zahl nach Recherche der Frankenpost bereits bei 1000 Fahrten/Tag) bis 2010 allein im Regionalverkehr auf 2.030 Fahrten/Tag auf der Gesamtrelation erhöhen, für die Einbeziehung des Wochenendtourismusverkehr ist die Zahl um 350 Fahrten/Tag zu erhöhen.
Quelle: Gutachten zur Eisenbahn-Netzergänzung Blankenstein-Marxgrün, Erfurt 1998

Bei Untersuchung der Güterströme Ostthüringens fällt eine extreme Ausrichtung der Holzexporte (namentlich des Th. Kompetenzzentrum Holz) in Richtung Süden auf. Siehe hierzu die Graphiken basierend auf Erhebungen des statistischen Bundesamts aus 2001.

Die Betrachtung der Zu- und Abläufe in Richtung Süden und Süd-Osten ergeben somit starke Argumente für Güterverkehr über die Höllentalbahn.
Tabelle Zulaufstrecken

Die Führung von Güterverkehr über die Höllentalbahn Blankenstein-Marxgrün in den südlichen Raum via München ergibt eine Ersparnis von 66 Streckenkilometern, zweimal Kopfmachen und die Überwindung von 450 Höhenmetern gegenüber der jetzigen Trasse über Wurzbach-Saalfeld.
Bei Führung nur eines täglichen Güterzugpaares über Blankenstein-Marxgrün Richtung München anstelle der bisherigen Zu- oder Abfuhr errechnet sich aus dem Wert Kraftstoffverbrauch/Tonne Ladung /Weglänge alleinig aus der Wegmehrlänge ohne Wertung der Höhenmehrüberwindung eine Kraftstoffeinsparung von 569.000 Liter Diesel pro Jahr!

1.000 to am Prellbock
1.000 to am Prellbock

Die Führung von Güterverkehr über die Höllentalbahn in den süd-östlichen Raum via Cheb ergibt eine Ersparnis von 147 Streckenkilometern und die Überwindung von 370 Höhenmetern gegenüber einer möglichen Trasse über Weischlitz und Gera.
Quelle: HOELLENNETZ, 2002

So wird ohne die Höllentalbahn wohl nie ein Transport aus/nach Tschechien in den Lobensteiner Raum per Schiene erfolgen, denn der LKW fährt den kürzesten Weg auch durch unsere Region.

Die holzverarbeitenden Betriebe des Kompetenzzentrum Holz in Friesau, Blankenstein und Ullersreuth haben ihre Güterströme zusammengetragen.
In diesem Raum werden im Jahr 6,0 Mio. Tonnen Güter von, nach und zwischen den Betrieben befördert, davon lediglich 17% per Bahn.
Dies entspricht täglich 5 Güterzugpaare über Saalfeld und ca. 1.080 LKW Fahrten.
Im Saale Orla Kreis werden jährlich 324.000 LKW Fahrten durchgeführt, gegenüber 1991 eine Steigerung von 675% !
Sehr grosse Anteile davon laufen Richtung Süden auf Strasse und Schiene, die HTB würde den SGV Anteil deutlich steigern helfen.
Ziel der Betriebe ist die Steigerung des SGV Anteils von 13% auf 30%, dabei Einsparung von jährlich 110.000 LKW Fahrten.
Quelle: Leonhard Nossol, Geschäftsführer ZPR Blankenstein, Naila Mai 2003

Eine Verlagerung von Güterverkehr auf die Schiene und Steigerung auf lange und wirtschaftliche Sicht kann somit alleinig durch weitere Zulaufstrecken in den Lobensteiner Raum erreicht werden, sinnvollerweise die Höllentalbahn, da hierbei das Gesamtaufkommen logistisch, logisch und ökologisch sinnvoll in Süd- und Nordverkehre entflechtet werden kann.

Spürbar mehr Güter auf der Schiene sind nur bei Vorhandensein von ausreichend Fahrwegen zu bewegen; das Projekt Höllentalbahn würde hier ein Vorzeigebeispiel für die allgegenwärtig politisch proklamierte Verlagerung des Güterverkehrs auf die Schiene darstellen und erstmalig auch dokumentieren können.

 

öffentliche Meinung – HOELLENETZ Fragebogen 2004

Die aktuelle Auswertung des Fragebogens bei 295 Teilnehmern ist als pdf Datei zum Download bereitgestellt:  Fragebogen-ausw10-04