Neue Rundholzannahme in der ZPR Blankenstein geht am Freitag offiziell in Betrieb

06.04.2017 OTZ
Zellstoffproduzent leistet millionenschwere Investition für die Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene

Die neue Rundholzannahme per Bahn in der ZPR Blankenstein. An diesem Freitag wird die Anlage offiziell eingeweiht. Foto: ZPR Die neue Rundholzannahme per Bahn in der ZPR Blankenstein. An diesem Freitag wird die Anlage offiziell eingeweiht. Foto: ZPR

Blankenstein. In der Zellstoff- und Papierfabrik Rosenthal (ZPR) in Blankenstein wird morgen offiziell die neue Anlage für die Annahme von Rundholz per Bahnwaggon eingeweiht. Erwartet wird dazu Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke).

Voraus ging eine erhebliche Investition, die das Unternehmen mit rund 8,5 Millionen Euro beziffert hat. Mit diesem neuen Schienenterminal im Werk leistet die ZPR wiederholt ein klares Bekenntnis zum Gütertransport per Bahn. In diesem Zusammenhang wird einmal mehr der dringend benötigte ­Lückenschluss bei der Höllentalbahn betont.

Das neue Schienenterminal dient der Annahme, Zwischenlagerung und Zuführung von Nadel-Rundholz, das den für die Zellstofferzeugung erforderlichen Rohstoff darstellt. Mit dem Zwischenlager soll eine Art ­Puffer entstehen, um die kontinuierliche Rohstoffversorgung der Entrindung und Hackerei zu sichern. „Um die Geräusche­mission auf ein Minimum zu begrenzen, wurde ein elektro­hydraulischer Antrieb des Umschlaggerätes und der Aufgabeeinrichtung gewählt“, erfuhr OTZ. Da sich der holzverarbeitende Betrieb direkt im Ort befindet, ist der Lärmschutz wesentlicher Bestandteil bei Investitionsmaßnahmen. Dem dient auch, dass die Übergabestellen für das Rundholz niveaugleich ausgelegt sind und mittels Einzelrollenantrieben ausgeführt werden. Das trägt wesentlich zur Reduzierung der üblichen Poltergeräusche durch die Baumstämme bei.

Die Aufnahmekapazität der neuen Rundholzannahme wird mit 350 000 bis 420 000 Festmeter jährlich angegeben, wobei die tägliche Maximalkapazität bei 1400 Festmeter liegt.

Seit vielen Jahren ist es der ZPR ein vordringliches Anliegen, mehr Güter von der Straße auf die Schiene zu bringen und somit die umliegenden Ortschaften vom Lkw-Verkehr zu entlasten. Der Neubau der Rundholzannahme per Bahn wird dabei auch als eine Vorleistung für die Wiedererrichtung der Höllentalbahn betrachtet.

Mit freundlicher Genehmigung der Lokalredaktion Lobenstein

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