News 2003

15.12.2003
BR 612 in Bad Steben

Heute kam erstmals die moderne Baureihe 612 (Neigetechnik allerdings ausgeschaltet) auf der Strecke Hof-Bad Steben zum Einsatz, allerdings nur als Frühzugpaar 30535/30538 von Hof nach Bad Steben (Hof ab 5:54 Bad Steben an 06.37 Bad Steben ab 06:58, Ankunft in Hof um 07:44)
Ab Hof fährt dieser Zug dann um 07:48 als RE nach Würzburg weiter.
Vielleicht ein kleiner Vorgeschmack auf einen RE Hof-Saalfeld ?
Der 612 mit Zugziel Würzburg, Halt in Naila um 7:12 Uhr. Leider ist’s noch stockfinstere Nacht.

612 in Naila

14.12.2003
Ausstellung der Oberlandbahn als Modell in Ziegenrück am 20./21. und 27./28.12.2003

Im Ziegenrücker Wasserkraftmuseum Fernmühle wird an den Wochenenden 20./21. und 27./28.12.2003 eine Modulanlage der Oberlandbahn (Teilstück Ziegenrück bis Liebschütz, Länge ca. 15 Meter !) im Masstab TT 1:120 im Betrieb vorgeführt.
Öffnungszeit ist jeweils von 13-17 Uhr. Auch HOELLENNETZ ist mit einem kleinen Infostand vor Ort.

 

11.12.2003
Kaum Hoffnung für Selb-Asch

Auf Anfrage der Landtagsabgeordneten Gote äusserte StS. Spitzner keine grossen Hoffnungen für die Reaktivierung der Strecke Plößberg-As. Wie den Ausführungen im Bericht der heutigen Frankenpost (leider nicht im Online Archiv zu finden !) zu entnehmen ist, wurde (wie von HOELLENNETZ befürchtet) strukturgleich wie bei der HTB alleinig der SPNV untersucht.
Güterverkehr war offensichtlich keine Gutachtensaufgabe, obwohl in Hof ein SGV Unternehmen tätig ist, welches die Fühler nach Tschechien über diese Strecke (Entfall des Kopfmachens in MAK) ausstreckt.
Die kürzlich bekanntgemachten Planungen des EgroNet werden mit der inaktiven Haltung aus München und Schuldzuweisung an Tschechien (Finanzierung der Streckenertüchtigung As-Cheb unklar) mehr als brüskiert. Wir dürfen gespannt sein, ob die gesamten Inhalte des Gutachtens den vor Ort agierenden Beteiligten bekannt gemacht werden.

 

11.12.2003
DB Netz AG bietet die Oberlandbahn zur Übernahme an

Mitten in die Verhandlungen zur Übernahme der Oberlandbahn Triptis-Unterlemnitz durch ein neu gegründetes EIU platzt das Unternehmen Zukunft mit der Veröffentlichung der Übernahmeangebotes der Strecke an Dritte.
Welche Strategie dahintersteckt ist nur zu mutmassen. Versteckt sich die Netz AG hinter den Verhandlungen über die Neuerrichtung zum durch den Autobahnbau begründeten Bahnbrückenneubau über die A9, oder soll durch ein eiliges Verfahren die Stillegung vorbereitet werden, um der in diesem Fall geliebten Konzerntochter Railion lästige Konkurrenz in Form privater EVU’s vom Leibe zu halten ?

Hier der Text:
Teilstrecke Triptis – Ebersdorf-Friesau
[Stand der Erhebung: 12/2003]
Teilstrecke: Eingleisige, nicht elektrifizierte Nebenbahn
Länge: 46,6 km
Land: Thüringen
Kreise: Greiz und Saale-Orla-Kreis
Streckennutzung: ohne Verkehrsbedienung
Zulässige Höchstgeschwindigkeit: 50 km/h
Streckenklasse: CE
Radsatzlast: 20 t
Meterlast: 8,0 t/m
Jährliche Einnahmen aus Trassennutzung: keine Einnahmen
Jährliche Kosten für die Vorhaltung der Teilstrecke (Standard DB Netz AG): rd. 290.000 EUR
Investitionen in den nächsten fünf Jahren (Standard DB Netz AG): rd. 2.800.000 EUR; davon rd. 800.000 EUR für Sanierung einer Brücke, rd. 1.000.000 EUR für Neubau einer geplanten Autobahnbrücke sowie rd. 1.000.000 EUR für Maßnahmen zur Herstellung der Wiederbefahrbarkeit
Zustand: Die Teilstrecke ist zwischen Triptis (km 0,5) und der Anschlussstelle Umspannwerk Remptendorf in km 42,8 aufgrund des Brücken- und Oberbauzustandes vorrübergehend gesperrt.
Betriebswirtschaftliche Bewertung:
Nachdem Verhandlungen zur Abgabe der Teilstrecke noch nicht zum Abschluss gebracht werden konnten, erfolgt hiermit die vorsorgliche Ausschreibung.
Nach Einstellung des Reisezug- und Güterzugverkehrs in 1998 stehen den jährlichen Vorhaltungskosten von rd. 290.000 EUR keine Einnahmen gegenüber. Die Teilstrecke ist von der DB Netz AG daher nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben; außerdem sind hohe Investitionen für die Wiederherstellung der Befahrbarkeit und auf Grund des geplanten Neubaus einer Autobahnbrücke zu erwarten.
Interessenten, die als Eisenbahninfrastrukturunternehmen die Teilstrecke ohne zeitliche Unterbrechung übernehmen und für den öffentlichen Verkehr in eigener Verantwortung weiter betreiben wollen, können bis spätestens 09.03.2004 ein Angebot bei folgender Adresse anfordern:
DB Netz AG
Niederlassung Südost
Geschäftsfeld Regionalnetze
N-SO-RA
Brandenburger Str. 1
04103 Leipzig

 

05.12.2003
Prof. Dr. Wolfgang Hesse

Mehr Netz statt Korridore – Plädoyer für ein neues Netz- und Fahrplankonzept bei der DB
Die Deutsche Bahn befindet sich gegenwärtig in einer tiefen Krise, die auf verschiedene Ursachen zurückzuführen ist. Eine wesentliche Ursache ist die seit Jahren betriebene Infrastrukturpolitik, die einseitig auf Hochgeschwindigkeitsstrecken und die spektakuläre Verkürzung von Fahrzeiten auf einigen wenigen, ausgewählten Strecken abzielt. Dem wird das Konzept eines eng verwobenen, dichten Bahnnetzes gegenübergestellt, das kurze Wege begünstigt und alle Quelle-Ziel-Paare eines gegebenen Netzes mit Hilfe eines integralen Taktfahrplans bestmöglich verknüpft. Das interaktive Planungswerkzeug OptiTakt unterstützt den Fahrplaner bei der Entwicklung und Optimierung von Fahrplänen und ermöglicht es, den Nutzen verschiedener Infrastruktur-Maßnahmen schon im Vorfeld zu bewerten und zu vergleichen.
Der gesamte Vortrag ist unter http://www.mathematik.uni-marburg.de/~hesse/papers/Bahn_03.pdf zum Download als pdf Datei verfügbar.
Interessanterweise sind auf der Folie auf Seite 11 im Beispielnetz Bayern/Thüringen/Sachsen/Tschechien zwischen den Netzknoten Saalfeld, Hof und Cheb die Lückenschlüsse Höllentalbahn und Plößberg-As als mögliche Neubauprojekte dargestellt.

 

05.12.2003
ÖPN Vogtland und Siemens testen Telefahrschein im EgroNet

Das Vogtland wird die erste Region in Deutschland sein, in der Zug, Bus und Straßenbahn mit einem Tele-Fahrschein genutzt werden können. Am 1. Januar wird das Pilotprojekt gestartet. Der Zweckverband Öffentlicher Personennahverkehr Vogtland (ÖPNV Vogtland) beauftragte Siemens Business Services Deutschland, Möglichkeiten zu testen, wie künftig per Handy Fahrscheine gekauft werden können. Ein entsprechender Vertrag wurde von Dr. Tassilo Lenk, Landrat des Vogtlandkreises und Vorsitzender des ÖPNV Vogtland, und Peter Marburger, Direktor von Siemens Business Line Deutschland, in Auerbach (Vogtlandkreis) unterzeichnet. Knapp 1,25 Millionen Euro werden investiert.
Fahrgäste werden die Chance haben, sich auf ihr Java-fähiges Mobiltelefon die spezielle Software herunterzuladen und dann aus verschiedenen Tarifsystemen ihren Fahrschein auszuwählen. Bezahlt wird kundenbezogen per Kreditkarte, Telefonrechnung oder Prepaid-Card. Dabei fallen nur geringe zusätzliche Kosten beim jeweiligen Provider an. Dafür ist der Erwerb des Fahrscheins im „Automaten in der Hosentasche“ sehr bequem.
Peter Marburger würdigte bei der Vertragsunterzeichnung den Mut des vogtländischen Verkehrsunternehmens, das Projekt zu starten. „Es ist einzigartig, dass alles so schnell funktioniert. In wenigen Jahren wird Einkauf per Handy normal sein.“ Der ÖPNV will mit dem Handyfahrschein nicht nur Kosten sparen, erklärte Tassilo Lenk. „Wir wollen umfassenden Service bieten. Dazu gehören auch Fahrplanauskünfte. Fahrgäste sollen so enger an öffentliche Verkehrsmittel gebunden werden.“
Das Pilotprojekt läuft im gesamten EgroNet. Das ist das grenzübergreifende Nahverkehrssystem im Vierländereck Böhmen, Bayern, Thüringen und Sachsen. Deshalb wird es mit knapp einer Million Euro von der EU aus dem Interreg III – Programm gefördert.
Nutzer der Züge, Busse und Straßenbahnen im EgroNet-Bereich haben die Möglichkeit, sich an dem Pilotprojekt zu beteiligen. Sie können sich beim ÖPNV Vogtland unter der Telefon-Nummer 03744 – 83 02 171 melden. (Pressemeldung ÖPNV Vogtland, 5. 12. 03).

 

02.12.2003
Resolution der 21. Horber Schienen-Tage 2003

Gut 200 Teilnehmer besuchten die Horber Schienen-Tage vom 19. – 23. November 2003. Vorträge, Diskussionen, Arbeitskreise, Vorführungen, Exkursionen, das Programm bot reichhaltige Möglichkeiten und vermittelte Erfahrungen.
Der Vortrag von HOELLENNETZ und anschliessende Diskussion/Arbeitsgruppen zur Schienenverkehrssituation im Lobensteiner Raum/Höllentalbahn mit Ausführungen zur Problematik des SGV der verladenden Betriebe fanden in mehreren Punkten Niederschlag in der Resolution, verdeutlicht in der Langfassung der Resolution mit Erklärungen.

 

14.11.2003
Präsentation zum Projekt „Innerstädtischer Bahnhaltepunkt in Hof“

Die ARGE ÖPNV Stadt und Landkreis Hof (oepnv@landkreis-hof.de) veröffentlichte eine Präsentation zum Projekt „Innerstädtischer Bahnhaltepunkt in Hof“.
Für Oberbürgermeister Dieter Döhla stellt dieses Projekt einen Quantensprung für Hof dar.
In der Präsentation werden auch die Synergieeffekte der Lückenschlussprojekte Plößberg-As und Höllentalbahn bezüglich der Erweiterung des Einzugsbereichs für die Hofer Innenstadt untersucht.
Innerstädtischer Bahnhalt Hof

 

05.11.2003
VERKEHRSVERBUND EGRONET FORDERT STRECKENREAKTIVIERUNG

Diplom-Arbeit: Güterverkehr hätte große Bedeutung für Wirtschaft über Landesgrenze hinausPolitisches Ziel: Höllentalbahn und Selb-Asch
Der Verkehrsverbund Egronet will weiter wachsen. Neben der geplanten Ausdehnung auf die Kreise Bayreuth und Kulmbach sind die Reaktivierungen der Bahnstrecken Selb-Asch und der Höllentalbahn das erklärte Ziel. Wie eine Diplom-Arbeit zeigt, hätte der Güterverkehr auf der Höllentalbahn eine große Bedeutung für die Wirtschaft.
Berichterstattung in der Frankenpost unter:
http://www.frankenpost.de/nachrichten/regional/hof_rehau/resyart.phtm?id=544153

 

01.11.2003
Übergang der Oberlandbahn auf privates EIU verschiebt sich weiter

Trotz bestehendem Pachtvertrag ab dem 01.11.2003 konnte die private Betriebsaufnahme auf der Oberlandbahn bislang noch nicht erfolgen. Der Bahnhof Friesau bleibt somit vorerst weiter durch DB Netz besetzt.
DB Cargo/Railion Saalfeld scheint vom Engagement privater Bahndienstleister jedoch nicht begeistert zu sein.
Zusätzliche Güterzugbedienungen nach Friesau ab 13.12.2003
Ab dem 13.12.2003 erfolgt durch DB Cargo/Railion eine weitere planmässige Güterzugbedienung nach Friesau, ab ca. Februar 2004 kommt nochmal eine hinzu, sodass dann täglich 5x nach Friesau gefahren wird.
Ziel ist im Jahr 2004 bei KHT 500.000t Rundholzeingang zusätzlich per Schiene abzuwickeln.

 

16.10.2003
Zwölf Güterzüge verkehren täglich von und nach Saalfeld
In den Streckenausbau hat die Bahn über 15 Millionen Euro investiert

Von OTZ Redakteur Reinhard Kübrich Lobenstein.
Der Schienengüterverkehr der Zellstofffabrik in Blankenstein und der holzverarbeitenden Betriebe im Gewerbegebiet Friesau verdreifachte sich im Zeitraum von 1993 bis 2003. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 650 000 Tonnen per Waggon angeliefert oder versandt. Zur Bewältigung dieser Menge wären 26 000 LKW notwendig gewesen. Arbeitstäglich verkehren zwölf Güterzüge. Darauf weist Renate Wicher vom Bereich Kommunikation der Deutschen Bahn in Erfurt hin.
Seit mehreren Jahren habe sich die Bahn sehr stark für den Ausbau der Bahnstrecke Hockeroda ? Blankenstein mit dem Abzweig Unterlemnitz Ebersdorf?Friesau engagiert. Diese Bahnstrecke stelle die leistungsfähigste Verbindung der Industriebetriebe im Raum Lobenstein mit dem europäischen Schienennetz dar.
Bereits vor der Wiedervereinigung sei der Güterverkehr bis auf wenige Ausnahmen über diese Strecke abgewickelt worden. In Abstimmung mit den Großkunden in Friesau und Blankenstein und auf Basis deren Mengenprognosen sei entschieden worden, die Strecke für den schweren Güterverkehr auszubauen.
In den Jahren 1999 bis 2001 sanierte die DB Netz AG neun Eisenbahnbrücken, mehrere Stützbauwerke und Durchlässe sowie mehrere Kilometer Gleis. „Die Investitionen von mehr als 15 Millionen Euro schufen die Voraussetzungen dafür, die Achslasten von 18 auf 22,5 Tonnen zu erhöhen, was vornehmlich dem Güterverkehr zugute kam“, teilte Renate Wicher mit.
Und erst vor wenigen Tagen sei das neue Kreuzungsgleis auf dem Bahnhof in Unterlemnitz in Betrieb genommen worden. Dadurch habe sich die Kapazität der Strecke weiter erhöht.
Ein Hindernis für die weitere Verlagerung von Transporten auf die Schiene sei nicht die fehlende Anbindung der Firmen an weitere Eisenbahnstrecken, sondern die fehlende oder stark ausgelastete Gleisinfrastruktur in den Werken selbst. „Wir hoffen deshalb, dass das geplante Förderprogramm des Bundes für den Aus? und Neubau von privaten Gleisanschlüssen ab 2004 dazu beiträgt, diese Engpässe zu beseitigen“, erklärte die Sprecherin der Bahn.
Im Sägewerk Klausner Holz Thüringen (KHT) werden zum Beispiel 82 Prozent des Rundholzes auf der Straße und 18 Prozent mit der Bahn angeliefert. Beim Versand von Schnittholz beträgt dieser Anteil derzeit zwölf Prozent. In fünf holzverarbeitenden Unternehmen der Region werden gegenwärtig jährlich 5,4 Millionen Tonnen umgeschlagen. Der Bahnanteil liegt bei insgesamt elf Prozent. Die Geschäftsführungen der Betriebe schätzen das Potenzial auf 30 bis 40 Prozent ein.
mit freundlicher Genehmigung der OSTTHÜRINGER Zeitung

Kommentar HOELLENNETZ:
Die mit diesem Bericht erstmalig öffentlich geäußerte Sicht der DB AG zur Schieneninfrastruktur in Süd-Ost Thüringen stellt leider nicht die volle Wahrheit dar.
Warum mussten denn die Betriebe erst ein Jahr lang an die Öffentlichkeit gehen, um nun ab Dezember 2003 erstmals eine weitere tägliche Bedienung zu erhalten?
Ein Verweis auf die Güterzugtrassen vor der Wende zur Begründung der heutigen Situation liegt völlig daneben, entstanden der derzeit grösste und drittgrösste Verlader KHT und BHT in Friesau erst nach der deutschen Einigung !
Der Anlass des Wiedereinbaus des Gleis 1 West in Unterlemnitz im September 2003 war ausschließlich die bereits mit Einführung des Fahrplanes zum 15.12.2002 geforderte Kreuzungsmöglichkeit des SPNV aufgrund besserer Fahrplangestaltung. Güterzugkreuzungen finden in Unterlemnitz planmässig nicht statt. Nachdem das bestehende Gleis 1 West erst im Jahr 1999 ! im Zuge des rationalisierten Spurplanes ausgebaut wurde ist die erfolgverkündende Investitionsmassnhme schon sehr kritisch zu hinterfragen.
Kapazitätsprobleme mag es vielleicht in Ebersdorf-Friesau geben, aber warum wurde denn beim Bau des Spanplattenwerks BHT nicht der bereits werksintern projektierte Gleisanschluss bis an die Werksgrenze durch die DB AG gelegt?
Die Situation in Blankenstein bei einer weit ausgedehnten eigenen Werkbahn der ZPR und täglich nur zwei Bedienungen ist keinesfalls ein Entwicklungshindernis für mehr Güter auf der Schiene, hier greift vielmehr der fehlende Zulauf aus/nach Süden.
Bei allen Betrachtungen fehlt der Raum für die Betätigung privater Eisenbahnverkehrsunternehmen. Wenn nun mehr, und somit alle verfügbaren Trassen über Saalfeld durch DB Cargo/Railion belegt sind, wie sollen dann zusätzliche Anbieter zu den Anschlüssen der Betriebe fahren; dafür bliebt dann wohl nur die Strasse !

 

08.10.2003
HOELLENNETZ mit Vortrag zur Höllentalbahn bei den Horber Schienentagen vom 19.-23.11.2003

Eine eigene Tradition und offen für Neues, diese Mischung belebt die Horber Schienen-Tage seit 20 Jahren. Beruflich oder ehrenamtlich in der Verkehrspolitik oder im Schienenverkehr Tätige können auf gleicher Augenhöhe miteinander sprechen, alljährlich nutzen 200 Teilnehmer und 40 Vortragende diese unabhängige Diskussionsplattform. Die Horber Schienen-Tage sind seit 1995 regelmäßig als politische Bildungsveranstaltung anerkannt.
Komplette Programminfo der gesamten Tagung unter http://www.schienen-tage.de

 

06.10.2003
Perspektiven des Schienengüterverkehrs durch Streckenreaktivierungen im Raum Lobenstein

Im Zuge einer Diplomarbeit im Sommer 2003 wurden in Exkurskapiteln die Themen der Wiederbelebung u.a. der Höllentalbahn aufgegriffen.
Die DA wurde mit der Gesamtnote 1,0 bewertet.
Géza Schubert, Wittenberg, Universität Trier
Diplomarbeit:
Die Verlagerung von Holzhackschnitzeltransporten von der Strasse auf die Schiene. Eine Konzepterstellung für die Zellstoff- und Papierfabrik Rosenthal in Blankenstein, Blankenstein/Trier 2003
Kapitel 9
Exkurs: Perspektiven des Schienengüterverkehrs durch Streckenreaktivierungen im Raum Lobenstein
Kapitel 10
Die Stärkung des Schienengüterverkehrs – Chance für eine ganze Region
Download als pdf   DA_Schubert_Auszug_092003
Publikation von Daten bzw. Zitate nur unter Angabe der Quelle
Kontakt: gezaschubert@gmx.de

 

01.10.2003
3. EgroNet Konferenz in Schöneck am 30.09.2003

Der Zweckverband ÖPNV Vogtland veranstaltete am 30.09.2003 in Schöneck die 3. EgroNet Konferenz.
Hierbei wurden im Vortrag zur Planungsvorstellung für die weitere EgroNet Entwicklung unter Anderem im Schwerpunkt Ausbau der Schieneninfrastruktur vorrangige Instandsetzungsarbeiten im Vorfeld der Wiederinbetriebnahme auf der Strecke Selb-As sowie der Ausbau der Höllentalbahn genannt.

 

30.09.2003
Kreistag stärkt Unternehmen verkehrspolitisch den Rücken
Holzkompetenzzentrum bei Friesau will die Schiene stärker für
Gütertransporte nutzen

Von OTZ-Redakteur Uwe Lange Schleiz
Einstimmig beschloss der Kreistag auf seiner September-Sitzung, das Bemühen der Unternehmen aus dem Holzkompetenzzentrum Friesau und Blankenstein um eine Verlagerung der Gütertransporte von der Straße auf die Schiene zu unterstützen. Diese verkehrspolitische Rückenstärkung bezieht sich ebenso auf deren Ansinnen, stillgelegte Bahnstrecken wieder in Betrieb zu nehmen.
An Landrat Frank Roßner (SPD) ging der Auftrag, alle Aktivitäten in diese Richtung zu fördern. In jeder dritten Kreistagssitzung ist darüber zu berichten. Klaus Möller, der diesen PDS-Antrag erläuterte, führte die hohen Belastungen der Bürger ins Feld, die an den vielbefahrenen Lkw-Trassen wohnen. Groß wäre aber auch die Belastung der öffentlichen Kassen, aus denen das Geld für die Reparatur der Straßen käme. In Größenordnungen könnte sich das Lkw-Aufkommen auf den Straßen im Oberland reduzieren, würde die aufgeschlossene Haltung der Unternehmen
in Friesau und Blankenstein auf fruchtbaren Boden fallen. Dazu müsste u.a. der Verkehr auf der „Oberlandbahn“ wieder rollen sowie in einen Ver- und Entladebahnhof am Schienenstrang von Klausner-Holz nach Blankenstein
(ZPR) investiert werden.
Pro Tag wären dann 80 bis 100 Lkw-Fahrten allein hier überflüssig. Klaus Möller sprach weiter von einer Überprüfung der Möglichkeiten des Lückenschlusses zwischen Blankenstein und Marxgrün in Oberfranken. Er würdigte auch, dass in Richtung der Rettenmeier GmbH Ullersreuth wieder Züge fahren.
Mit diesem Antrag würde die PDS bei der Kreisverwaltung offene Türen einrennen, so Landrat Roßner. Wesentlich weniger Schwierigkeiten als bei der Schiene gäbe es aber in Sachen Ausbau von Ortsumgehungen. Bei der Bahn müsse man zunächst immer jemanden haben, der dort fahren will.
Weiter bezeichnete der Landrat als größtes Problem bei der Umsetzung eines solchen Vorhabens das „Unternehmen Zukunft“ selbst. Wenig Chancen sieht er beim Lückenschluss mit Oberfranken. Hier würden die
Interessenlagen nicht auf einer Ebene liegen.
Siegfried Schmieder, 1. Beigeordneter des Landrates, erwähnte in der Diskussion eine Verkehrskonferenz, wo es zum Treffen von vier Vertretern der einstigen „DB“ und den Geschäftsführern aus Friesau und Blankenstein kam. Letztere hätten konkret gesagt was sie wollen. Mehr als endlose Diskussionen seien von Bahnseite nicht gekommen. Nicht aus den Augen verlieren dürfe man aber ebenso, dass auf der Bahnstrecke von Triptis ins Oberland doch einiges Geld in die maroden Gleisanlagen gesteckt werden müsse.
mit freundlicher Genehmigung der OSTTHÜRINGER Zeitung

Kommentar HOELLENNETZ:
Der Kreistag zu Schleiz hat mit seinem Beschluss die Reaktivierungen der Oberlandbahn und Höllentalbahn auf die Agenda gesetzt. Nur so kann regionale, länderübergreifende Schieneninfrastrukturpolitik entstehen.
Seltsam dabei jedoch die Äusserung von Landrat Rossner/Saale-Orla, dass die Interessenlagen zu Oberfranken nicht auf einer Ebene liegen!
Steht hierbei nicht das einseitige Antragen der ablehnenden Meinung von Landrat Hering /Hof unter Parteikollegen den Entwicklungszielen im Landkreis Saale-Orla und der bislang geäusserten öffentlichen Meinung im Landkreis Hof entgegen ?

 

30.09.2003
aktuelle Güterzugfahrzeiten an/ab Lobenstein

Werktäglich Mo-Fr 5 Güterzugpaare Saalfeld-Lobenstein
Samstags nur Bedienung Ebersdorf/Friesau
Lobenstein an:
04:30 Uhr weiter 05:15 nach Ebersdorf/Friesau
05:40 Uhr weiter 07:40 nach Ebersdorf/Friesau
12:40 Uhr weiter 15:45 nach Blankenstein
14:30 Uhr weiter 15:30 nach Ebersdorf/Friesau
21:30 Uhr weiter 09:00 nach Blankenstein

 

25.09.2003
Am 01.11.2003 Übergang der Oberlandbahn auf privates EIU

Ab 1. November wird die Oberlandbahn zwischen Triptis und Unterlemnitz von einem privaten EIU betrieben. DB Netz wird ab diesem Datum den Bahnhof Friesau nicht mehr besetzen. Der Streckenteil Unterlemnitz-Friesau wird als Anschlussbahn betrieben, die beiden ferngestellten Einfahrtsweichen im Bahnhof Friesau werden bis dahin auf Handbetrieb umgebaut. Der DB Cargo Fahrplan soll bis zum Fahrplanwechsel im Dezember weiter bestehen.

 

20.09.2003
PRO Bahn Konzept für die Region Hof

Der Fahrgastverband Pro Bahn veröffentlicht sein aktuelles 4 seitiges Konzept für die Entwicklung des Schienenverkehrs in der Region Hof.

13.09.2003
In Unterlemnitz wird die zweite Weiche für das Gleis 1 West eingebaut

In der vergangenen Woche wuchs das Gleis um ca. 200m bis knapp vor dem Einschwenken der Triptiser Linie.
Rege Bautätigkeit herrschte wieder am Samstag an der Ausfahrt Richtung Lobenstein. Ab 13:00 Uhr wurde auf den ersten Metern der Triptiser Strecke der Oberbau und Schotter abgebaut um die zuvor auf dem Vorplatz aufgelegte und mittlerweile in Segmenten seitlich lagernde Weiche einzusetzen.
Ab Montag früh rollen wieder die ersten Güterzüge Richtung Friesau.
Die erste planmässige Triebwagenkreuzung in Unterlemnitz soll am Mittwoch 17.09.2003 früh erfolgen !!

 

09.09.2003
Verband deutscher Verkehrsunternehmen, VDV Berlin veröffentlicht Diskussionspapier zur Höllentalbahn

Die Eisenbahnstrecke Blankenstein (Saale) – Marxgrün wurde durch die deutsche Teilung unterbrochen. Ein Wiederaufbau erfolgte bisher nicht. Dadurch sind die in Blankenstein (Saale), Lobenstein und Ebersdorf-Friesau ansässigen Industriebetriebe nicht von Süden her auf der Schiene erreichbar. Entgegen dem allgemeinen Trend in den Neuen Bundesländern haben diese Unternehmen in den letzten Jahren stark expandiert, ihr Transportvolumen steigt stetig an. Eine Verlagerung von Transporten auf die Schiene in größerem Umfang ist kaum möglich, da die letzte – von einstmals drei – noch betriebene Eisenbahnstrecke nach Blankenstein (Saale) an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit kommt. Ferner sind Transporte aus und in Richtung Süden per Bahn aufgrund des derzeit erforderlichen Umweges über Saalfeld, 50 km nordwestlich Blankenstein gelegen, nicht konkurrenzfähig zur Straße. Im öffentlichen Personenverkehr bestehen heute kaum Angebote, die die Ausflugs- und Urlaubsregionen Oberfrankens und Südost-
Thüringens verbinden. Auf lokaler Ebene scheint eine breite Übereinstimmung zwischen den Kommunen und Landkreisen mit der lokalen Industrie darüber zu bestehen, dass ein Wiederaufbau der Eisenbahnstrecke Blankenstein (Saale) – Marxgrün erforderlich ist. Nur so ist eine Entlastung der Umwelt durch Verlagerung größerer Transportmengen von der Straße auf die Schiene machbar.
Auf der Ebene der Bundesländer Bayern und Thüringen fand soweit bekannt bisher keine abschließende Meinungsbildung zu diesem Thema statt. Da der Großteil der wieder aufzubauenden 6 km auf bayerischem Gebiet liegt, alle großen verladenden Unternehmen jedoch in Thüringen ansässig sind, wäre eine einheitliche Meinung
beider Bundesländer zu diesem Thema dringend angebracht.

07.09.2003
In Unterlemnitz ist die erste Weiche für das Gleis 1 West wieder eingebaut

Rege Bautätigkeit herrschte am Wochenende am Gleis 1 an der Ausfahrt Richtung Saalfeld. Die zuvor auf dem Vorplatz aufgelegte Weiche wurde mitsamt einem ersten Gleisstück eingebaut. Ab Montag früh 4:00 Uhr rollen wieder die ersten Güter- und Personenzüge.
Die Weiche in Richtung Lobenstein wird ab kommenden Samstag den 13.09.2003 ab 13:00 Uhr eingebaut.

 

29.08.2003
Gleisbau oder Strassenbau in Unterlemnitz??

Wird anstelle des Gleis 1 West doch eine Strasse gebaut?Fast könnte man es meinen, wenn heute der Blick von der Brücke in Richtung Ausfahrt nach Saalfeld schweift. Aber keine Bange, es liegen bereits viele Schwellen und neue Weichenteile auf dem Bahnhofsvorplatz.
Es wird zunächst einen Zwischenzustand mit Handweichen geben, um das Gleis und die Weichen einzubauen. Der Verschluss der Weichen erfolgt dabei über Riegelhandschlösser. Im Endzustand werden die Weichen elektrisch ferngestellt.

 

Vorankündigung
Samstag, 25. Oktober 2003
Dampf-Rundfahrt mit 52 8079

Gleich 5 Jubiläen bilden den Anlaß für die große Herbst-Rundfahrt mit dem „Fichtelgebirgs-Express“: die „Ludwig-Süd-Nord-Bahn“ Lindau – Hof ist seit 150 Jahren durchgehend befahrbar, die „Pachtbahn“ Bayreuth – Neuenmarkt-W. wird 150 Jahre alt, die Fichtelgebirgsbahn ging im Abschnitt Holenbrunn – Schnabelwaid vor 125 Jahren in Betrieb und seit 150 Jahren besteht das unlängst renovierte Stationsgebäude in Münchberg! Zu guter Letzt: die Dampflok 52 8079 feiert ihren 60. Geburtstag!
Damit Eisenbahnliebhaber und alle Freunde einer schönen Dampflokfahrt (u.a. Speisewagen, Reiseleitung) aus der Region Hof – Münchberg – Bayreuth/Kulmbach/Bamberg – Marktredwitz/Weiden eine Fahrt mit der schwer arbeitenden 52 8079 (Fahrtroute: Adorf/V. – Plauen – Hof – Marktredwitz – Bayreuth – Neuenmarkt-W. – Münchberg – Hof – Plauen – Adorf/V.) erleben können, bieten die Münchberger Eisenbahnfreunde in Zusammenarbeit mit dem Vogtl. Eisenbahnverein Adorf ein interessantes Programm an.

26.08.2003
Staatssekretär Regensburger zu Strassenbrücke Blankenstein-Bayern

Über wichtige Verkehrsprojekte der Region informierte sich gestern der Staatssekretär im Bayerischen Innenministerium, MdL Hermann Regensburger. Ein Ziel der Info-Reise: Die Verkehrssituation an der bayerisch-thüringischen Landesgrenze bei Blankenstein.
Näheres unter: http://www.frankenpost.de/nachrichten/archiv/resyart.phtm?id=510383
Der geäusserte Gedankenansatz ist korrekt, jedoch müssen hierzu halt auch die Schienenwege vorhanden sein.

 

19.08.2003
Tunnelmessfahrten von Harra über Friesau nach Triptis

Am 19.08.2003 wurden die Tunnels der Strecke Triptis-Blankenstein der dreijährigen turnusmässigen Prüfung unterzogen. Der Messzug musste sich dabei auf dem derzeit nicht befahrenen Teilstück zwischen Friesau und Triptis durch erheblichen Bewuchs kämpfen.

 

15.08.2003
Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Verkehr und Technologie
Gutachten zu Plößberg-As

Das Gutachten zur Reaktivierung der Bahnstrecke von Selb ins tschechische As läuft jetzt. Der Freistaat Bayern und die tschechische Staatsbahn haben sich über die Modalitäten und die Finanzierung der 17.000 Euro kostenden Untersuchung geeinigt, so daß die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) jetzt das Prager Planungsbüro Sudop mit der Studie beauftragt hat. Sie wird nun bis Ende September diesen Jahres erstellt.
Bayerns Verkehrsminister Otto Wiesheu, der zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der BEG ist, ist froh, daß jetzt endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden können. „Wir brauchen für den Entscheidungsprozeß keine Wunschzahlen oder aus dem Bauch heraus getroffene Prognosen, sondern verläßliche und fundierte Aussagen“, merkte der Minister an. Er erhoffe sich von der Studie wichtige Ergebnisse hinsichtlich Potentiale und Machbarkeit der Strecke.
Die Studie wird zur Hälfte aus dem bayerisch-tschechischen INTERREG IIIA-Programm der EU finanziert. Die Euregio Egrensis gibt hierfür 8.500 Euro aus ihrem Dispositionsfonds, aus dem sie kleinere grenzüberschreitende Projekte eigenverantwortlich fördern kann. Jeweils 4.250 Euro und damit 25 Prozent steuern die Cesky Drahy (CD) und die BEG bei. Letztere wird das Gutachten in enger Abstimmung mit den tschechischen Beteiligten auch fachlich begleiten.
Bayern und die Tschechische Republik hatten Ende 2001 gemeinsam beschlossen, von Sudop ein Gutachten über die Reaktivierung der grenzüberschreitenden Schienenverkehrsstrecke erstellen zu lassen. Erst Mitte April 2003 war aber von der CD die Finanzierungszusage gekommen, die mit der jetzigen Vertragsunterzeichnung manifestiert werden konnte. Den ursprüngliche zugesagten Förderzeitraum bis Ende Juni 2003 hatte die Euregio Egrensis auf Drängen des Freistaats hin im vergangenen Mai bis Ende September 2003 verlängert. Minister Wiesheu erwartet von den Mitarbeitern von Sudop, daß sie aufgrund der knappen Zeitfrist „das Gutachten gründlich und zügig“ erstellen werden.

 

15.08.2003
Wiedereinbau Gleis 1 in Unterlemnitz

Die Bauarbeiten für den Wiedereinbau des im Zuge des rationalisierten Spurplanes im Jahr 1999 ausgebauten Gleis 1 West haben endlich begonnen.
Bereits bis Dezember 2002 sollte auf Forderung des Landes Thüringen die Kreuzungsmöglichkeit wieder geschaffen werden. Seit 15.12.2002 gilt auf der Strecke Saalfeld-Blankenstein für den SPNV ein Fahrplan mit planmässiger Kreuzung in Unterlemnitz!
Im Ergebnis des bis heute nicht vorhandenen Gleises werden seitdem die meisten Verbindungen zwischen Wurzbach und Lobenstein als Schienenersatzverkehr mit Bussen neben dem leeren Zug gefahren.

 

13.08.2003 Pressemitteilung Höllentalbahn
„Wir lassen den Zug wieder fahren“

Zur heutigen Aktion in Blechschmiedenhammer erklärt Ulrike Gote, MdL: „Wir setzen uns für die Reaktivierung der Bahnstrecke Marxgrün-Blankenstein durch das Höllental ein. Bereits im März 1999 haben wir die Staatsregierung in einem Dringlichkeitsantrag aufgefordert, die Wiederinbetriebnahme zu prüfen. Die CSU lehnte dies damals ab. Bis heute ist seitens der Staatsregierung kein Engagement für die Wiederbelebung dieser Nebenbahn zu erkennen.“ Dabei würde die Reaktivierung der Strecke Marxgrün-Blankenstein einen Lückenschluss im Bahnnetz zwischen Thüringen und Bayern darstellen. Dies könnte dem Zusammenwachsen der Region dienen, meint Elisabeth Scharfenberg, grüne Spitzendkandidatin für den Bezirkstag: „Die Bahn wäre ein Bindeglied zwischen den Oberzentren Saalfeld und Hof. Die so geschaffene Erweiterung des Egronet nach Thüringen steht in engem Zusammenhang mit der Bahnstrecke Selb-Asch-Plößberg: Die West-Ost-Verbindung von Saalfeld über Hof nach Eger gewinnt vor der bevorstehenden EU-Erweiterung zunehmend an Bedeutung.“
Das verkehrliche Potenzial der Höllentalbahn sei nicht zu unterschätzen, betonen die Grünen. Die Strecke würde zum einen dem Schienenpersonenverkehr dienen, hätte zum anderen aber auch eine wichtige Funktion im Güterverkehr. Der Bedarf sei offensichtlich. Untersuchungen zur Wirtschaftlichkeit der Strecke müssten unbedingt das Potenzial für den Güterverkehr berücksichtigen. Mehr Güter auf die Schiene: Dies würde die ohnehin verkehrlich stark belastete Region spürbar entlasten und wäre auch im Sinne des Klimaschutzes zu begrüßen.
Gote: „Die Höllentalbahn könnte zu einem Besuchermagneten für die Ferienregion Selbitztal werden. Die wild romantische Bahnstrecke lässt sich gut vermarkten und hat hohe Attraktivität für Wander- und Fahrradurlauber.“
Berichterstattung in der Frankenpost vom 18.08.2003

 

30.07.2003
Holzzüge von Schönberg nach Ullersreuth

Berichterstattung in der OTZ, mit freundlicher Genehmigung der OTZ LR Lobenstein.

Die Bemühungen der holzverarbeitenden Betriebe (Kompetenzzentrum Holz) im Lobensteiner Raum, wieder mehr Güter auf die Schiene zu legen werden durch die jüngsten Aktivitäten der Rettenmeier Holzindustrie, Ullersreuth eindeutig unter Beweis gestellt.
Der Kommentar von Ulf Rathgeber beschreibt die Situation vortrefflich, der Schlussatz könnte genausogut auch umgedreht lauten!

Züge rollen wieder zu Rettenmeier
Ullersreuther Holzfirma kooperiert mit österreichischer Privatbahn
OTZ vom 21.07.2003 Von Mike Finke

Ullersreuth. Autofahrer sollten zukünftig an den Bahnübergängen auf der B 2 bei Göttengrün und auf der B 90 bei Gefell wieder etwas vorsichtiger fahren. Seit letzter Woche rollen wieder Güterzüge über die Strecke Schönberg Hirschberg zum Bahnhof Rettenmeier, nachdem der Bahnbetrieb von der DB Cargo am 13. Dezember 2002 eingestellt wurde.
Wir haben einen Vertrag mit der Salzburger Eisenbahn-Transportgesellschaft (SETG), einem österreichischen Privatbahnunternehmen, abgeschlossen, teilte Jörg Baumbach, Betriebsleiter der Firma Rettenmeier in Ullersreuth, auf
OTZ-Anfrage mit. Verschiedene Angebote seien geprüft wurden, bevor die SETG den Zuschlag erhielt. Flexibilität und hohe Kooperationsbereitschaft seien die wichtigsten Vorteile der Privatbahn. Auf die ist Verlass, so der Betriebsleiter.
Als Partner für die SETG arbeitet die Mittelweserbahn GmbH. Lokführer Thomas Lautenschläger hatte die ehrenvolle Aufgabe, nach acht Monaten als erster wieder den Bahnhof Rettenmeier befahren zu dürfen. Mit seiner 2000 PS starken Lok brachte er 30 Waggons mit über 1000 Tonnen Holzschnitzel nach Ullersreuth. Dabei werden auf Grund der Streckenbeschaffenheit die Zuglängen in Schönberg geteilt, bevor es ins Oberland geht. Die SETG wird alles für uns transportieren. Dazu zählen Rundholz, Brennmaterial und Sägemehl. Später auch Hackschnitzel, machte Jörg Baumbach deutlich.
Als ein Problem sieht der Betriebsleiter jetzt das Streckennetz, also die Gleisanlagen. Dieses gehört noch der DB Netz, soll aber abgegeben werden. Hier gibt es zwei Varianten: Entweder die private Unterhaltung oder über eine Betreibergesellschaft, so Baumbach. Eine weitere Möglichkeit bestehe in der Bewirtschaftung über das Holzkompetenzzentrum, zu denen u. a. Rettenmeier und KHT in Friesau zählen Wir sind bestrebt, viel per Güterzug abwickeln zu können, erklärte Jörg Baumbach.
Der Betriebsleiter machte gegenüber OTZ deutlich, dass die Holztransporte per Zug gegenwärtig unwirtschaftlich sind. Doch bereite ihm das Verkehrsaufkommen in den kommenden Jahren Kopfzerbrechen. Baumbach: Man muss halt auch heut schon einmal an die Zukunft denken.

Kommentar
Bahn rollt wieder
OTZ vom 21.07.2003 Von Ulf Rathgeber

Es tut sich was in Sachen Bahn bei uns in der Region. Mit der Wiederinbetriebnahme der Strecke Schönberg-Hirschberg ist zumindest was den Güterverkehr betrifft eine sinnvolle Lösung mit der Salzburger Eisenbahn-Transportgesellschaft (SETG) gefunden worden.
Immer wieder ist in der Vergangenheit der Ruf nach einer Wiederinbetriebnahme sowohl der Bahnstrecke Ebersdorf-Triptis als auch der Strecke von Blankenstein nach Hof laut geworden. Vor allem die holzverarbeitende Industrie wünscht sich, dass die Strecken auf Vordermann gebracht oder neu ausgebaut werden.
Offensichtlich hat die Deutsche Bahn an den beiden Strecken kein Interesse. Vielleicht könnte ja auch hier ein privater Betreiber gefunden werden. Die Strecke Blankenstein- Hof müsste teilweise neu gebaut werden. Allerdings gibt es hier insofern einen kleinen Hoffnungsschimmer, weil sich das bayerische Wirtschaftsministerium und die Tschechische Regierung seit einiger Zeit dafür stark machen, den Abschnitt Hof-Asch auch mit Hilfe von EU-Fördermitteln wieder in Betrieb zu nehmen. Das Thüringer Wirtschaftsministerium könnte ruhig mal Kontakt zu den Kollegen in München aufnehmen.

 

28.07.2003
Stillegung Triptis-Blankenstein wegen

Eisenbahnbrücke über die A9
Schlechte Nachrichten für die Eisenbahnen im Lobensteiner Raum, nachzulesen unter
http://www.autobahn-online.de/vde/a9triptis.html

Wie weltfremd die Autobahnlobby agiert ist daran zu erkennen, dass die Stillegung der Gesamtstrecke bis Blankenstein wegen des Autobahnbaus der A9 verkündet wird. Die avisierte Wiederinbetriebnahme der Teilstrecke Triptis-Friesau im Oktober 2003 für Güterverkehr ist nun wohl die letzte Rettung und muss von allen Kräften, welche im Moment daran arbeiten schnellstmöglich auf den Weg gebracht werden.

Die letzten 19 km der A 9 gehen in das Planfeststellungsverfahren

Der vorliegende Planfeststellungsabschnitt ist 19 km lang und beinhaltet die Verkehrseinheiten (VKE) 5412/13. Er beginnt südlich der Anschlußstelle Triptis bei Betriebs-km 205 und endet nördlich der Anschlußstelle Schleiz bei Betriebs-km 224. Wenn das Planfeststellungsverfahren für diesen Abschnitt abgeschlossen ist, besteht auf der gesamten Strecke der A 9 zwischen dem AD Potsdam und der Landesgrenze Thüringen/Bayern Baurecht.

Leistungsfähige Fernstraße zwischen Berlin und Süddeutschland

Mit der Grunderneuerung und der sechsstreifigen Erweiterung der Bundesautobahn A 9 Berlin – Nürnberg (Verkehrsprojekt Deutsche Einheit Nr. 12) wird die wichtigste Verkehrsachse zwischen Berlin und München an den aktuellen Bedarf und an die Verkehrsentwicklung angepaßt. Bauliche Mängel der Autobahn aus den 30er Jahren werden behoben, bestehende Umweltbeeinträchtigungen verringert (z.B. Lärmschutz, Entwässerung). Schließlich führt die Maßnahme zu einer spürbaren Entlastung des nachgeordneten Straßennetzes und der Ortsdurchfahrten.

Zwar hat die A 9 südlich des Hermsdorfer Kreuzes seit dem Ausbau der A 72 Hof – Chemnitz eine gewisse Entlastung erfahren, die durchschnittliche tägliche Verkehrsbelastung liegt in diesem Bereich derzeit aber immer noch bei 26.000 bis 28.000 Kfz/24h. Angesichts der für 2010 prognostizierten Verkehrsmengen von 43.000 bis 55.000 Kfz/24h mit einem Lkw-Anteil von über 20 % auf den Streckenabschnitten südlich des Hermsdorfer Kreuzes ist der Ausbau der A 9 zu einer durchgehend leistungsfähigen und sicheren Fernstraße unumgänglich.

Bedingt durch die Topografie der Mittelgebirgslandschaft weist die A 9 hier eine Vielzahl von Steigungen bzw. Gefällstrecken auf. Beim Bau der Autobahn in den 30er Jahren hat man mitunter Längsneigungen von über 5 % eingebaut. So etwa südlich der AS Triptis eine ca. 2 km lange Steigung von der Orla-Senke bis zum Hochpunkt des Wolchenberges. Das Fehlen von Standstreifen führt hier vermehrt zu Behinderungen, Staus und Unfällen – nicht zuletzt durch das hohe Lkw-Aufkommen. Im Zuge des Ausbaumaßnahmen werden diese extremen Steigungen ausgeglichen. Die maximale Längsneigung beträgt dann 4,5 %.

Volle einseitige Verbreiterung mit mehrfachem Seitenwechsel

Der Ausbau der A 9 orientiert sich durchgängig an der vorhandenen Trasse, der Regelquerschnitt beträgt nach Fertigstellung 35,5 m (sechs Fahrstreifen plus Standstreifen). Nach Abwägung der in den Umweltveträglichkeitsuntersuchungen ermittelten Raumwiderstände, der raumordnerischen Gegebenheiten, des Lärmschutzes und der vertretbaren Baukosten ergibt sich in diesem Streckenabschnitt ein mehrfacher Wechsel der Verbreiterungsseite:

Betriebs-km 205 bis 209: östliche Verbreiterung;
Betriebs-km 209 bis 214: westliche Verbreiterung;
Betriebs-km 214 bis 223,7: östliche Verbreiterung;
Betriebs-km 223,7 bis 224: westliche Verbreiterung;
Mit diesen Wechseln der Verbreiterungsseite wird den Belangen aus Natur und Landschaft weitestgehend Rechnung getragen. Ein Seitenwechsel beispielsweise wird in Kauf genommen, um die Teichgruppe auf der Höhe von Moßbach (km 212,3) nicht zu beeinträchtigen. Weiter südlich (ca. zwischen km 220 bis 222) wird durch die gewählte Verbreiterungsseite der Erhalt der Hohenofenmühle gewährleistet. Der Seitenwechsel am Ende des Planungsabschnittes leitet über zum südlich anschließenden Abschnitt, in dem zunächst auch auf der Westseite verbreitert wird.

Der einseitgen Verbreiterung wird grundsätzlich der Vorzug gegeben, da im Gegensatz zur symmetrischen Verbreiterung

nur auf einer Seite der Autobahn in die Natur eingegriffen werden muß und
der Verkehrsfluß auf der Autobahn während der gesamten Bauzeit vierstreifig aufrechterhalten werden kann
Anschlußstelle Ditttersdorf (L 1077)

Die Anschlußstelle wird als unsymmetrisches halbes Kleeblatt (bisher symmetrisch) mit innen- und hintereinanderliegenden Linksabbiegespuren ausgebildet. Die Auf- bzw. Abfahrtsrampen liegen dann südlich bzw. nördlich der Landesstraße L 1077, wodurch die Ein- und Ausfahrsituation nach beiden Richtungen verbessert wird. Die L 1077 wird im Anschlußstellenbereich nach Norden verschoben, so daß das Überführungsbauwerk neben dem bestehenden neu errichtet und der Verkehr auf der L 1077 während der Bauzeit weitestgehend aufrechterhalten werden kann. Nach Fertigstellung der neuen Brücke wird die alte abgebrochen.

PWC-Anlage

Bei Betriebs-km 222,9 wird der bestehende Rastplatz beidseitig der Autobahn ausgebaut und mit einer WC-Anlage ausgerüstet. Auf jedem Rastplatz stehen dann Stellplätze für 40 Pkw und 14 Lkw (einschließlich Busse) zur Verfügung.

Die Bahnlinie Triptis – Blankenstein wird stillgelegt und damit entfällt das Überführungsbauwerk für die Eisenbahn.

Verbesserung der Umweltsituation durch die Ausbaumaßnahme

Bei Planung und Realisierung der Verkehrsprojekte Deutsche Einheit – Straße wird den Belangen der Umwelt grundsätzlich ein außerordentlich hoher Stellenwert beigemessen. Im Zuge der Verbreiterung der A 9 wird eine Reihe von Maßnahmen realisiert, durch die die bestehenden Belastungen für Mensch und Natur reduziert werden:

Schadstoffreduzierung
Durch den Gradientenausgleich an extremen Steigungs- und Gefällstrecken wird der Verkehrsfluß – insbesondere für den Schwerlastverkehr – deutlich verbessert, die Staubildung minimiert. Eine Reduzierung des Schadstoffausstoßes ist die Folge.
Lärmschutz
In siedlungsnahen Bereichen werden dort, wo Immissionsgrenzwerte überschritten werden, aktive (Lärmschutzwände und –wälle) bzw. passive (Schallschutzfenster) Lärmschutzmaßnahmen durchgeführt.
Entwässerung
Im Bereich von Trinkwasserschutzzonen wird das gesamte Oberflächenwasser der Autobahn in ein geschlossenes Rohrleitungssystem geleitet und an topografischen Tiefpunkten Regenrückhalte- und Klärbecken zugeführt. Außerhalb der Wasserschutzgebiete wird das Wasser, das nicht versickert, über Mulden zum Vorfluter geführt. Für den Fall, daß größere Wassermengen anfallen, werden auch hier Regenrückhaltebecken vorgeschaltet.
Landschaftspflegerischer Begleitplan
Für unvermeidbare Eingriffe in Natur und Landschaft, die durch Bau, Anlage und Betrieb einer Autobahn entstehen, werden umfassende Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen erarbeitet. Art und Lage der Maßnahmen richten sich nach den Funktionsverlusten, die durch den Eingriff bedingt sind, und nach dem Entwicklungsbedarf des umliegenden Raumes. In enger Abstimmung mit den zuständigen Naturschutzbehörden wird – parallel zur eigentlichen Straßenplanung – ein Landschaftspflegerischer Begleitplan (LBP) erarbeitet. Die durch die Autobahn hervorgerufenen unvermeidlichen Beeinträchtigungen werden als Konflikte erfaßt und nach ihrer Schwere bewertet. Entsprechend werden Maßnahmen entwickelt, die zur Verminderung von Eingriffen bzw. als Ausgleich oder Ersatz zu realisieren sind. Die Maßnahmen des LBP sind Bestandteil des Planfeststellungsverfahrens und –beschlusses.
Auch im vorliegenden Streckenabschnitt der A 9 zwischen Triptis und Schleiz wird eine Vielzahl von Maßnahmen zum Schutz der Natur bzw. zur Kompensation der unvermeidbaren Eingriffe durchgeführt:

Anlage von extensivem Grünland mit Gehölzgruppen und Streuobstwiesen
Extensivierung intensiv genutzer landwirtschaftlicher Flächen
naturnahe Laubwaldaufforstungen
Bachrenaturierungen
Teichentschlammung
Neuanlage von Teichen
Einen besonderen Schwerpunkt stellt das Plothen-Drebaer-Teichgebiet dar, das als EU-Vogelschutzgebiet registriert ist. Innerhalb dieses Gebietes wurden konzentriert Maßnahmen geplant, die der Entwicklung und dem Erhalt der Einzigartigkeit dieses Gebietes dienen, wie z.B.

die Renaturierung des Töpferteiches
des Katzentümpels
die Feuchtbiotopentwicklung am Döhringteich
sowie die Neuanlage mehrerer Teiche.
Im Zuge der Verträglichkeitsuntersuchung des Ausbauvorhabens nach BNatSchG § 19c wurden folgende zusätzliche Schutz-, Vermeidungs- und Minderungsmaßnahmen vorgeschlagen:

Verzicht auf einen Arbeitsstreifen auf der Nicht-Ausbauseite in Teilbereichen
Verlegung der Baustraße im Bereich des Schafteiches
Verlegung der Baustelleneinrichtung im Bereich des Heckenbaches
Verlegung eines Regenrückhaltebeckens, Einzelgehölzschutz im Bereich des Pörmitzteiches.

 

22.07.2003
Hoffnung für Oberlandbahn

Ab 1. Oktober 2003 sollen auf der Oberlandbahn Triptis-Friesau wieder Güterzüge rollen.
Näheres an dieser Stelle wenn uns genauere Informationen vorliegen.

22.07.2003
Loktransport nach Malaysia

Genie oder Wahnsinn ist die Frage wenn solche Auswüchse logistischer Kraftanstrengungen in Zeiten des Umdenkens hin zur Schiene auch noch als Erfolgsmeldung veröffentlicht werden. Bilden Sie sich bitte Ihre eigene Meinung:

(Pressemeldung Schenker, 22. 7. 03)
Statt auf Schienen liess die Schenker Deutschland AG am 21. Juli 2003 eine Lokomotive auf dem Asphalt von Kassel nach Hamburg rollen. Mit einem erstmals für Lokomotiven-Transporte eingesetzten technischen Konzept lösten Deutschlands führender Dienstleister für integrierte Logistik und der Hersteller Bombardier einen Schwertransport von insgesamt 20 Lokomotiven, die für die Staatsbahn von Malaysia bestimmt sind. Die übrigen Loks folgen in Einzelfahrten bis Dezember 2003.
Der Transport der ersten Lok in der Nacht vom 21. auf den 22. Juli war eine Premiere. In Deutschland und auch weltweit dürfte diese Schwertransportlösung für Bombardier einmalig sein. Sie wurde von der Schenker-Spezialtransportabteilung in Kassel mit Unterstützung der Kollegen in Hagen in Zusammenarbeit mit Bombardier erarbeitet. Bei den Lokomotiven vom Typ DE-AC 33C „Blue Tiger“ mit dieselelektrischer Drehstromantriebstechnik (Leistung: 2.460 kW gleich 3.450 PS, Gewicht: 115 Tonnen, Zugkraft: 456 kN) wurden die kompletten Drehgestelle mit den Radsätzen demontiert und durch Pendelachsen der schweren Baureihe „Inter-Combi“ des Herstellers Scheuerle ersetzt.
Eine Schwerlast-Zugmaschine, zugelassen für ein Zuggewicht von 240 Tonnen, bewegt die Lok mit einer Zugstange wie einen Anhänger über die gesamte Wegstrecke. Den Vorteil dieser Technik erläutert Michael Korn, Stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der Schenker Deutschland AG und unter anderem zuständig für Spezialtransporte: „Mit dieser Lösung ist der Transportkorso deutlich kürzer und wesentlich leichter. Dies macht uns auf der Straße wesentlich flexibler und den Transport für unseren Kunden Bombardier deutlich preiswerter.“
Üblicherweise werden Lokomotiven mit einer aufwändigen und schwerfälligen Kesselbrücke transportiert. Mit der innovativen Lösung, Loks direkt auf die Achsen zu setzen, ist der Spezialtransport von Schenker im Vergleich zu anderen Alternativen mit 33 Meter Länge und mit 153 Tonnen Gesamtgewicht deutlich kürzer und leichter

 

02.07.2003
10.000 Besucher auf der Website von HOELLENNETZ

 

16.06.2003
Bayern: Gutachten zum Schienengüterverkehr im Chemiedreieck

Pressemitteilung über die Aktivitäten des bayerischen Verkehrsministeriums zur Einsparung von jährlich 30.000 LKW Fahrten.
Geht es bei der Infrastrukurdiskussion Südthüringen/Oberfranken nicht gar um 110.000 LKW Fahrten pro Jahr, oder machen diese Bewegungen vor der bayerischen Landesgrenze Halt?
Sicher nicht, so sollte man von bayerischer Seite auch für unser Projekt die angemessenen Anstrengungen unternehmen. Aufschlussreich zu wissen wäre wer denn das besagte Gutachten finanziert hat, der Bund? die privaten EVU’s? die privaten EIU’s? Speditionen………..oder gar der Freistaat??

Die Straßen in Südostbayern können um jährlich 30.000 Lkw-Fahrten entlastet werden. Zu diesem Ergebnis kommt ein neues Gutachten, das vom Bayerischen Wirtschafts- und Verkehrsministerium in Auftrag gegeben worden ist. Demnach ist es möglich, daß die Unternehmen im Chemiedreieck München/Prien/Burghausen durch Verkehrsbündelung Güter von über einer halben Million Tonnen jährlich von der Straße auf die Schiene verlagern können. Voraussetzungen hierfür sind Verbesserungen bei der Infrastruktur für den kombinierten Verkehr und beim Güterverkehrsangebot.
Bayerns Wirtschafts- und Verkehrsminister Otto Wiesheu nannte die Resultate des Gutachtens „ermutigend und positiv für die Region“. Sie seien Rückenwind für die Bemühungen Bayerns, die Möglichkeiten des Schienentransports für die Wirtschaft noch besser zu nutzen. Er kündigte an, beim Bund und den Verkehrsunternehmen auf die notwendigen Verbesserungen zu drängen. „In die Umsetzung muß Zug kommen. Nur als attraktive und wirtschaftliche Alternative wird die Schiene bei den Unternehmen in der Region Akzeptanz hervorrufen“, so Wiesheu.
Laut dem Gutachten sollen zum ersten neue Züge zu den deutschen Seehäfen und den dortigen Wirtschaftsräumen sowie ins Ruhrgebiet und nach Norditalien angeboten werden. Als Basis sollen zunächst werktäglich je ein zusätzliches Zugpaar vom Chemiedreieck nach Köln, Hamburg/Bremerhaven und Verona eingerichtet werden. Zum zweiten ist ein regionales Bedienungskonzept für die Schiene, aber auch für den Vor- und Nachlauf auf der Straße und für die Zusammenstellung der Fernzüge sowie deren Eingliederung in ein Fernverkehrskonzept umzusetzen. Nicht zuletzt muß eine Umschlaganlage für den kombinierten Verkehr errichtet werden. Minister Wiesheu forderte den für Güterverkehr gesetzlich zuständigen Bund auf, hierfür Mittel aus seinem Förderprogramm “Kombinierter Verkehr“ zur Verfügung zu stellen.
Das Gutachten zur “Sicherung der Leistungsfähigkeit des Schienengüterverkehrs im Wirtschaftsschwerpunkt Chemiedreieck“ ist im Logistik-Kompetenzzentrum Prien in Zusammenarbeit mit den verladenden Unternehmen aus dem Chemiedreieck erstellt worden. Dabei sind das derzeitige Verkehrsaufkommen und die Verkehrsströme analysiert worden. Minister Wiesheu zeigte sich erfreut, daß sich die Unternehmen aktiv beteiligt haben. Er ist sich mit der Wirtschaft im Chemiedreieck einig, daß die Region, die zu den wirtschafts- und strukturstärksten Gebieten in ganz Deutschland gehört, mehr denn je eine attraktivere Verkehrsanbindung braucht. (Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Verkehr und Technologie, 16. 6. 03).

 

05.06.2003
Bauarbeiten Triptis-Marxgrün zwischen Unterlemnitz und Friesau

Bis 13.06.2003 wird durch die DB Netz AG, ausführende Firma DGT, der Streckenteil Friesau-Unterlemnitz der Gesamtstrecke Triptis-Marxgrün instandgesetzt. Die Bauarbeiten laufen tagsüber bei Ausfall einer Bedienung unter rollendem Rad, es werden einzelne Holzschwellen getauscht und altbrauchbare Schienen eingebaut.
Am 28.05.2003 fand eine Streckenbefahrung auf dem Teilstück Triptis-Friesau statt. Ziel war auf Drängen von DB Cargo, die Streckenwiederinbetriebnahme für zusätzliche Güterbedienungen im Bahnhof Friesau für KHT und BHT von Triptis her zu untersuchen.

 

29.05.2003
Reaktivierung der Strecke Selb – As

Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wirtschaft, Verkehr und Technologie, 29.05.2003
Bayern hat alle Weichen für das Gutachten zur Reaktivierung der Schienenverkehrsstrecke von Selb nach As gestellt. Bayerns Verkehrsminister Otto Wiesheu hat darauf hingewiesen, daß die Auftragsvergabe sich alleinig dadurch noch verzögere, daß die tschechische Seite den Vertrag zum Gutachten noch nicht unterzeichnet habe. „Der Vertrag liegt von unserer Seite unterschriftsreif in Prag. Dort muß jetzt die letzte Schranke fürs Gutachten aufgemacht werden“, machte der Minister klar.
Wiesheu bekräftigte, daß die Zeit für die Gutachtensvergabe und -realisierung dränge. Bayern habe bei der Euregio Egrensis erreichen können, daß diese Mitte Mai die Förderfrist verlängert habe. Die Euregio, die das Projekt aus ihrem Dispositionsfonds mit EU-Mitteln finanziell unterstützt, hat als neuen letztmöglichen Fertigstellungstermin Ende September 2003 akzeptiert. Ursprünglich wäre der Bewilligungszeitraum Ende Juni 2003 abgelaufen.
Bayern und die Tschechische Republik hatten Ende 2001 gemeinsam beschlossen, vom Prager Planungsbüro Sudop ein Gutachten über die Reaktivierung der grenzüberschreitenden Schienenverkehrsstrecke von Selb nach As erstellen zu lassen. Die Studie kostet rund 17.000 Euro. Sie soll zu 50 Prozent aus dem bayerisch-tschechischen INTERREG IIIA-Programm der EU gefördert werden. Die andere Hälfte soll zu gleichen Teilen von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) und der tschechischen Seite finanziert werden. Erst Mitte April 2003 ist aber von der Ceske Drahy (CD) die Finanzierungszusage gekommen. Demnach soll der tschechische Anteil vom Bezirk Karlsbad sowie von Gemeinden der Region getragen werden. Die BEG hat darauf unverzüglich den Vertrag geschickt

 

26.05.2003
Infrastrukturgespräch in Ullersreuth bei Fa. Rettenmeier Holzindustrie

Am 26.05.2003 fand in Ullersreuth, veranstaltet durch die IHK Gera ein Infrastrukturgerspräch statt.
Die Veröffentlichung in der OTZ anbei:
Bahnstrecken in der Region wiederbeleben
Gespräch über die Infrastruktur Ullersreuth (OTZ/Küb.).

Die Entwicklung der Verkehrsinfrastruktur im Raum Lobenstein war das Thema einer Gesprächsrunde, die auf Initiative der IHK Ostthüringen zu Gera stattfand. Unternehmen des Holzkompetenzzentrums im Saale-Orla-Kreis diskutierten im Unternehmen Rettenmeier Holzindustrie in Ullersreuth mit Vertretern des Thüringer Wirtschaftsministeriums, der Deutschen Bahn AG und anderen Bahnunternehmen sowie Kommunalpolitikern.

Wie die IHK mitteilte, hätten die Unternehmen ein Konzept mit den notwendigen und dringend erforderlichen Ausbauvorhaben der Schienenverkehrsinfrastruktur vorgestellt. Ziel sei es, mindestens 30 Prozent (gegenwärtig 11 Prozent) ihres Transportvolumens mit der Bahn zu realisieren. Damit könnten jährlich 127 000 LKW-Fahrten eingespart werden. Als mögliche Lösung wurde die Reaktivierung der Oberlandbahn von Triptis bis Unterlemnitz, der Höllentalbahn von Blankenstein bis Marxgrün sowie der Bahnstrecke von Schönberg nach Hirschberg erörtert. Nur dadurch würde eine Steigerung des Schienengüterverkehrsanteils überhaupt möglich. Angeregt wurde weiterhin ein die Bundesländer übergreifendes Entwicklungskonzept für den Saale-Orla-Kreis sowie den Landkreis Hof, das sich intensiv mit dem Verkehrswegenetz und besseren Straßen- und Schienenverbindungen zwischen Thüringen und Bayern beschäftigen soll.
Das Ergebnis sind zwar keine Sofortlösungen, doch Netzbetreiber und Bahnanbieter sowie die verladende Wirtschaft werden in den nächsten Wochen weitere Gespräche führen.

 

20.05.2003
Mit Einigkeit für die Höllentalbahn
Thüringisch-bayerische Runde diskutiert über die Wiederbelebung der Strecke Blankenstein-Marxgrün

Am 16.05.2003 veranstaltete die Ferienregion Selbitztal und HOELLENNETZ in Naila ein Diskussionsforum zur Wiederbelebung der Höllentalbahn. Mehr als 2 1/2 Stunden wurde in Vorträgen und offener Diskussion das Thema nach den heutigen Kenntnissen beleuchtet.
Das gesamte Protokoll ist als pdf Datei  Prot16-05 abrufbar.
Die Presseveröffentlichung dazu ist in der Frankenpost vom 31.05.2003 unter
http://www.frankenpost.de/nachrichten/regional/resyart.phtm?id=467587 nachzulesen.

 

 

Eisenbahn-Journal 05/2003
doppelseitiger Bericht in den Bahn-Notizen über die Inititative zur Wiederbelebung der Höllentalbahn.

Zurück in die Hölle !

Während die Neuordnung des Schienengüternahverkehrs im Rahmen des MORA C-Konzepts der DB so mancher Strecken den letzten Bahnverlader geraubt hat, gibt es eine Gegend in der Nebenbahn-Güterverkehr floriert und gute Zukunftsschancen hat. Die Rede ist vom Ausnahmefall Lobenstein in Thüringen.

Zum einen gibt es in der Region eines der modernsten Zellstoffwerke der Welt, die ZPR in Blankenstein an der Saale. Richtig, der Ort liegt an der Fortsetzung der fränkischen Höllentalbahn. Täglich fahren derzeit nach/von Blankenstein zwei Güterzugpaare, die Waren und Produkte für das Werk transportieren. In Verbindung steht die ZPR auch mit dem Holzzentrum in Ebersdorf-Friesau an der Oberlandbahn Lobenstein – Triptis, ebenfalls Teil der ehemaligen bayerisch-thüringischen Verbindung Marxgrün – Triptis. In dem kleinen Ort auf der Hochfläche nördlich von Lobenstein hat sich die Firma Klausner Holz (KHT) angesiedelt. Es handelt sich dabei um Europas größtes Einzelsägewerk, gleichzeitig um den größten Lieferanten von Hackschnitzeln für die ZPR. Täglich werden derzeit 2000 t Hackschnitzel mittels ca. 160 LKW-Fahrten über enge Strassen und Ortsdurchfahrten von Friesau nach Blankenstein gebracht. Die Holzzufuhr für das Sägewerk, nochmals die gewaltige Menge von täglich 6500 Festmetern, erfolgt überwiegend per Lkw. Etwa 18 % davon kommen mit der Bahn. Außerdem ist in Friesau die Firma BHT ansässig, ein grosses Spanplattenwerk, das täglich seine fertigen Spanplatten in Schiebewandwagen an der Ladestrasse in Friesau auf die Reise schickt. Früher konnte zumindest ein Teil der Holzzüge aus Nord-Osten von Triptis her zugeführt werden. Von Ebersdorf-Friesau Richtung Triptis ist die Strecke derzeit aus technischen Gründen gesperrt. Ebersdorf-Friesau wird derzeit täglich viermal mit einer Übergabe von Lobenstein aus bedient. Auch samstags wird noch Fracht abgefahren.

Zusammen genommen ergibt diese Konstellation ein derart grosses Güterverkehrsaufkommen auf der KBS 557 Saalfeld – Lobenstein – Blankenstein, dass hier zusammen mit dem vertakteten ÖPNV die Auslastungsgrenze erreicht ist. Die Strecke wurde mit einem Aufwand von 60 Mio. Mark ausgebaut und für Streckenklasse D4 ertüchtigt. Loks der Baureihen 290/294 und 232 wechseln sich mit den modernen VT 641/642 auf der Strecke ab. Im März kamen auch weiterhin Loks der BR 204 zum Einsatz, teils in Doppeltraktion. Die Güterzüge sind mitunter bis knapp 450 Meter lang und erreichen Blankenstein mit 3 Loks. An manchen Tagen ist der Bahnhof Lobenstein fast zugestellt mit Güterwagen. Und das Schienengüteraufkommen soll nach dem Willen der ansässigen Betriebe hier bald sogar noch um ein Mehrfaches steigen.

Von der Fa. KHT war zum Beispiel zu erfahren, dass man liebend gerne das Transportvolumen auf der Schiene verdoppeln würde. Auch die Umgestaltung des ehemaligen Dorfbahnhofs in Ebersdorf-Friesau mit künftig zwei statt einem Gleisanschluss für KHT sowie einem eigenen Gleisanschluss für BHT, das ein weiteres Werk vor Ort errichten will, befindet sich in Planung.

Ein erster Versuch in die neue Richtung stellt auch der im Februar 2003 erprobte Shuttlezugverkehr zwischen KHT und ZPR dar. Mit Containermulden auf Slps-Wagen wurden eine Woche lang täglich zwei Züge mit Hackschnitzeln in das Zellstoffwerk transportiert. Es ist ein Ansatz, den umfangreichen LKW-Verkehr zwischen den beiden Werken einzuschränken. Die ZPR, zu DDR-Zeiten zu 90 % per Schiene bedient, will nach dem Umbau des Werkes zum ökologischen Vorzeigebetrieb (jetzt Sauerstoffbleiche statt giftigem Chlor) nun auch den ökologisch vorteilhaften Bahntransport in den Vordergrund stellen. Auch DB Cargo hat reagiert und die Bahnhöfe Lobenstein und Ebersdorf wieder im 24-Stunden-Betrieb für Rangierarbeiten und Abwicklung besetzt.

Die Achillesferse der bestehenden Pläne ist allein die derzeit einzige Zulaufmöglichkeit aus Norden von Saalfeld her. Um die genannte Tonnage überhaupt auf die Bahn bringen zu können, benötigt die Region wieder die Kapazitäten der Oberlandbahn von Triptis her und auch die Abfuhrmöglichkeit nach Süden über eine wieder in Betrieb genommene Höllentalbahn. Die Geschäftsführung von KHT erklärte jüngst bei einem Gespräch, dass es sich nicht lohne, in Erweiterung und Neubau von Gleisanschlüssen in Friesau zu investieren (im Millionenbereich!), wenn diese beiden Zuläufe nicht wieder hergestellt würden. Gleichzeitig betonte man, dass schon heute ausreichend Tonnage vorhanden ist, um wirklich alle drei Strecken auszulasten (Aufsplittung der Verkehre Süd/Nord)! Im Vergleich zu 1991, als die ZPR noch der einzige Großverlader bei Lobenstein war, ist bis 2002 eine Steigerung des gesamten Transportvolumens um 675 % eingetreten! Aufgrund eines bis dato fehlenden länderübergreifenden Konzepts für Strassen- und Schieneninfrastrukturentwicklung können die weiter wachsenden Güterverkehrsmengen nicht mehr bewältigt werden. Bei der Lösung dieses Problems wird die Schiene eine wichtige Rolle spielen.

Dies ist also die wohl einmalige Chance für die Region an Saale und Selbitz, die Bevölkerung vor einigen hundert LKW-Fahrten täglich samt deren Lärm und Abgasen zu bewahren. Damit ist belegt, was die „Initiative HOELLENNETZ“ seit über einem Jahr aktiv vorträgt: dass eine reaktivierte Höllentalbahn gleich dreifach ihre alte Rolle wieder einnehmen kann. Im Personenverkehr, im Güterverkehr sowie im touristischen Bereich. Die Nebenbahn Hof – Bad Steben, weitgehend für hohe Achslasten tauglich, wäre im Bestand gestärkt. Neue, zusätzliche Verkehre für den Bahnhof Hof mit dem 2002 eröffneten Containerterminal würden möglich. Eine Erschliessung aller Sehenswürdigkeiten vom Frankenwald bis zum Anfang der Hohenwartetalsperre bei Ziegenrück durch speziellen Bahn-Tourismus bietet sich geradezu an. Darüber hinaus ergibt sich zusammen mit dem angeregten Lückenschluss von Selb nach Asch in Tschechien ein internationaler Aspekt. Das „EgroNet“ könnte bis Südthüringen erweitert werden und durch die Gesamtrelation Saalfeld – Hof -Eger die Kurorte Bad Steben und Lobenstein mit dem Böhmischen Bäderdreieck in idealer Weise verbinden.

Um diese Gedanken und die Einmaligkeit der Verwirklichungschance zu verbreiten, kämpft „HOELLENNETZ“ weiter im Schulterschluss mit den Betrieben, mehreren Städten sowie der Ferienregion Selbitztal mit Information für Bürger und Entscheidungsträger. Man möchte erreichen, dass die anno 2000 einseitig in Bayern getroffene Entscheidung gegen die Höllentalbahn (trotz positiven Gutachtens zum SPNV) revidiert wird und hier etwas entsteht, was der ganzen Region positive Impulse gibt. So steht man bereits in Kontakt mit Persönlichkeiten der Landespolitik in Thüringen und Bayern und auch mit privaten Eisenbahnbetrieben und setzt sich für eine neue gemeinsame Betrachtung aller drei genannten Faktoren ein. Das oberste Ziel ist die Wiederherstellung der Höllentalbahn.

Alle Aspekte müssen dafür gewichtet werden; auch die Tatsache dass die „Hölle“ unter Naturschutz steht. Jedoch gibt es Aussagen, wonach durch die Ausholzung des Urwaldes auf der Trasse. eine sehr wichtige Freistellung von Felsbiotopen erreicht wird und damit das seltene Artenspektrum im Tal gestärkt und gefördert würde. Eigentlich kann am Schluss der Betrachtung und bei Einbeziehung aller Fördermöglichkeiten nur herauskommen, dass das Saalegebiet Hof/Lobenstein/Saalfeld sich zu einer regelrechten Vorbildregion entwickelt, wo die viel propagierte Verlagerung des Güterverkehrs auf Schiene vorgemacht wird. Ganz nebenbei verschafft man den Anwohnern und dem ganzen Gebiet Entlastung von vielen Lkw und fördert zugleich noch den Tourismus in der strukturschwachen Gegend.
Weitere Informationen gibt es auch auf der Homepage der „Initiative HOELLENNETZ“ unter www.hoellennetz.de. Oder noch besser: Fahren Sie doch zur Hölle…

 

12.05.2003
Porzellan und Bäderzug wird offiziell von DB Regio beworben

Auch in der Saison 2003 fährt wieder der beliebte Porzellan- und Bäderzug. Er verbindet auf idyllischen Nebenbahnen das Fichtelgebirge mit dem Frankenwald und bietet viele Möglichkeiten für einen abwechslungsreichen und interessanten Tagesausflug.
Mit ein bisschen Glück können Fahrgäste des Porzellan- und Bäderzuges auch gleich den Fahrschein für den nächsten Ausflug gewinnen. Mit dem beliebten Rubbelspiel der Bahn werden 35 Bayern-Tickets im Gesamtwert von 735 EUR verlost. Für das leibliche Wohl der Fahrgäste sorgen die Münchberger Eisenbahnfreunde mit dem Verkauf von Getränken und Snacks.
Der in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft, der Markt Bad Steben, der Stadt Selb, den Münchberger Eisenbahnfreunden und der Bahnsozialwerk-Gruppe V100 Hof angebotene Zug verkehrt an den folgenden Samstagen:
17. Mai, 7. Juni, 12. Juli, 2. August, 9. August, 13. September, 4. Oktober
An diesen Tagen muss nur die Hinfahrt gezahlt werden, die Rückfahrt ist kostenlos. Seit der Einführung des neuen Preissystems fahren Kinder unter 15 Jahren übrigens kostenlos mit (in Begleitung der Eltern/Großeltern, bzw. eines Eltern-/Großelternteils und nicht bei Nutzung der alten BahnCard). Unter www.bahn.de/porzellanzug stehen der Fahrplan, weitere Informationen zum Porzellan- und Bäderzug, sowie ein Veranstaltungskalender zum Abruf bereit (Pressemeldung DB Regio Bayern, 12. 5. 03).

 

10.05.2003 OTZ
Gespräch im thüringer Wirtschaftsministerium
Nächstes Jahr soll Bau der Ortsumgehung beginnen

Lobenstein (OTZ/phag).
Im kommenden Jahr soll mit dem Bau der Brückenbauwerke für die große Ortsumgehungs-Trasse zur Entlastung der Orte Lobenstein, Ebersdorf und Friesau begonnen werden. Dies teilte Siegfried Schmieder, 1. Beigeordneter des Landrates, gestern unmittelbar nach einem Gespräch im Erfurter Wirtschaftsministerium mit.Vor drei Wochen hatte Schmieder persönlich in einem Brief an das Thüringer Wirtschaftsministerium die unhaltbaren Zustände hinsichtlich der Infrastruktur in der Lobensteiner Region geschildert und dringend um ein Gespräch gebeten, an dem u. a. Vertreter der Unternehmen ZPR Rosenthal, Klausner-Holz Thüringen (KHT) sowie Bau- und Holztechnik Thüringen (BHT) teilnehmen sollten.
Allein durch die fünf größten holzverarbeitenden Unternehmen der Region werden jährlich mehr als fünf Millionen Tonnen Fracht über die Straßen transportiert, was zirka 324 000 LKW-Fahrten zur Folge hat. Da es bislang vom Wirtschaftsministerium keine verbindliche Aussage zum Baubeginn der Ortsumgehungsstraße gegeben habe, hatte Schmieder nochmals die Dringlichkeit des Problems deutlich zu machen versucht.Bei dem gestrigen Gespräch sei zugleich gerade unter dem Gesichtspunkt der angespannten wirtschaftlichen Lage auf die Bereitschaft von Klausner-Holz zu weiteren Investitionen hingewiesen worden, die aber von einer funktionierenden Infrastruktur abhängig gemacht werde.
Durch die beiden Geschäftsführer Manfred Kunz (BHT) und Leopold Stephan (KHT) sei nochmals verdeutlicht worden, dass auch die Schienenstrecke „ertüchtigt“ werden müsse, dann könnten bis zu 30 Prozent der bisherigen Straßentransporte auf die Bahn verlegt werden. Hierzu habe das Wirtschaftsministerium angekündigt, mit den zuständigen Vertretern der Deutschen Bahn AG die entsprechenden Gespräche zu führen.
„Für den 23. Juni hat das Wirtschaftsministerium in Aussicht gestellt, die Planungen zur Ortsumgehungsstraße zu präsentieren“, kündigte Siegfried Schmieder gestern an, dazu solle auch die Bürgerinitiative Friesau eingeladen werden. Zudem würden die Planungen den Landwirten gezeigt, von denen Grundstücke für die Realisierung zu erwerben sind. Sollten Einzelne nicht zum Verkauf bereit sein, könnte sich der Baubeginn für das Gesamtvorhaben verzögern, machte Schmieder deutlich. Jedoch gebe es seit gestern die verbindliche Zusage des Wirtschaftsministers Franz Schuster (CDU), dass 2004 mit der Errichtung der zwei Brückenbauwerke für diese Ortsumgehung begonnen werde.

 

24.04.2003
Holztransporte auf Schiene würden Straßen entlasten
Beratung in ZPR Blankenstein mit Horst Friedrich von der FDP

Von OTZ-Redakteur Reinhard Kübrich Blankenstein.
Die holzverarbeitenden Unternehmen der Region wollen mehr Transporte auf die Schiene verlagern. Eine Steigerung das Anteils auf mindestens 30 Prozent würde 110 000 LKW-Fahrten weniger bedeuten.
Darüber informierte Leonhard Nossol, Kaufmännischer Geschäftsführer der Zellstoff- und Papierfabrik Rosenthal (ZPR) Horst Friedrich, Verkehrspolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion. Er machte sich bei seinem Besuch in Blankenstein mit den Problemen der ZPR, Rettenmeier Holzindustrie Ullersreuth sowie der Klausner Holz Thüringen (KHT), Bau- und Holztechnik Thüringen (BHT) und der ZHT-Holzverwertung im Gewerbegebiet Friesau vertraut. Die Holz- und Zellstofftransporte per Bahn liegen gegenwärtig bei einem jährlichen Güteraufkommen von insgesamt 4,7 Millionen Tonnen lediglich bei 13 Prozent. Nach Angaben der Deutschen Bahn sei die Strecke von Saalfeld nach Blankenstein mit dem Nebengleis bis Ebersdorf/Friesau ausgelastet. „Wir setzen uns dafür ein, dass das Gleis zwischen Triptis und Unterlemnitz wieder in Betrieb genommen wird“, erklärte Manfred Kunz, Geschäftsführer von BHT. Seit 1998 verkehren auf dieser Strecke keine Züge mehr. Und ein Gleisanschluss in Richtung Süden existiert für die Region schon seit 1945 nicht mehr. Gleich nach der Wende wurde gefordert, die Strecke zwischen Blankenstein und Marxgrün wieder befahrbar zu machen. So gebe es eine Verbindung nach Hof. Für die Wiederinbetriebnahme der Höllentalbahn existiert ein Gutachten, das unter Verschluss gehalten wird.
Kein Verständnis hatte Friedrich auch dafür, dass die Bahn seit dem vorigen Jahr zwischen Schönberg und Ullersreuth keine Züge mehr fahren lässt. Dabei verfügt das Sägewerk Rettenmeier über einen Gleisanschluss.Der FDP-Bundestagsabgeordnete zeigte sich beeindruckt von den Gütermengen, die von den fünf Unternehmen jährlich umgeschlagen werden und zollte seine Anerkennung für deren Bemühungen, mehr Transporte auf die Schiene zu verlagern. Er werde sich für die angesprochenen Strecken bei der Deutschen Bahn AG stark machen und wolle auch mit privaten Betreibern reden. Leider zeige die Bahn wenig Interesse an Nebenstrecken und versuche Mitwettbewerber auszugrenzen. Friedrich kritisierte auch, dass in den vergangenen Jahren Gleisanschlüsse zurück gebaut wurden. Jetzt strebe der Bund eine Gleisanschlussförderung an.

Kommentar: Politiker sollen helfen
Von Reinhard Kübrich
Die Straßen der Region sind überlastet. Tausende Tonnen werden täglich transportiert. In vielen Orten stöhnen die Anlieger über die Belastungen durch die LKW. Der vorgesehene Bau von Umgehungsstraßen wird zwar Entlastung bringen, doch die Gütermengen nehmen eher noch zu.
Deshalb ist es den Geschäftsführern der Holzindustrie hoch anzurechnen, dass sie sich sowohl für die Umgehungsstraßen einsetzen, als auch mehr Güter auf der Schiene transportieren wollen. Nun hoffen sie, dass ihnen auch die Politiker in Berlin helfen. Iris Gleicke von der SPD hörte sich kürzlich in Ebersdorf die Sorgen an. Seit kurzem weiß auch der aus Bayreuth stammende Horst Friedrich von der FDP, wo der Schuh drückt. Doch seine bisherigen Erfahrungen mit der Bahn lassen wenig Hoffnung aufkommen.
Leonhard Nossol von der ZPR kann es nicht verstehen, dass einerseits die rot-grüne Bundesregierung mehr Transporte auf die Schiene verlagern will und andererseits die Bahn als eine „Tochter“ des Bundes immer mehr Nebenstrecken lahm legt.
Gewiss, die Gleise zwischen Triptis und Unterlemnitz sind in die Jahre gekommen und es würde schon viel Geld kosten, um diese Strecke wieder zu reaktivieren. Auf Sicht dürfte sich dies aber rechnen. Zumal BHT und KHT erneut investieren wollen. Und die ZPR unterstützt die Bestrebungen, die Lücke nach Marxgrün wieder zu schließen.

 

22.04.2003
Diskriminierungsfreier Zugang zu Trassen wird vom EBA geprüft

Besonders interessant für private SGV Unternehmen welche auf der nahe der Auslastung stehenden Strecke Saalfeld-Blankenstein fahren wollen würden wenn nicht ………
Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) prüft derzeit bei ca. 160 Eisenbahninfrastrukturunternehmen, nach welchen Modalitäten diese die Trassenvergabe durchführen.
Gegen ein marktführendes Infrastrukturunternehmen hat das EBA ein Verfahren eingeleitet. Die Behörde prüft hier, ob die von diesem Infrastrukturunternehmen selbst gestalteten „Konstruktionsprinzipien“ für die Vergabe von Eisenbahntrassen diskriminierend oder sonst mit geltendem Recht unvereinbar sind. Ein besonderes Augenmerk richtet die Behörde auf den Teil der „Konstruktionsprinzipien“, der in der Praxis zu einer Bevorzugung von „Altkunden“ führt.
In einem ersten Schritt ordnete das EBA an, dass das marktführende Eisenbahninfrastrukturunternehmen vor dem Abschluss von Trassenverträgen die Behörde in Konfliktfällen umfassend über den beabsichtigten Vertragsabschluss und die Vergabegründe informiert.
Durch die zum 01.07.2002 in Kraft getretenen Änderungen des Allgemeinen Eisenbahngesetzes (AEG) wurden die Aufgaben und Befugnisse des EBA erweitert. Seitdem überwacht das EBA in weit stärkerem Maß, dass Eisenbahninfrastrukturunternehmen den Eisenbahnverkehrsunternehmen grundsätzlich uneingeschränkt den Zugang zur öffentlichen Eisenbahninfrastruktur gewähren. Einen Schwerpunkt legt das Amt dabei auf Diskriminierungsfreiheit, denn das EBA ist nunmehr ermächtigt, Diskriminierungen von Amts wegen zu untersuchen und verpflichtet festgestellte Beeinträchtigungen zu untersagen.
Pressemitteilung Eisenbahnbundesamt 22.04.2003

 

17.04.2003
Dampf-Nostalgieprogramm Thüringen 2003

Eisenbahn-Nostalgie wird in Thüringen groß geschrieben: mit Dampfloks bespannte historische Sonderzüge starten in diesem Jahr zu mehr als 20 Fahrten. Darüber informiert eine Broschüre, die jetzt in den ReiseZentren der Deutschen Bahn und in Tourist-Informationen in Thüringen zu haben ist.
Auftakt für das Nostalgiefahrtenprogramm wird 31. Mai ein Sonderzug auf der Schwarzatalbahn zwischen Rottenbach und Mellenbach zum 80jährigen Jubiläum der Oberweißbacher Bergbahn – der steilsten Standseilbahn für den Transport normalspuriger Wagen – sein.
Gleich zwei „Dampfrösser“ mit Wagenzügen setzen sich am 15. Juni in Bewegung: so fährt der „Saale-Orla-Express“ von Saalfeld zum Stadtfest nach Triptis und zum Brunnenfest nach Neustadt/Orla, und der „Werra-Express“ bringt auf der Route Eisenach – Meiningen – Rauenstein – Sonneberg Gäste zur Einweihung des Fahrradweges „Schaumberger Land“ nach Rauenstein und zurück.
Der „Olitäten-Express“ lädt an vier Sonntagen von Mitte Juli bis Mitte August Wanderfreunde ein, im romantischen Schwarzatal den Spuren der einstigen „Buckelapotheker“ zu folgen, die Heilkräuter sammelten und verarbeiteten. Als „Schneekopf-Express“ fährt am 6. Juli ein Dampfsonderzug von Erfurt nach Oberhof zum Gipfeltreffen, und als „Feen-Express“ bringt der historische Wagenzug am 23. August Festgäste zwischen Eisenach, Erfurt, Weimar und Jena nach Saalfeld zum „Detscher-Fest“ und zu den Feengrotten.
Weiter stehen auf dem Programm Touren des „Gruben-Express“ zum Schaubergwerk nach Sondershausen, des „Rotkäppchen-Express“ zur Sektkellerei Freyburg und des „Krustel-Express“ am „Tag des offenen Denkmals“ am 14. September nach Neuhaus am Rennweg.
Wie schon seit mehreren Jahren gibt es an den Wochenenden vom 20. September bis 12. Oktober und am 3. Oktober (gegenüber dem Programmheft geänderter Termin) wieder „Dampf im Elstertal“ mit Fahrten von Gera bis ins tschechische Cheb (Eger).
Bei den Touren gehen die Dampfloks verschiedener Eisenbahnvereine aus Thüringen auf Fahrt und ziehen den Thüringer Traditionszug, der derzeit aus fünf Reichsbahn-Wagen aus den Baujahren 1966 bis 1989 besteht. Auf diese Kooperation hatten sich die Nahverkehrsservicegesellschaft Thüringen, DB Regio – Verkehrsbetrieb Thüringen und die in Thüringen beheimateten Vereine verständigt.
Mit dem Nostalgieprogramm hatte sich der Verkehrsbetrieb Thüringen im Vorjahr um den vom Thüringer Wirtschaftsministerium ausgelobten Marketingpreis beworben und einen der fünf Hauptpreise gewonnen. Ausschlaggebend waren dabei Originalität, Marktfähigkeit sowie Vernetzung mit anderen touristischen Offerten. Die Broschüre kann per e-mail bestellt werden über rene.siegling@bahn.de (Pressemeldung Deutsche Bahn, 17. 4. 03).

 

13.04.2003
Der Porzellanzug kommt

Die Eisenbahnfreunde der BSW-Gruppe V 100 Bw Hof und der EBG Münchberg bieten in Zusammenarbeit mit DB Regio Bayern und den beteiligten Gemeinden auch im Jahr 2003 wieder den beliebten „PORZELLAN- UND BÄDERZUG“ an. Dieser verbindet an ausgewählten Samstagen zwischen Mai und Oktober den Bäderort Staatsbad Bad Steben und die Porzellanstadt Selb. Der im Jahr 2003 mit dem „historischen“ VT 614 gefahrene „PORZELLAN- UND BÄDERZUG“ führt uns über die Städte Naila, Selbitz, Hof und Rehau, direkt vom Frankenwald ins Fichtelgebirge.

12.04.2003
Spurensuche

Trasse Höllentalbahn
Trasse Höllentalbahn
Kiolometerstein Höllentalbahn

Auch 31 Jahre nach Beendigung des Zugverkehres und 21 Jahre nach dem Gleisabbau sind entlang der Trasse noch vielfältige Reste des Bahnbetriebs zu entdecken.

 

28.03.2003
Berichterstattung in OTZ
Unternehmen wollen mehr Holz auf Schiene befördern

Gespräch mit Staatssekretärin Iris Gleicke in BHT
Saalburg-Ebersdorf. Die Firmen Zellstoff- und Papierfabrik Rosenthal in Blankenstein (ZPR), Klausner Holz Thüringen (KHT), Bau- und Holztechnik Thüringen (BHT) und die ZHT Holzverwertung im Gewerbegebiet am Ebersdorf/Friesauer Bahnhof sowie die Rettenmeier Holzindustrie Ullersreuth schlagen jährlich etwa 5,4 Millionen Tonnen Güter um. Elf Prozent davon werden mit der Bahn transportiert. Wir könnten dieses Potenzial auf 30 bis 40 Prozent steigern, erklärte gestern Leonhard Nossol, Kaufmännischer Geschäftsführer der ZPR auf einer Zusammenkunft mit Iris Gleicke,
Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, und der SPD-Bundestagsabgeordneten Christine Lehder, im BHT.
Und auch die Straßen, die wir brauchen, sind noch nicht gebaut, ergänzte Nossol. Alle Unternehmen würden sich schon seit Jahren für eine bessere Infrastruktur der Verkehrswege einsetzen. Dies sei gleichzeitig eine Voraussetzung für weitere Investitionen. So würde allein KHT etwa zwei Millionen Euro für einen neuen Gleisanschluss aufwenden. Nach Aussage der Deutschen Bahn AG (DB) sei die Strecke zwischen Saalfeld und Lobenstein ausgelastet. Sie soll auch angekündigt haben, ab dem 28. April auf dem Teilstück zwischen Unterlemnitz und Ebersdorf keine Güter mehr zu transportieren. Diese Aussage entkräftete gestern Renate Wicher, Pressesprecherin der DB für Thüringen. Der Zustand der Strecke sei schlecht und ein dringender Sanierungsbedarf vorhanden. Die Bahn werde bis Ende April eine Lösung finden. Ihr sei nicht daran gelegen, die Strecke zu sperren.
Wir sind stark daran interessiert, dass die gesamte Strecke von Lobenstein nach Triptis wieder für den Güterverkehr geöffnet wird, forderte Geschäftsführer Leopold Stephan von KHT. Etwa fünf Millionen Euro seien für den Ausbau nötig, informierte Dr. Hartmut Storz, Fachbereichsleiter im Landratsamt.
Es gibt auch Bestrebungen, die seit Jahrzehnten stillgelegte Bahnstrecke zwischen Blankenstein und Marxgrün zu aktivieren, um einen Verkehrsweg in Richtung Süden zu haben.
Jürgen Köhler, Geschäftsführer der delta Holz
GmbH, beklagte, dass die Bahn seit Ende 2002 die Strecke von Schönberg nach Ullersreuth geschlossen hat. Über 200000 Tonnen Rundholz werden seitdem zusätzlich pro Jahr auf der Straße transportiert.
Erklärtes Ziel der rot-grünen Bundesregierung sei es, so Gleicke, mehr Transporte von der Straße auf die Schiene zu verlagern. Sie sicherte zu, die Bahnprojekte zu prüfen und sich über den vorgesehenen Bau der Umgehungsstraßen zu informieren. Versprechungen könne sie keine abgeben.
Presseartikel auch als pdf Datei    OTZ-03-03-28

 

27.03.2003
erklärte Verkehrspolitik auf Bundes- und Landesebene

Keine aktuelle Neuigkeit, aber es sollte regelmässig vergegenwärtigt werden:

Antwort der Bundesregierung zur Bahnreform und Eisenbahnpolitik
04.07.2000
Die Bundesregierung hat am 28. Juni auf eine Große Anfrage der Koalitionsfraktionen zur Bahnreform und Eisenbahnpolitik geantwortet. Dabei gab die Bundesregierung Auskunft über ihre Strategie zur Stärkung des Schienenverkehrs, zu den wichtigsten Eckdaten sowie zu Europäischen Aspekten des Schienenverkehrs.
Auszug:
Die Kapazitäten beim Straßen – und Flugverkehr stoßen immer mehr an ihre Grenzen. Die durch sie verursachten Umweltbelastungen sind enorm. Deshalb ist ein umfassendes Verkehrskonzept gefordert, das alle Verkehrsträger integriert und es ihnen ermöglicht, ihre spezifischen Vorteile zur Geltung zu bringen. Die Schiene muß dabei eine tragende Rolle übernehmen.
Unbestritten liegen die arteigenen Vorteile des Eisenbahnverkehrs im Transport von Gütern über mittlere und weite Entfernungen, also im grenzüberschreitenden, europaweiten Verkehr und gerade auch im Handelsverkehr zu den mittel- und osteuropäischen Staaten. Hier gilt es die erfolgversprechenden Chancen für die Bahn zu nutzen.

Bayern Weltregion und Heimat
Innovativ – sozial – eigenständig

Regierungserklärung
des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber
vor dem Bayerischen Landtag am 29. Oktober 1998
Auszug:
Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur
Die weitere Verbesserung und Ergänzung unserer Verkehrsinfrastruktur ist für den gesamten deutschen Wirtschaftsstandort überlebenswichtig. Deshalb tritt die Bayerische Staatsregierung für einen zügigen Ausbau der Bahninfrastruktur ein. Dazu gehören der Neubau von leistungsfähigen Hochgeschwindigkeitsstrecken, der Ausbau und die Reaktivierung von Strecken, der breitere Einsatz der Neigetechnik und der weitere Ausbau der S-Bahn-Netze in München und Nürnberg.

20.03.2003
Anschubsen wenn es klemmt

Immer dann, wenn es von alleine nicht mehr so richtig läuft, oder wenn besondere Entscheidungen anstehen, sucht man sich einen Berater. Da unterscheidet sich der Moloch Deutsche Bahn nicht so sehr von anderen Unternehmen oder gar dem Staat. So gibt denn seit Oktober 2002 der Hofer Georg von Waldenfels, ehemaliger Finanzminister Bayerns und späterer Top-Manager des Viag-Konzerns, der Bahn Ratschläge, die auf seinem profunden politischen Wissen und Feingefühl basieren. Von Waldenfels, zuständig als politischer Berater des Vorstandes der Deutschen Bahn für Bayern, gehört damit zu einem Gremium von insgesamt fünf politischen Beratern, die dem Bahn- Vorstand beistehen.

In einem Redaktionsgespräch mit Werner Mergner informierte sich jetzt Herr von Waldenfels über die Bahnsituation in der Region.
Ein schöner Satz im Bericht :…….. Oder die kleinen grenzüberschreitenden Zugverbindungen, die bei der EU Osterweiterung eine neue Bedeutung erhalten können.
Wenn da nicht Selb-As und die HTB gemeint ist…………..

 

20.03.2003
Berichterstattung in Frankenpost:
DISKUSSION IM GEMEINDERAT BAD STEBEN

Fritz Sell: Höllentalbahn ist ökologisch wichtig

BAD STEBEN – Mit der Wiederinbetriebnahme der Höllentalbahn beschäftigte sich der Marktgemeinderat Bad Steben in seiner jüngsten Sitzung. Fritz Sell stellte dem Gremium dabei die Vorstellungen der Initiative „Höllennetz“ vor. Das Projekt würde rund 15 Millionen Euro kosten.
Fritz Sell, Mitbegründer der Initiative, machte gleich zu Beginn deutlich, dass die Wiederinbetriebnahme der Bahn aus ökologischer Sicht wichtig wäre. Als reine Tourismus-Attraktion sei das Projekt jedoch wirtschaftlich nicht machbar. Auf der geschichtlich gewachsenen Bahnstrecke Marxgrün – Blechschmidtenhammer war im April 1945 der letzte Zug verkehrt. Die Teilung Deutschlands hatte der Bahnverbindung zwischen Bayern und Thüringen ein jähes Ende bereitet.
Das bayrische Wirtschaftsministerium habe vor drei Jahren mit einem Gutachten die Unwirtschaftlichkeit der Bahnstrecke dargestellt. Diese Studie hat aber nach Ansicht von Sell nicht alle Fakten berücksichtigt. Neben einer Marketin-Strategie für den Tourismus, die bereits der angrenzende Freistaat Thüringen erstellt hatte, kämen als weiteres „Standbein“ der Personen- und Güterverkehr hinzu.
Vor allem der Transport von Gütern auf Schienen könnte der Höllentalbahn nach Meinung von Fritz Sell in der Wirtschaftlichkeit „schwarze Zahlen“ bescheren. Mit den fünf großen holzverarbeitenden Betrieben in Thüringen und der anstehenden EU-Erweiterung wäre der Schienentransport eine Güterbeförderung der „kurzen Wege“.
In Richtung Osten könnten bei einer Fahrstrecke von 87 Kilometern mit 459 Höhenmetern demnach 569 000 Liter Diesel jährlich gegenüber der bisherigen Straßenbeförderung eingespart werden, gab der Eisenbahn-Experte zu bedenken. Dass sich Güterverkehr und Touristen-Attraktion auf einer Bahnstrecke nicht ausschließen, könne man im vogtländischen Elstertal erkennen, zerstreute Fritz Sell, die von Alexander Volkmar (CSU) geäußerten Bedenken im Hinblick auf die von den Gästen geschätzte Ruhe im Höllental.
Den positiven Effekt einer Wiederinbetriebnahme der Höllentalbahn für den Fremdenverkehr und einer Aufwertung der Bahnstrecke Hof -Bad Steben sah Bürgermeister Bert Horn. Das Gemeindeoberhaupt bewertete daher die Aktivitäten der Initiative „Höllennetz“ als positiv.
Als „wünschenswert“ bezeichnete Alexander König (CSU) den Schienenverkehr durch das wildromantische Höllental. König erinnerte an die von Bayern und Thüringen erstellten Wirtschaftlichkeitsgutachten. Der Knackpunkt sei -wie meistens – die Finanzierung, zu der neben dem Freistaat (für Personenbeförderung) auch der Bund in die Pflicht genommen werden müsste. R.S.

Leider ist unsere Argumentation zur Kraftstoffeinsparung wiederum falsch dargelegt worden, deshalb an dieser Stelle nochmal die richtige Darstellung:
Kraftstoffeinsparung von 569.000 Liter Diesel pro Jahr bei Führung nur eines täglichen Güterzugpaares über die HTB Richtung Süden anstelle der heutigen Zu- oder Abfuhr über Saalfeld, errechnet aus dem Wert Kraftstoffverbrauch/Tonne Ladung /Weglänge alleinig aus der Wegmehrlänge ohne Wertung der Höhenmehrüberwindung.

 

16.03.2003
www.HOELLENNETZ.de umfassend überarbeitet

Insbesondere die Abteilungen Status, Fakten, Perspektive wurden in der Argumentation gestrafft und den bisherigen Geschehnissen angepasst.
Bilder von der Oberlandbahn aus Ziegenrück

 

08.03.2003
EVU Stahlwerk Thüringen auf Lehrfahrt nach Blankenstein

Die Werkbahn des Stahlwerk Thüringen führte eine Lehrfahrt mit 203-28 als LZ von Saalfeld bis Blankenstein und zurück durch. Vier Mann auf der Lok nahmen dabei zwischen Lobenstein und Blankenstein auch einen Teil der Strecke Triptis-Marxgrün in Augenschein.

Das EVU Stahlwerk Thüringen betreibt sechs Loks und fährt bereits weit ausserhalb eigener Werksgleise bis Magdeburg.

 

28.02.2003
Höllentalbahn-Strecke mit Zukunft?

Im Jahreskalender 2003 des Frankenwaldvereins berichtet Werner Pöllmann über die Geschichte und Perspektive der Höllentalbahn. Der komplette Text ist auf unserer HP unter Historie mit freundlicher Genehmigung des Autors und des Ackermann Verlags Hof wiedergegeben.

 

25.02.2003
Neuer Gleisanschluss für Warsteiner Brauerei im Schutzgebiet

Ein Beispiel wie gesamtökologische und wirtschaftliche Betrachtungen sogar einen Neubau einer Gleistrasse in besonders sensiblen Bereichen rechtfertigen ist der im Moment entstehende Gleisanschluss für die Warsteiner Brauerei. Die Prognosen für die Gütermengen belaufen sich dabei auf ca. 800 to/Tag (ein Zug) entspricht 16.000 LKW Fahrten/Jahr.

21.02.2003
Volles Haus in Blankenstein

294 in Blankenstein
204 in Blankenstein
204 in Blankenstein

Mit 420m Zuglänge, 20 Vierachsern und drei Loks kam die Nachmittagsbedienung zur ZPR nach Blankenstein. Die Einfahrt in den Bahnhof konnte aufgrund der Gleislänge nur in zwei Zugteilen erfolgen. Ein eindrucksvoller Beleg dafür, dass kaum mehr Steigerungsraten im SGV möglich sind, obwohl von den Verladern ausdrücklich gewünscht.
Nachwievor im Einsatz ist die BR 204 in Doppel- oder Einfachtraktion.

13.02.2003
Fürbitten für das Höllental

Süddeutsche Zeitung berichtet über Saalfeld-Hof-Cheb
Im heutigen Bericht der SZ wird über die Bestrebungen zur Herstellung der Gesamtrelation Saalfeld-Hof-Cheb berichtet.
Eine Anmerkung zu den im Artikel genannten Kosten ist zu tätigen: die 25 Mio. Euro sind einer Auskunft der DB Netz AG zu entnehmen, unseres Erachtens handelt es sich hierbei um eine Abschreckungsgrösse.
Nach letzten Gesprächen mit den Gutachtern sind die prognostizierten 14-15 Mio. Euro für die HTB bei behutsamer Planung nachwievor auskömmlich.

Mit freundlicher Genehmigung der Süddeutsche Zeitung und der DIZ München GmbH

„Bis zu 2400 Fahrgäste am Tag sind realistisch“
Fürbitten für das Höllental

Industrie und Naturschützer wollen gemeinsam eine Bahnlinie wiederbeleben – scheitern aber am Verkehrsminister
Von Peter Schmitt
Nürnberg – Auf dem Plan sieht es ganz einfach aus: Lediglich sechs Kilometer und ein paar hundert Meter Gleis fehlen, dann könnte eine durch Krieg und Nachkriegsteilung unterbrochene Querverbindung der Bahn von Saalfeld in Thüringen über Hof in Oberfranken nach Cheb/Eger in Tschechien wieder in Betrieb gehen. Dass es so kommt, wünschen sich nicht nur notorische Bahnfahrer und Naturschützer. Auch die Industrie steht zu der Vision. Im südthüringischen Raum zwischen Blankenstein und Lobenstein arbeiten drei gewaltige Säge-, Zellstoff- und Spanplattenwerke, die gerne mehr Bäume und Holzprodukte über die umweltfreundliche Schiene transportieren möchten, als dies heute möglich ist.
„Wir haben Engpässe auf der Schiene“, sagt Leopold Stephan, Geschäftsführer von Klausner Holz Thüringen (KHT) in Friesau bei Lobenstein. Für sein Unternehmen, Europas größtes Einzel-Sägewerk, biete sich die Bahn als Transportmittel geradezu an. Doch derzeit sind KHT und andere Betriebe nur von Norden her über Saalfeld per Schiene zu erreichen. Doch fast 90 Kilometer Umweg machen die Sache wenig rentabel. So geht es auch anderen Großbetrieben, etwa den Zellstoffwerken in Blankenstein unmittelbar an der bayerisch- thüringischen Grenze: Zu DDR-Zeiten ein riesiges Industriekombinat, heute eine der modernsten Zellstofffabriken der Welt.
Die Menschen in den Orten zwischen Lichtenberg in Bayern und Lobenstein stöhnen unter der Last des Lkw-Verkehrs, der sich teilweise über Spitzkehren durch enge Täler quält. Mehr Bahntransporte könnten die Lage entspannen. „Bereits ein Güterzugpaar am Tag würde im Jahr 569000 Liter Diesel auf der Straße ersparen“, nennt der Ingenieur Fritz Sell von der „Bahninitiative Höllennetz“ in Naila ein schlagendes Umweltschutzargument. Doch die Bahn winkt ab. Sie hat die Kosten für den Ausbau untersucht und ist auf rund 25 Millionen Euro gekommen. Auch bei einem größeren Güteraufkommen, so glaubt die DB, rechne sich der Ausbau nicht.
Zwischen Blankenstein und Marxgrün bei Naila in Oberfranken wurde das 1901 verlegte Gleis in den Jahren1982 bis 1987 demontiert. Die kurze Strecke durch den Flusseinschnitt der Selbitz, als Höllental eine Touristenattraktion, endete bis 1990 an der Demarkationslinie zwischen Ost und West. Die Trasse ist inzwischen von meterhohen Bäumen bewachsen, zwei Tunnels wurden zugemauert und sind sanierungsbedürftig.
Konflikte mit dem Naturschutz sieht Sell, anders als die Regierung von Oberfranken, nicht. Zwar stellte die Behörde das Höllental 1997 teilweise unter Naturschutz. Doch erbrachten nach Angaben der Bahninitiative Kartierungen das verblüffende Ergebnis, dass seit der Schienendemontage der Artenreichtum um 40Prozent abgenommen hat. Der Gleiskörper hatte das Kleinklima erwärmt und die Lebensbedingungen für viele Pflanzenarten verbessert.
Wirtschaftsminister Otto Wiesheu hält nicht viel davon, die hundert Jahre alte Strecke wieder zu beleben. Bayern ist für den Regionalverkehr zuständig, allerdings nur für die Personenbeförderung. Näher untersucht wurde vor vier Jahren deshalb nur das mögliche Fahrgastaufkommen. Täglich 500 Passagiere zwischen Blankenstein und Marxgrün sind Wiesheu aber zu wenig für einen rentablen Betrieb.
Fritz Sell rechnet anders. „Man muss die Strecke von Saalfeld bis Hof betrachten, da sind bis 2010 täglich fast 2400 Fahrgäste realistisch“.Die Zahlen können noch höher ausfallen, wenn auch die Unterbrechung an der bayerisch-tschechischen Grenze überbrückt wird. Dort liegen auf den 2,7 Kilometern zwischen dem bayerischen Plößberg und Asch in Tschechien die Schienen noch im Boden. „Die Strecke wieder flott zu machen, kostet so viel, wie der Münchner Verkehrsverbund an einem Tag Miese macht: eine halbe Million Euro“, sagt Udo Benker-Wienands vom Bund Naturschutz Hof.
Briefe mit entsprechenden Vorschlägen hat Wiesheu bis jetzt nicht beantwortet. Einen Gesprächstermin sagte das Ministerium wieder ab. Auf ein 2001 von Wiesheu angekündigtes Wirtschaftlichkeitsgutachten, in das auch die Meinung des sehr an der Verbindung interessierten tschechischen Verkehrsministeriums einfließen sollte, wartet der Bund Naturschutz bislang vergeblich.Dafür handelte die Regierung von Oberfranken: Sie hat zugelassen, dass quer über die Schienen eine Umgehungsstraße gebaut werden darf, ohne Brücke. „Es ist hirnrissig, diese Bahnlinie auf Dauer zu unterbrechen“, ärgert sich der Wunsiedler Landrat Peter Seißer (SPD).

 

13.02.2003
Bahnstrecke Selb – Plößberg – Asch – Eger
Gote: „Staatsregierung blockiert durch Untätigkeit!“

Völlig uninformiert zeigte sich heute Staatssekretär Spitzner in der Fragestunde des Landtags in Bezug auf die Wiederinbetriebnahme der Schienenstrecke Selb – Plößberg – Asch. „Vor gut einem Jahr kündigte die Staatsregierung in Antwort auf meine damalige mündliche Anfrage ein Gutachten zu den Fahrgastpotenzialen und den Investitionskosten auf dieser Strecke an. Heute weiß Staatsekretär Spitzner offensichtlich nicht einmal genau, ob dieses Gutachten jetzt vorliegt oder nicht, weitere Informationen zur Sache konnte er auf Nachfrage gar nicht geben.“, erklärt die oberfränkische Abgeordnete Ulrike Gote heute in München.

Die Staatsregierung habe nun ein Jahr lang gar nichts unternommen, um den Lückenschluss auf der Bahnlinie nach Tschechien zu realisieren. „Ich habe den Eindruck, hier wird durch Aussitzen blockiert und dann schiebt man die Schuld auch noch der tschechischen Seite zu.“, kritisiert Gote. Das Gutachten, das das weitere Vorgehen klären sollte, ist noch nicht einmal in Auftrag gegeben worden – angeblich weil die Kofinanzierung durch die Tschechen nicht zugesagt worden sei. Ulrike Gote: „Dieses Vorgehen ist schäbig! Für die oberbayerischen Prestigeprojekte – siehe Transrapid – ist immer Geld für Gutachten da. Da wurden Regionalisierungsmittel zweckentfremdet für Planung, Gutachten und Werbung ausgegeben. Dort wo diese Finanzmittel hingehörten und wo sie sinnvoll eingesetzt wären, fehlen sie dann angeblich. Doch hier fehlt es nicht an Geld, sondern am Willen zur Reaktivierung der Strecke.“ Gote betonte, dass die Verbindung Selb – Plößberg – Asch mit relativ geringem Aufwand wiederherzustellen sei und den regionalen Schienenverkehr in Oberfranken und über die tschechische Grenze hinweg ein gutes Stück voranbringen würde: „Ich fordere Minister Wiesheu auf, dieses Projekt endlich voranzutreiben! Die ganze Region wartet darauf, dass er sich hier einmal genauso einsetzt wie für sein Lieblingskind Transrapid

09.02.2003
Besuch bei der Südthüringenbahn

Seit dem 15.12.2002 braucht man gar nicht mehr weit zu reisen, um eine reaktivierte Bahn in Verbindung mit dem örtlichen Tourismuskonzept zu erleben. Wie bei der Wiedereröffnung nach über 30 Jahren im Bahnhof Neuhaus am Rennweg der thüringer Wirtschafts- und Verkehrsminister Schuster bekanntgab ist die touristische Entwicklung ein Hauptargument für die Bahn gewesen. Wie selbstverständlich hat die Bahn ihren Platz im Tourismusangebot der Region rund um Neuhaus am Rennweg, am besten erkennbar im Internetauftritt www.Herrnhaus.de

Sonneberg – Neuhaus

In weiser Voraussicht wurde das sog. Sonneberger Netz aber nicht als Eisenbahn light, nur für leichte Triebwagen ausgeführt, sondern zugelassen für die höchste Achslast für heutige Güterzüge, um eben auch diesen Faktor auf lange Sicht zu entwickeln.

 

30.01.2003
5000 Besucher auf der HP von HOELLENNETZ

 

28.01.2003
Ludmilla in Lobenstein

Ganz offiziell wird der SGV auf der KBS 557 Saalfeld-Blankenstein nur noch mit der Baureihe 290/294 bedient. Ab und an laufen immer noch 204 als Sandwich oder Pärchen, und manchmal muss auch die Baureihe 232 ran.
So wie heute als 232 454-9 leer zurück nach Saalfeld rollte.

Ludmilla in Friesau

23.01.2003 OTZ
Oberlandbahn bleibt vorerst ein schöner Wunschtraum

OTZ Lokalausgabe Schleiz, von OTZ-Redakteur Uli Drescher Schleiz.
Der Freistaat Thüringen hat offenbar kein Interesse daran, die „Oberlandbahn“ von Triptis nach Lobenstein wieder zum Leben zu erwecken. Eine schriftliche Erklärung in diesem Sinne ging dem Landratsamt gestern zu, die Nahverkehrsservicegesellschaft Thüringen mbH entschuldigte sich kurzfristig auf eine Einladung des Landrates, ebenso das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Infrastruktur. Auch die Deutsche Bahn AG erschien nicht zum Termin im Landratsamt und bedauerte schriftlich. So saßen die potentiellen Streckenbetreiber Deutsche Regionaleisenbahn GmbH und Fachbereichsleiter im Landratsamt Dr. Hartmut Storz allein beisammen.

Die Nahverkehrsservicegesellschaft Thüringen begründet ihre Weigerung, für die touristisch attraktive Strecke einen entsprechenden Beförderungsdarf zu bestellen, mit fehlenden finanziellen Mitteln, so Dr. Hartmut Storz gegenüber OTZ. So behauptet das Ministerium, dass man noch zuviel Geld in die Strecke selbst stecken müsse. Die Deutsche Bahn AG als Eigentümerin habe eine solche Aussage jedoch nicht getroffen, so Dr. Storz. Ebenso sei bekannt, dass die anliegenden Gemeinden etwas tun wollen für die Erhaltung der Bahnanlagen, zum Beispiel der Bahnsteige oder Zugänge. Deshalb gibt es zwischen allen Beteiligten noch einigen Klärungsbedarf. „Wir werden die Flinte aber nicht ins Korn werfen“, so der Leiter des Fachbereiches Wirtschaftsförderung, Kreisentwicklung, Schule.

Das Landsratsamt will sich jetzt noch mehr dafür stark machen, dass mit der „Oberlandbahn“ wenigstens ein Versuch gestartet wird, den bereits seit vorigem Jahr zwischen Bahn AG und Regionaleisenbahn GmbH bestehenden Pachtvertrag über die Strecke quer durch den Saale-Orla-Kreis mit Leben zu erfüllen. Das soll mit Angebotspaketen für die touristische Nutzung der Region verbunden sein. „Damit üben wir auch einen fördernden Effekt auf Ziegenrück, auf die Stauseen überhaupt, auf das Plothener Teichgebiet bis hin zur Ardesia-Therme in Lobenstein aus“, so Dr. Storz. Man könne so eine relativ schnelle Zugverbindung von Leipzig in die Region schaffen, die neben dem Ticket weitere Angebote bereit hält. Gedacht ist dabei zum Beispiel an Pauschalangebote für Schifffahrten auf den Stauseen über geführte Wanderungen im Plothener Teichgebiet bis hin zum Besuch der Ardesia-Therme. Auch romantische Fahrten mit Dampflok-Zügen könnten das Angebot ergänzen. „Man muss es probieren und nicht von vorn herein gleich wieder das Finanzproblem in den Vordergrund schieben“, meint Dr. Storz.

Auch im Landratsamt weiß man, dass solche Nahverkehrsstrecken nicht kostendeckend sind und Zuschussbedarf haben. Allerdings hat man auch in die Oberlandbahn-Strecke nach der Wende einige Mittel gesteckt, um sie zu erhalten. Bedauerlich also, wenn das umsonst gewesen sein soll. „Es bedarf allerdings der Aktivität aller am Tourismus Interessierten, um bei einer Genehmigung des Probebetriebs sofort mit entsprechenden Angeboten und guter Werbung aufwarten zu können“, unterstreicht Dr. Storz.

 

22.01.2003
Landeshauptstadt Erfurt würde von Höllentalbahn profitieren

Auf Anfrage unseres Mitstreiters Mike Rockelmann antwortete die Landeshauptstadt Erfurt am 09.01.2003 wie folgt:

Initiative zur Wiederbelebung der Höllentalbahn

Sehr geehrter Herr Rockelmann,
mit Interesse hat die Stadt Erfurt Ihre Informationen über die Initiative zur Wiederbelebung der Höllentalbahn aufgenommen.
Durch diesen Lückenschluss wäre eine attraktive Eisenbahnverbindung auf kürzestem Weg zwischen Mittelthüringen, dem oberfränkischen Hof und in weiterer Verlängerung dem böhmischen Bäderdreieck möglich, von der auch die Thüringer Landeshauptstadt profitieren würde.
Mit der Eisenbahn sind diese Regionen bisher ab Erfurt nur sehr zeitaufwendig und über große Umwege zu erreichen. Neben dem Wiederaufbau der Höllentalbahn wäre aus Sicht der Stadt Erfurt aber auch die Anhebung der vorhandenen Reisegeschwindigkeit zwischen Saalfeld und Blankenstein durch Streckenausbau notwendig, um die gewünschte überregionale Bedeutung dieser Verbindung zu erreichen.
Vor einer Entscheidung für die Höllentalbahn ist jedoch eine umfassende objektive Untersuchung mit einer Gegenüberstellung der Potentiale aus Personen- und Güterverkehr sowie den notwendigen Investitions- und Betriebskosten die Voraussetzung.
Für Ihr Projekt zur Wiederbelebung der Höllentalbahn möchte ich Ihrer Initiative viel Erfolg wünschen.
Mit freundlichen Grüßen

Mlejnek Beigeordneter

 

20.01.2003 OTZ
Neuer Versuch für Oberlandbahn

Schleiz (OTZ/-dre-). Landrat Frank Roßner (SPD) startet einen neuen Versuch, die „Oberlandbahn“ zu erhalten, teilt die Pressestelle des Landratsamtes mit. Zu diesem Zweck findet am 22. Januar eine Beratung im Landratsamt in Schleiz statt, zu der Landrat Roßner Vertreter des Thüringer Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Infrastruktur, der Nahverkehrsservicegesellschaft Thüringen mbH und der Deutschen Regionaleisenbahn GmbH eingeladen hat.Im Rahmen dieser Beratung sollen nach Angaben des Landratsamtes die Möglichkeiten einer saisonalen, touristischen Nutzung der Bahnstrecke Triptis-Lobenstein an Wochenenden und Feiertagen erörtert werden. Nur damit wäre nach Meinung von Fachleuten ein Betrieb der Bahnlinie für den Personenverkehr noch vertretbar.Die Deutsche Regionaleisenbahn GmbH mit Sitz in Berlin hat bereits ihr Interesse an der „Oberlandbahn“ bekundet. Die Gesellschaft betreibt ähnliche Bahnlinien auch in Bayern, Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen. Voraussetzung für eine entsprechende Nutzung wäre, neben geeigneten Fremdenverkehrskonzepten, eine verbindliche Zusage des Thüringer Wirtschaftsministeriums zur Bestellung und Finanzierung derartiger Schienenpersonenverkehrsleistungen. Diese Frage soll Kern der Beratung im Landratsamt sein.Die Deutsche Regionaleisenbahn und die Deutsche Bahn Netz AG hatten bereits im August 2002 einen Pachtvertrag zum Erhalt der Strecke unterzeichnet (OTZ berichtete). Gemeinsam mit dem Landkreis, den Gemeinden und den Güterkunden will die Deutsche Regionaleisenbahn die Strecke touristisch und wirtschaftlich entwickeln, hieß es damals. Die Betriebsgenehmigung wurde vom Freistaat jedoch noch nicht erteilt.

 

17.01.2003
Hackschnitzeltransporte auf der Schiene??

Zur Umverlegung der Hackschnitzeltransporte zwischen KHT Friesau und ZPR Blankenstein von der Strasse auf die Schiene werden im Moment umfangreiche Untersuchungen zur Machbarkeit/Wirtschaftlichkeit angestellt.
Unter Anderem ist ein Probebetrieb zum Hackschnitzeltransport per Bahn zwischen Friesau und Blankenstein mit 4-achsigen Flachwagen Slps (ACTS Luxemburg) mit je drei aufgesattelten 30m3 Container geplant. Zuglok soll Vossloh G 1206 (1.500 kW) Nr. 207 der InfraLeuna sein. Ein Wagenzug mit 6 Einheiten steht derzeit auf dem Ausziehgleis Richtung Marxgrün im Bahnhof Blankenstein.

Der Beginn des Probebetriebs ist derzeit noch unbekannt.
Interessant für die Höllentalbahn dabei ist, dass immerhin ca. 1/3 der derzeitigen Hackschnitzelzufuhr zur ZPR Blankenstein aus Richtung Süden kommt.
Diese Aktivitäten belegen, dass die thüringer Betriebe den ökologisch sinnvollen GV auf der Schiene ernsthaft fördern wollen. Für einen reibungslosen und wirtschaftlichen Betrieb wird aber auch der zweite Zulauf aus Süden notwendig werden.

 

16.01.2003
Pressemitteilung des VDV: Stärkeres Engagement des Bundes bei innovativen Projekten
der Gleisanschlusslogistik ist das Gebot der Stunde

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) sieht in einem stärkeren Engagement des Bundes für die Gleisanschlusslogistik einen Schlüssel für das Wiedererstarken des Güterverkehrs auf der Schiene. Der Verband, der etwa 150 Güterbahnen vertritt, fordert die Auflegung eines Förderprogramms, mit dem innovative Projekte des infrastrukturellen Schienenanschlusses finanziert werden können. Anlässlich der Jahrespressekonferenz des VDV hob dessen Präsident Dr. E.h. Dieter Ludwig hervor, mit einer öffentlichen Förderung des Aus- und Neubaus von privaten Gleisanschlüssen könnten Zugangsbarrieren zur Schieneninfrastruktur vermindert werden. Gerade auch in der Überwindung der ’letzten Meile’ entscheide sich die Konkurrenz der Schiene zu Straße.

Der Verkehr von Gleisanschluss zu Gleisanschluss bilde das Rückgrat im Ganzzug- und im
Einzelwagenverkehr. Auf diese Verkehre entfielen alleine rund 85 Prozent des gesamten Schienengüterverkehrs in Deutschland. Die Diskussion um Rationalisierungen im Wagenladungsverkehr unter dem Stichwort “MORA-C“ dürfe nicht den Blick auf das starke Interesse von Verladern und Verkehrsunternehmen an modernen Gleisanschlüssen verstellen. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Arbeitsteilung in Europa und der Osterweiterung der Europäischen Union werde das deutsche Straßennetz zunehmend überlastet. Die Verlagerung weiterer Verkehre auf die Schiene könne durch Investitionen in Gleisanschlüsse wirkungsvoll unterstützt werden. Dies sei auch ein Beitrag zur Sicherung des Industriestandortes Deutschland, so Ludwig.

Allerdings scheiterten vielversprechende Initiativen zur Erschließung neuer oder Erweiterung vorhandener Industrie- und Gewerbegebiete oftmals an der Finanzierung. Die Kosten für einen direkten Anschluss an die nächste Schienenstrecke betrügen in Abhängigkeit von den Geländebedingungen bis zu einer halben Millionen EURO je Kilometer Gleis. Da Eisenbahnunternehmen und Verlader die Investitionskosten hierfür selbst tragen müssten, sei die Wirtschaftlichkeit mancher Verkehre von vornherein nicht gegeben. Dies stehe in starkem Kontrast zu den Verhältnissen bei der Straßenanbindung, die im allgemeinen von der öffentlichen Hand bereitgestellt werde.

Die Aufnahme der Förderung des Gleisanschlussverkehrs in die Koalitionsvereinbarung von SPD und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN werde deshalb durch den VDV begrüßt, so Ludwig. Der VDV habe einen Vorschlag erarbeitet, der unter anderem eine eigenständige Bundesförderung nach genau festgelegten Kriterien vorsehe. Beispiel für eine erfolgreiche Förderung von aussichtsreichen Gleisanschlussprojekten sei die Republik Österreich. Hier existiere ein Förderprogramm, mit dem in den Jahren 1999 und 2000 allein 65 Gleisanschlüsse mit einem Investitionsvolumen von 25 Millionen Euro errichtet oder ausgebaut worden seien, so Ludwig. Ein wesentlicher Aspekt des österreichischen Projektes sei die Übereinstimmung mit dem europäischen Beihilferecht.

Die Kernforderungen des durch den VDV vorgelegten Vorschlages für ein Förderprogramm seien:

– vertragliche Zusicherung von Mindesttransportmengen durch die Förderungsempfänger mit entsprechendem Rückzahlungsvorbehalt bezüglich des Investitionszuschusses;
– Festlegung einer fixen Obergrenze der prozentualen Beteiligung des Bundes an den
Investitionskosten;
– exakte Definition der förderfähigen Leistungen, die jeweils auch die Gleisanschlussweiche beinhalten;
– verbindliche Festlegung der Laufzeit des Förderprogramms auf fünf Jahre;
– Ausstattung des Förderprogramms mit jährlich 80 Millionen EURO;
– zeitnahe Bearbeitung der Förderanträge und Vergabe der Fördermittel.

Zur Sensibilisierung des politischen Umfeldes für die Stärkung des Gleisanschlussverkehrs veranstalte der VDV am 12. Februar 2003 in der rheinland-pfälzischen Landesvertretung in Berlin einen parlamentarischen Abend, so Ludwig.