News 2006

01.12.2006
VCD-Tagung: Zu(g)kunft für den Tourismus

Perspektiven für verträgliche Mobilität und sanften Tourismus in den Fremdenverkehrsregionen
Immer mehr setzt sich die Erkenntnis durch, dass für eine nachhaltig positive Entwicklung des Tourismus die Förderung eines „sanften Tourismus“ notwendig ist. Umweltverträglichen Mobilitätskonzepten kommt dabei entscheidende Bedeutung zu. Bei dieser Tagung wurden konkrete Ansätze und positive Beispiele aus verschiedenen Regionen vorgestellt und Erfahrungen ausgetauscht.
Im letzten Vortag des Tages wurde die Höllentalbahn unter dem Tourismusaspekt vorgestellt.

 

09.11.2006
Kompromissvorschlag für neue Haltepunktverknüpfung Bus-Schiene in Bad

Lobenstein
Auf Einladung des Bürgermeisters kam am 13. Oktober der Thüringer Bau- und Verkehrsminister Andreas Trautvetter gemeinsam mit Vertretern seines Ministeriums und dem Geschäftsführer der Nahverkehr-Servicegesellschaft zu einer Beratung in das Bad Lobensteiner Rathaus. Weiterhin eingeladen waren der Landrat und sein Stellvertreter, der Konzernbevollmächtigte der Bahn AG, die Fraktionsvorsitzenden des Stadtrates, der Geschäftsführer der OVO und Kombus GmbH, die Geschäftsführerin der Kurgesellschaft und Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Anlass der Beratung war der öffentlich geäußerte Alternativvorschlag des Ministers bei einem früheren Besuch in Bad Lobenstein, den kombinierten Haltepunkt Bus-Schiene nach Süden in Richtung Ardesia-Therme zum jetzigen provisorischen Busbahnhof zu verlegen. Weil dies von den vorliegenden Planungen, gefassten Stadtratsbeschlüssen
und getroffenen Festlegungen mit der Bahn AG erheblich abweicht und bei Realisierung eine Änderung des Bebauungsplanes Kurgebiet und ein neues Entbehrlichkeitsverfahren mit der Bahn AG erfordert, ergab sich zwingender Beratungsbedarf.
Nach Erläuterung des bisherigen Werdegangs, der Beschlusslage des Stadtrates und der Entwicklungs- und Gestaltungsziele der Stadt wurden mögliche Varianten und Alternativen diskutiert. Dabei wurde deutlich, dass die vom Minister vorgeschlagene Variante in Bezug zum jetzigen Planungstand einen ganz erheblichen Zeitverzug nach sich ziehen würde (Bebauungsplanänderung, neues Entbehrlichkeitsverfahren der Bahn AG usw.). Auch der Ausstieg von Bahnkunden in Richtung Therme würde auf Grund der Böschung
erheblichen baulichen Aufwand erfordern und die Busfahrgäste müssten die Bahngleise in geeigneter Weise überqueren. Beim Ausstieg der Bahn- und Buskunden in Richtung Hirschberger Straße müssten diese um den Parkplatz herum durch die „Weiße Brücke“ in Richtung Stadt laufen. Abgesehen von den Höhendifferenzen wäre dadurch der Verschiebungsvorteil des Knotenpunktes in Richtung Stadtzentrum und Therme wieder zunichte.
Das Planungsziel der Stadt, den so genannten Brauereiparkplatz wieder als öffentlichen gebührenfreien Parkplatz und Parkmöglichkeit für Reisebusse zur Verfügung zu stellen, wäre durch diese Verlegung ebenfalls nicht mehr realisierbar. Außerdem wäre die gleichfalls beabsichtigte städtebauliche Sanierung des gesamten jetzigen Bahnhofsvorplatzes durch die Stadt nicht mehr gegeben. Der Vertreter der Bahn AG teilte mit, dass gegenwärtig für den Bad Lobensteiner Bahnhof ein Planungsprozess läuft, der den Umbau der Gleisanlagen und den
Einbau eines elektronischen Stellwerkes beinhaltet. Minister Trautvetter machte deutlich, dass der Bahnhaltpunkt Bad Lobenstein in die Kategorie 6 eingestuft ist, was bedeutet, dass nur noch ein Bahnsteig mit Überdachung vorgehalten werden muss. Vor diesem Hintergrund machte er deutlich, dass das Gleis für den Personennahverkehr nicht von Gütertransportgleisen abgeschnitten werden darf, sondern direkt an den Busverkehr anzubinden ist. Im Ergebnis der Beratung und geforderten Prämissen wurde vom Bürgermeister vorgeschlagen, die jetzige Variante 6 dahingehend zu überarbeiten, dass der zukünftige Haltpunkt für die Busse einerseits und die Personenzughaltestelle
andererseits zwischen jetzigem Bahnhofgelände und dem Reisebüro Söll verschoben wird und das direkt an der Grünanlage in Richtung Poststraße liegende Gleis zukünftig ausschließlich für den Schienen-Personennahverkehr
genutzt wird. Somit können die Fahrgäste über einen gemeinsamen Bahnsteig in nur wenigen Metern ebenerdig, also behindertengerecht, umsteigen. Über den Zebrastreifen und die Ampelkreuzung gelangt man ohne Höhendifferenzen in Richtung Innenstadt und Therme.
Dieser Kompromissvorschlag, der den Forderungen des Ministers, aber auch den neuerlichen Umgestaltungsplanungen der Bahn AG bezüglich des Bad Lobensteiner Bahnhofes weitestgehend entgegenkommt, fand Zustimmung. Weniger erfreulich war die Mitteilung, dass der Höchstfördersatz für derartige Maßnahmen von bislang 90 % auf 75 % oder gar 70 % laut Anpassungsbeschluss des Thüringer Landtages reduziert wird. Der Kompromissvorschlag wird derzeit in der Stadtverwaltung erarbeitet und soll Anfang November der Bahn AG zur Überprüfung zugesandt werden. Nach Einvernehmen mit der Bahn AG kann eine Förderanfrage an die Thüringer Landesanstalt für Straßenbau gestellt werden. Von der Beurteilung dieser zuständigen Förderbehörde und den Eigenfinanzierungsmöglichkeiten der Stadt hängen die weiteren Schritte ab.

02.11.2006
Von Deutschland nach Deutschland: Wanderung durch das fränkische Höllental
Lebt der Stacheldraht in den Köpfen weiter?

Von Rainer Engel
Nur wenige Kilometer Schiene fehlen zwischen Bayern und Thüringen: Durch das fränkische Höllental könnten die Züge wieder fahren, seitdem Stacheldraht und Minenfelder verschwunden sind. Doch eine Wanderung entlang den ehemaligen Schienen deckt auf, dass der Stacheldraht an der deutsch-deutschen Grenze
zwar aus der Landschaft verschwunden ist – in den Köpfen der Menschen scheint er weiter zu existieren. Eine durchgehende Bahnlinie könnte eine Schlüsselrolle für das Zusammenwachsen einer touristisch interessanten Region spielen. Das Höllenthal belohnt den Wanderer auf dem Weg über die Grenze mit einer bezaubernden Landschaft.

Den Artikel als Auszug aus der aktuellen PRO BAHN Zeitschrift “der Fahrgast“ finden sie als pdf Download unter:
http://www.der-fahrgast.de/Archiv/2006/2006-4-46_51.pdf

 

30.10.2006
Börsengang mit oder ohne Netz?

An der Diskussion um den Börsengang der Deutschen Bahn beteiligt sich eine Vielzahl von Akteuren mit unterschiedlichen Motiven. MdB Dr. Toni Hofreiter gibt einen Überblick, wer hier wie argumentiert und was dahinter steckt.
Die Zusammenstellung finden Sie unter: http://www.toni-hofreiter.de/ansicht.php?veranst_id=137

18.10.2006
Börsengang schon entscheidend
Bad Lobensteiner Bürgerliste informiert sich über die Chancen der Höllentalbahn

Von OTZ-Redakteur Peter Hagen Blankenstein / Blechschmidtenhammer.
Mit dem Börsengang der Deutschen Bahn könnte die Zukunft der Strecke im Höllental endgültig beschieden werden. Dies verdeutlichte Fritz Sell, 1. Vorsitzender der Verkehrsinitiative Höllennetz e. V., bei einem Gespräch, zu dem er von der Bad Lobensteiner Bürgerliste gebeten worden war.
Sollte die Deutsche Bahn AG das Schienennetz mit an die Börse nehmen können, dann wäre es das Aus für die Höllentalbahn, ist sich Fritz Sell sicher. „Die Deutsche Bahn AG agiert gegen die Höllentalbahn“, so die Einschätzung des führenden Kopfes der 2002 ins Leben gerufenen Initiative zur Wiederbelebung der Höllentalbahn. Je mehr Stimmen sich für die Reaktivierung der Strecke zwischen Blankenstein und Marxgrün stark machen, um so besser sei es, freute sich Fritz Sell über das Interesse der Bad Lobensteiner Bürgerliste.
Mit einem geschätzten Investitionsvolumen von 15 Millionen Euro wäre die Inbetriebnahme wieder möglich, sagte Fritz Sell, „und das ist dann schon Vollausstattung“. Zum Vergleich: Rund 16,3 Millionen Euro kosten allein die 7,4 Kilometer der neuen Ortsumgehung zwischen Bad Lobenstein und Friesau.
Während schon 1999 ein Gutachten für den Personenverkehr erstellt worden sei, das 2000 Fahrgäste täglich zwischen Hof und Saalfeld prognostiziere, werde ein Gutachten zur Wirtschaftlichkeit der Strecke unter Berücksichtigung des Güterver- kehrs bis heute verweigert. „Dabei gibt es starke wirtschaftliche Argumente, die für diese Strecke sprechen“, betonte Fritz Sell unter Verweis auf die Holzzentren in Thüringen. Das Hauptproblem, weshalb die Höllenbahn bislang nicht wiederbelebt werde, sieht Fritz Sell in der Zuständigkeit von zwei Ländern. Speziell die Münchener Regierung befürchte offenbar, mit dieser Bahnstrecke die Wirtschaft Thüringens zu stärken, so Fritz Sells Vorwurf.
Auf völliges Unverständnis stieß auch bei den aufmerksamen Zuhörern der Bürgerliste, dass sich die Tourismusverbände links und rechts der Saale noch nicht so richtig zusammengefunden hätten. „Solche Aufgaben kann man nur miteinander lösen“, bekräftigte Stefan Köcher und Andree Burkhardt verdeutlichte: „Unsere gesamte Region liegt im Zentrum Deutschlands. Wir müssen demzufolge von allen Seiten erreichbar sein, auch mit der Bahn.“
Über die Landtags-, Bundestags- und Europaabgeordneten müssten Aktivitäten gestartet werden mit dem Ziel, die Höllentalbahn schnellstmöglich wieder in Betrieb zu nehmen, regte auch Rudi Tröger an.
Mit freundlicher Genehmigung der OTZ LR Lobenstein

 

15.10.2006
Verlegung des Bahnhaltepunktes in Bad Lobenstein
Minister-Idee für Bahn realistisch
Haltepunkt in Bad Lobenstein muss in jedem Fall verlegt werden

Von OTZ-Redakteur Peter Hagen Bad Lobenstein. Der Bahnhaltepunkt in Bad Lobenstein soll auf jeden Fall verlegt werden, um Bus und Bahn besser miteinander zu verknüpfen.
Dies ist das Ergebnis der gestrigen Beratung, zu der u. a. Thüringens Bauminister Andreas Trautvetter (CDU), Volker M. Heepen, Geschäftsführer der Nahverkehrsservicegesellschaft Thüringen, und Gerold Brehm, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für den Freistaat Thüringen, ins Bad Lobensteiner Rathaus gekommen waren. „Das Gleis für den Personennahverkehr muss das erste Gleis an der Bahnsteigkante werden“, machte Trautvetter deutlich. Insofern ergeben sich zwei Varianten: Entweder wird der Haltepunkt an der jetzigen Grünfläche zwischen Bahnhof und Weiße Brücke eingerichtet und demzufolge der Busbahnhof in die Poststraße verlegt, wie es der Stadtrat bislang beabsichtigt hat, oder der neue Haltepunkt rückt gleich in Richtung des derzeitigen Busbahnhofes und somit auch näher an die Ardesia-Therme, wie es Trautvetters Idee bei einem Ortstermin im Frühjahr war. „Bei solchen Investitionen ist über die nächsten fünf Jahre hinaus zu denken“, mahnte Trautvetter eine wohl durchdachte Entscheidung an. „Technisch ist das machbar“, ging Gerold Brehm auf die Trautvetter-Idee ein. Der Aufwand für den Haltepunkt an der Ardesia-Therme wäre lediglich insofern etwas höher, weil dann eine Unterquerung des Bahndamms für Fußgänger gebaut werden müsste.
In dem Rathausgespräch, an dem neben Bürgermeister Peter Oppel (SPD) auch Abgeordnete des Stadtrates teilnahmen, sei zugleich deutlich gemacht worden, dass die bisherigen Planungen der Stadt nicht auf die Belange der Bahn abgestimmt seien und insofern nochmals gründlich überarbeitet werden müssten. Ob Trautvetters Idee umgesetzt wird, bleibt zunächst offen. „Die Entscheidungshoheit liegt bei der Stadt“, so der Minister.
Mit freundlicher Genehmigung der OTZ LR Lobenstein

 

Vogtlandanzeiger-Online
Die Weichen sind gestellt für die Privatisierung der Eisenbahnstrecke Schönberg – Hirschberg

 

„Ende Oktober beginnen wir mit den Reparaturen. Mitte Dezember soll der erste Zug rollen, egal, ob wir noch Pächter sind oder schon Eigentümer.“ Das sagt Jörg Baumbach, der Betriebsleiter der Rettenmeier Holzindustrie Hirschberg GmbH & Co. KG.
HIRSCHBERG/SCHÖNBERG – Wenn es gut läuft, fahren Baumbach zufolge drei Züge pro Woche auf der Strecke und holen Hackschnitzel ab aus Hirschberg für die Zellstoffherstellung. „Und alle zwei Wochen bekommen wir einen Zug mit 40 Waggons, der Rundholz bringt.“ Zurzeit wird alles, gegen den Wunsch der Firma, mit Lastern bewältigt.
Die Firma Rettenmeier in Hirschberg gehört zur Rettenmeier AG in Bayern, die deutschlandweit vier Standorte betreibt und auch in Lettland und der Slowakei produziert. Das Unternehmen stellt Massivholzprodukte zum Bauen und Wohnen her. „In Hirschberg haben wir 1992 angefangen. Jetzt produzieren 210 Mitarbeiter Holzträger, Balken und Massivholz für den klassischen Holzhausbau“, sagt Baumbach.
Nach seinen Worten gehört es zur Firmenphilosophie, dass jeder Rettenmeier-Standort ein Sägewerk hat („In Hirschberg wird Fichte verarbeitet“) und über einen eigenen Bahnanschluss verfügt. Auch wenn die Bahn bisher nicht den Hauptteil leistet beim Beliefern der Standorte – in Zukunft und mit Blick auf die Benzinpreise könnte sich das durchaus ändern.
Jedenfalls herrschte bis 2002 normaler Betrieb auf der Bahnstrecke, die in Schönberg bei Mühltroff beginnt und im thüringischen Hirschberg endet. Doch dann habe die Deutsche Bahn den Betrieb eingestellt – nur noch ganze Züge mit Güterwagen für die Rettenmeiersche Holzfabrik konnten rollen. „Dafür mussten wir eigens Privatbahnen organisieren, weil die Deutsche Bahn keine Einzelwaggons bedient“, so Baumbach.
2004 habe die Bahn mitgeteilt, die Strecke ganz stillzulegen. „Also wurden wir Pächter mit der Aussicht, alle Betriebs- und Instandhaltungskosten zu tragen. Da haben wir gesagt: Wir wollen die Strecke kaufen und sie im eigenen Namen betreiben. Dazu müssen wir viele Auflagen erfüllen: Man braucht etwa ein eigenes Eisenbahnunternehmen mit einem Eisenbahnbetriebsleiter.“
Monatelang änderte sich nichts – aber „aus unerklärlichen Gründen“, wie Baumbach sagt, schickte die Bahn einen Messzug am 16. November 2005 über die Strecke. „Das Ergebnis war katastrophal: Die Strecke wurde sofort gesperrt. Nur 20 Prozent der Schwellen sind in Ordnung.“ Seitdem ruht der Bahnverkehr gänzlich und die Verantwortlichen von Rettenmeier überlegen, wie der Sanierungsbedarf finanziell bewältigt werden kann. Erste Schätzungen gingen von zwei Millionen Euro Kosten in den nächsten zehn Jahren aus, um die Strecke zu ertüchtigen und instandzuhalten, sagt Baumbach. „Eine Komplettsanierung könnte laut Gutachten bis zu 3,6 Millionen kosten, denn es gibt auch Probleme mit Durchlässen und einem Bahnübergang. Der Aufsichtsrat der Unternehmensgruppe hat vorerst entschieden, 600 000 Euro in die Hand zu nehmen für eine Teilsanierung, die Ende Oktober beginnt. Damit soll Fahrbetrieb für die nächsten drei bis fünf Jahre gewährleistet werden.“ Die Firma Rettenmeier will die Strecke kaufen, die Bahn will verkaufen – aber zum Kauf ist es bis heute nicht gekommen.
„Wir können keinen Termin nennen“, sagt Karin Schwelgin von der Deutschen Bahn. „Es sind viele Details zu klären.“ ufa

 

13.10.2006
Dauernde Einstellung des Betriebes der Strecke Schönberg (Vogtland) – Anschlussstelle
Rettenmeier (DB-Streckennummer: 6657)

Nach der Genehmigung durch das Eisenbahn-Bundesamt wird auf der Strecke
Schönberg (Vogtland) – Anschlussstelle Rettenmeier (DB-Streckennummer: 6657)
der Betrieb ab dem 01.09.2006 dauernd eingestellt. Gleichzeitig erfolgt die Übergabe der stillgelegten Infrastruktur an die Firma Rettenmeier Holding AG zum Weiterbetrieb als Anschlussbahn.
DB Netz AG Leipzig vom 29. August 2006

 

27.09.2006
Reaktivierung Selb-As für EgroNet wichtigste Aufgabe
Mitgliederversammlung zieht positive EgroNet-Bilanz

Das EgroNet als grenzübergreifendes Nahverkehrssystem im Vierländereck Tschechien, Bayern, Thüringen und Sachsen ist eine eindrucksvolle Erfolgsgeschichte. Das bilanzierten die 17 Mitglieder des Kooperationsverbundes während der 3. Mitgliederversammlung in der „Porzellanwelt Selb – Das Museum“. „Dass auf einer Fläche von 14 100 Quadratkilometern Bahnen und Busse von 57 Verkehrsunternehmen mit nur einem Ticket für 14 Euro einen Tag lang genutzt werden können, gilt als unschlagbares Angebot in Deutschland“, sagte Tassilo Lenk, Landrat des Vogtlandkreises und Vorsitzender des Kooperationsverbundes. „Außerdem gilt das EgroNet als eines der ganz wenigen gelungenen Großprojekte, welches die im europäischen Sinn gewünschte grenzüberschreitende Zusammenarbeit, auch in struktureller Hinsicht, befördert.“ Das Ticket-Angebot wird von immer mehr Reisenden genutzt, allein 2005 waren es 28 000 in Deutschland und 17 000 in Tschechien.
Im Rechenschaftsbericht wurde eine Reihe von Projekten genannt, die dazu beitragen, dass sich die Menschen in der EgroNet-Region näher kommen. Dazu gehört die Anschaffung neuer Trolleybusse (Oberleitungsfahrzeuge) im Stadtverkehr Marianske Lazne / Marienbad, die ersten Fahrzeuge sind unterwegs. Auch die Unterstützung der Stadt Cheb mit Fördermitteln für den neuen Eisenbahnhaltepunktes Skalka für die grenzenlose Landesgartenschau Cheb /Eger – Marktredwitz war hilfreich. Die Zahl der touristischen, sportlichen und kulturellen Kooperationspartner, bei denen der Reisende mit dem EgroNet-Ticket Rabatte und Vergünstigungen erhält, hat sich vergrößert, es sind jetzt 182.
Besonders großes Augenmerk wird auf die gemeinsame Vermarktung der Region gelegt. Dazu gehören fast 40 gemeinsame Präsentationen auf Messen, Ausstellungen oder Volksfesten. Neu aufgelegt wurde eine Broschüre mit touristischen Pauschalangeboten. Ein Faltblatt mit erwähnten Rabatten und Extras ist erhältlich. Neu erschienen sind die „EgroNet-News“, eine Zeitung mit aktuellen Informationen, die über die Kooperationspartner und Verkehrsunternehmen verteilt wird. Die Auflage des EgroNet-Fahrplans soll ab kommendem Jahr um 5 000 auf 20 000 Exemplare erhöht werden. Alle Mitglieder haben die Möglichkeit, sich auch auf einer Seite zu präsentieren.
Zu den wichtigsten Aufgaben, die in den nächsten Monaten gelöst werden sollen, gehört die Sanierung der Bahnlinie von Hof über Rehau, Selb und As/Asch nach Cheb/Eger. „Hier muss das bayerische Wirtschaftsministerium noch stärker in die Pflicht genommen werden“, betonte Peter Seißer, Landrat des gastgebenden Landkreises Wunsiedel, „unsere tschechischen Freunde sind uns da voraus, sie haben mit der Umgehungsstraße von Asch auch schon die notwendigen Bahnbrücken gebaut.“ Die EgroNet-Mitglieder werden auch ihre Anstrengungen verstärken, um den Ausbau der Knotenpunkte sowie die Elektrifizierung der Zugstrecke Dresden – Bayreuth, der so genannten Sachsen – Franken – Magistrale, durchzusetzen. Die tschechischen Partner werden unterstützt, um die Finanzierung des Zugverkehrs bis an die Grenze Tschechien – Sachsen zu sichern. Damit werden die täglich verkehrenden 22 Zugpaare zwischen Falkenstein – Klingenthal – Kraslice / Graslitz – Sokolow – Karlovy Vary / Karlsbad auch weiterhin fahren.
Während der Mitgliederversammlung wurde einstimmig die Stadt Bayreuth als neues EgroNet- Mitglied aufgenommen. Zwar konnten die Nahverkehrsmittel durch die Festpiel-Stadt bereits mit dem EgroNet-Ticket genutzt werden. Indem die Kommune mit der noch ausstehenden Zustimmung durch den Stadtrat jetzt als 18. Mitglied aktiv im Kooperationsverbund mitarbeitet und diesen auch mit finanziert, kann die Region die gemeinsamen Vorhaben politisch mit noch größerem Nachdruck durchsetzen.
Der Verkehrsverbund Vogtland mit Sitz in Auerbach wurde von den Mitgliedern wiederum mit der Geschäftsbesorgung des EgroNet beauftragt (Pressemeldung Verkehrsverbund Vogtland, 27.09.06).

20.07.2006
Pro Höllentalbahn: grüne MdB’s Elisabeth Scharfenberg und Dr. Anton Hofreiter zu Gast im Höllental und bei der ZPR

Wie ist die aktuelle Situation der Bahnstrecken beiderseits der ehemaligen Höllentalbahn, in welchem Zustand befindet sich die Bahntrasse zwischen Marxgrün und Blankenstein und wie steht die Industrie zu einer möglichen Reaktivierung der sechs Kilometer langen Verbindungsstrecke? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Besuchs von zwei grünen Bundestagsabgeordneten im Frankenwald.
Nach gemeinsamer Organisation durch Nanne Wienands, ZPR Blankenstein Herrn Nossol und Fritz Sell fand am 20.07.2006 eine Rad- und Informationstour durch das Höllental mit anschliessendem Werksbesuch in der ZPR Blankenstein mit den Bundestagsabgeordneten statt.

Bilder der Radtour durch das Höllental und des Werksbesuchs in der ZPR finden Sie auf der Bilderseite

09.07.2006
Wohin führt die deutsche Verkehrspolitik?

Fotos des BUND mit der HTB für Verkehrsminister Tiefensee
Die schwarz-rote Koalition hat die Mehrwertsteuererhöhung plus Kürzungen beim ÖPNV beschlossen. Die Bahn wird weiter ausgedünnt, auch Straßenschäden nehmen zu. Dagegen werden Milliarden in überflüssige Prestigeobjekte gesteckt. Der BUND nimmt das nicht hin! Er macht auf Tiefensees falsche Prioritätensetzung aufmerksam und startet eine Foto-Aktion bei welcher die Höllentalbahn bereits dabei ist.

19.06.2006
HOELLENNETZ beim 10. Hofer Umwelttag

Grosses Interesse erzielte der 10. Hofer Umwelttag am Theresienstein bei Traumwetter, bei welchem der Verein HOELLENNETZ e.V. mit einem Stand über die Höllentalbahn und mit Unterstützung des MuEC Selb-Rehau, dem MEC Hof und ProBahn über weitere Bahnprojekte in der Region informierte. Von 10:oo bis 18:oo Uhr besuchten zahlreiche Gäste den Informationsstand und erfuhren in oft langen und intensiven Gesprächen die Bandbreite und Potentiale dieser Projekte.
Unter dem Motto: “Setzen sie ein Zeichen für wichtige Bahnprojekte in der Region“ führten wir eine Meinungsumfrage über die vier Themen (Reaktivierung Höllentalbahn, Reaktivierung Selb-As, Innenstadtbahnhof Hof und Elektrifizierung Sachsen-Franken-Magistrale) in der Region durch. Von 112 abgegebenen Stimmen setzten 109 ein Zeichen für die Höllentalbahn, 81 für Selb.As, 72 für die Elektrifizierung Sachsen-Franken-Magistrale und 60 für den Innenstadtbahnhof Hof.

Hackschnitzeltransport von Ebersdorf-Friesau nach Niedergörne

Seit Kurzem laufen Hackschnitzeltransporte von KHT in Friesau per Bahn nach Niedergörne an den Wochenenden, so geschehen am Sonntag mittag, Zugloks waren die 204 der Press und der Hercules der Regental-Cargo.

Am Sonntag verlies gegen Mittag ein Spänezug den Bahnhof Ebersdorf – Friesau mit Ziel Niedergörne. Die Aufnahmen entstanden kurz nach Verlassen des Bahnhofs Ebersdorf-Friesau und bei der Einfahrt in den Bahnhof Unterlemnitz

27.05.2006
Resolution zur Sachsen-Franken-Magistrale

Bewegung im mittlerweile jahrzehntelangen Bemühen um die Elektrifizierung Nürnberg-Hof-Reichenbach kommt mit der aktuellen Resolution des Sächsisch-Bayerischen Städtenetz. Die Elektrifizierung der Magistrale ist für die Höllentalbahn dahingehend von Belang, als die Problematik weiterführender Güter(ganz)züge der Gewichtsklassen um 2.000 to problemloser (vergl. via Saalfeld) durchführbar wäre, und somit der südliche Zulauf über die HTB ins thür. Kompetenzzentrum Holz traktionstechnisch absolut ebenbürtig mit der bestehenden Verbindung über Saalfeld wäre. Die Wegminderlänge von 66 km und Höhenminderüberwindung von 450 Höhenmetern via Süden bei gleicher Traktionstechnik würde aussergewöhnliche Vorteile für ökologisch und ökonomischen Schienengüterverkehr hervorrufen.

Wirtschafts- und Arbeitsminster Thomas Jurk (SPD) hat die am 23.05.06 vom Sächsisch-Bayerischen Städtenetz verabschiedete Resolution begrüßt und volle Unterstützung zugesagt. „Ich freue mich, dass die Städte Chemnitz, Zwickau, Plauen, Hof und Bayreuth so engagiert für den Ausbau der Sachsen-Franken-Magistrale kämpfen. Das gibt mir Rückenwind für die Verhandlungen mit Bund und Bahn“, so der Minister. „Es kann nicht sein, dass sich die Bahn mit ihrem Fernverkehr immer stärker aus der Fläche zurückzieht. Mit drei Millionen Menschen hat die Region ausreichend potenzielle Fahrgäste. Vom Auto um- und in die Bahn einsteigen werden sie aber nur, wenn schnelle, leistungsfähige Verbindungen angeboten werden. Ab Dezember sollen Neigetechnik-Nahverkehrszüge auf der Strecke fahren, das kann aber nur eine Übergangslösung sein.“
Als das für Verkehr zuständige Ministerium werde sein Haus in Vorleistung gehen und für die Elektrifizierung der Strecke Reichenbach-Plauen-Hof die Vorentwurfsplanung finanzieren. „Auch im Zusammenhang mit dem City-Tunnel Leipzig muss die Strecke recht schnell elektrifiziert werden.“ Für den Verkehrsknoten Chemnitz bestehe Baurecht. „Wir sind mit Bund und DB AG im Gespräch zur Finanzierung und hoffen, dass der Bau im nächsten Jahr beginnen kann.“
„Ich erwarte, dass bei der derzeit zwischen Bund und DB AG verhandelten Prioritätenliste die Sachsen-Franken-Magistrale und das Verkehrsprojekt Deutsche Einheit 9 Riesa –Dresden finanziell so ausgestattet werden, dass der Ausbau endlich sichtbar vorangeht“, so der Minister. „Die Zweckverbände in Sachsen stehen bereit, um mit ihren Nahverkehrsangeboten um den Fernverkehr herum, den Bürger eine ‚Mobilitätskette per Schiene‘ anzubieten. Was sie dafür brauchen, ist eine verlässliche Zusage von der DB AG für den Fernverkehr.“
(Pressemeldung Mediendienst Sachsen, 27.05.06).

22.05.2006
Röhrensteig wiedereröffnet

Der seit 2002 gesperrte Wanderweg Röhrensteig, welcher zwischem dem Kanzelfelstunnel und Hölle parallel zur Bahntrasse verläuft, wurde am Samstag 20.05.2006 offiziell wieder für die Wanderer und Gäste des Höllentals freigegeben. Die Trasse der Höllentalbahn war für die Versorgung dieser umfangreichen Baumassnahme unverzichtbar und wurde hierfür von Bewuchs befreit. Umso mehr ist in diesem Teilstück eine Wiederbelebung auch visuell vorstellbar.
Aufgrund der Anwesenheit einiger namhafter Bahngegner in der Runde war das Thema HTB an diesem Samstagnachmittag jedoch tabu.

22.03.2006
50.000 Besucher auf www.HOELLENNETZ.de

Im Laufe des heutigen Tages konnten wir den 50.000ten Besucher auf unserer HP www.HOELLENNETZ .de begrüssen. Dies bedeutet, dass seit dem Webauftritt der Homepage im Juni 2002 monatlich weit mehr als 1.000 Besucher die Informationen um das Projekt Höllentalbahn nutzen, ein Hinweis auf den Informationsbedarf zu diesem Thema, und Ansporn für uns, in dieser Form weiterzuarbeiten.

Schiefergebirgsexpress 2006

Auch in 2006 wird der Schiefergebirgsexpress Touristen bis Blankenstein und somit in den Einzugsbereich der Höllentalbahn bringen. Zur Information in den Zügen von DB Regio Südost wird wieder der massgeblich von HOELLENNETZ mit gestaltete Flyer Schiefergebirgsexpress verwendet.

16.03.2006
Trassenfreilegung durch Landschaftspflegeprogramm

Im Herbst 2005 begannen im Zuge einer naturschutzfachlichen Landschaftspflegemassnahme Rodungsarbeiten an Fichtengehölzen im unmittelbaren Bereich des Bahdammes im Höllental. Hierdurch wurde flussabwärts ab Hölle und speziell auf dem schmalen Streifen zwischen der Bahntrasse und der Selbitz unterhalb des Wehres eine weitesgehend freie Ansicht der Bahnlinie Blankenstein-Marxgrün geschaffen.
Bilder hiezu finden Sie in der Bildgalerie

15.02.2006
Trennung von Netz und Betrieb

Stellungnahme zum Gutachten Privatisierung der Deutschen Bahn AG „mit und ohne Netz“ von PRO BAHN
finden sie unter: BoozHami
Parallelen der derzeitigen intensiv geführten Diskussion zur Trennung von Netz und Betrieb zur Entwicklung um die Wiederbelebung der Höllentalbahn sind rein zufällig…………

 

30.01.2006
Zwei internationale Preise für touristischen Bahnverkehr im unmittelbaren Einzugsbereich der Höllentalbahn

Deutsche Bahn: „Fahrtziel Natur“ gewinnt internationalen Preis
Die Gemeinschaftsinitiative der Deutschen Bahn mit vier großen Umweltverbänden für autofreie Mobilität siegte beim Wettbewerb „ Umweltfreundlich reisen in Europa “. In Wien zeichnete der österreichische Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, Josef Pröll, die Aktion „Fahrtziel Natur – Erholen, Erleben, Erhalten“ an diesem Montag mit dem 1. Platz in der Kategorie Transport aus.
An dem europaweiten Wettbewerb, der von der Regierung in Wien im Rahmen der österreichischen EU-Präsidentschaft ausgeschrieben worden war, hatten sich 80 Projekte aus 15 Ländern beteiligt. Mit der Auszeichnung von „Fahrtziel Natur“ würdigte die Jury das Engagement von Bahn, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (Bund), Naturschutzbund Deutschland (Nabu), Verkehrsclub Deutschland (VCD) und WWF Deutschland für einen umweltschonenden Tourismus.
„Fahrtziel Natur“ wirbt seit 2001 auf Plakaten, in Faltblättern und im Internet bundesweit für umweltverträgliche Urlaubsreisen und Ausflüge in Schutzgebiete und gibt zahlreiche praktische Informationen über Bahnverbindungen sowie Buslinien, Fahrradrouten oder Wanderwege vor Ort. Für die Anreise empfehlen sich knapp 200 DB-Stationen in unmittelbarer Nähe der präsentierten Nationalparks, an denen man unmittelbar vom Zug in die Natur umsteigen kann.
Die Internet-Plattform www.fahrtziel-natur.de mit monatlich 100.000 Seitenaufrufen präsentiert darüber hinaus buchbare Pauschalangebote kleiner und mittlerer Reiseveranstalter und ist in dieser Funktion im wachsenden Markt naturbetonter Reisen einzigartig. Der DB-Reiseveranstalter Ameropa bietet seit 2004 spezielle Reisen unter der Marke „Fahrtziel Natur“ an.
„Fahrtziel Natur“ engagiert sich für sanften Tourismus und will die Großschutzgebiete als attraktive Reiseziele bekannter machen und mehr Freizeitverkehr auf die Schiene bringen. Die fünf Träger arbeiten außerdem eng mit den Landesverwaltungen, Tourismusorganisationen, Schutzgebietsverwaltungen, Verkehrsunternehmen und Gebietskörperschaften zusammen. Dort wächst das Interesse an Kooperationen mit „Fahrtziel Natur“, nicht zuletzt weil in populären Nationalparks die Naturschutzziele und die umweltbelastende PKW-Nutzung der meisten Besucher nur schwer miteinander in Einklang zu bringen sind (Pressemeldung Deutsche Bahn, 31.01.06).

 

Deutsche Bahn: Schiefergebirgs-Express erhielt Preis für umweltfreundliches Reisen

Am 30.01.06 nahm Volker Wente, Sprecher des Verkehrsbetriebes Thüringen der DB Regio AG, in Wien den 3. Preis des Wettbewerbs „Umweltfreundliches Reisen in Europa“ aus den Händen von Josef Pröll, Österreichischer Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, entgegen. Anlass der Preisverleihung ist die am 30. und 31. Januar in Wien stattfindende Konferenz „ Umweltfreundliches Reisen – Herausforderungen und Innovationen für Umwelt, Verkehr und Tourismus “ im Rahmen der österreichischen Ratspräsidentschaft der Europäischen Union und der Alpenkonvention. „Mit diesem Preis wird das Engagement unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie unserer Kooperationspartner gewürdigt, gerade im Freizeitverkehr Kunden zu gewinnen und auf die umweltfreundliche Bahn zu lenken“, so Wente bei der Preisverleihung.
Ausgelobt wurde dieser Wettbewerb im Auftrag der drei Österreichischen Bundesministerien für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasser­wirtschaft, für Verkehr, Innovation und Technologie sowie für Wirtschaft und Arbeit in fünf Kategorien: Regionen und Destinationen, Reiseveranstalter, Verkehrs- und Transportunternehmen, Beherbergungsbetriebe sowie Konsumentenorientierte Organisation und Initiativen. Besonderes Augenmerk wurde auf die Prämierung von Praxisprojekten, Initiativen und Aktivitäten an der Schnittstelle Umwelt, Verkehr und Tourismus in Europa gelegt, da umweltfreundliche Mobilität in Tourismus und Freizeit im Sinne einer nachhaltigen Tourismusentwicklung besondere Bedeutung hat. Das Projekt „Umweltfreundlich und mobil – Reisen mit dem Schiefergebirgs-Express“ wurde während der Jurysitzung am 25. Oktober des vergangenen Jahres mit dem dritten Platz in der Kategorie ‚Regionen und Destinationen‘ ausge­zeichnet. Unter mehr als 80 Bewerbungen aus 15 europäischen Ländern musste sich die gemeinsame Einsendung des DB Regio-Verkehrsbetriebes Thüringen, des Reiseveranstalters Saalfeld-Tours sowie des Naturparks Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale dabei behaupten.
Gemeinsam mit dem „Schwarzatal-Express“ fährt der „Schiefergebirgs-Express“ vom 29. April bis 28. Oktober dieses Jahres vom Leipziger Hauptbahnhof über Gera nach Saalfeld. Hier wird der Zug getrennt. Ein Zugteil fährt durch das Schwarzatal und kommt um 11.38 Uhr in Katzhütte an. Der andere Zugteil fährt zum Endpunkt Blankenstein (Saale). Mit Unterwegshalten in Leutenberg, Wurzbach oder Bad Lobenstein erschließen sich den Ausflüglern abwechslungsreiche Landschaften und historisch gewachsene Ortschaften in der wildromantischen Natur des Thüringer Schiefergebirges. Die Fahrt beginnt in dieser Saison immer samstags um 8.27 Uhr im Leipziger Hauptbahnhof.
Kurz vor der Mittagszeit kommt der moderne Triebwagen der Baureihe VT 642 um 11.55 Uhr in Blankenstein (Saale) an. Zusteigemöglichkeiten bestehen in Leipzig-Plagwitz, Leipzig-Knauthain, Pegau, Zeitz, Crossen Ort, Bad Köstritz, Gera Hauptbahnhof und Saalfeld. Um 19.30 Uhr sind die Tagesausflügler wieder in Leipzig.
Der „Schiefergebirgs-Express“ fuhr erstmalig im vergangenen Jahr und verbindet den Großraum Halle/Leipzig sowie die Städte Zeitz und Gera mit der Urlaubsregion im grünen Herz Deutschlands. Fast 1.000 Tagesaus­flügler und Urlauber nutzten in der ersten Saison die bequeme Möglichkeit, in reichlich drei Stunden Fahrtzeit das Thüringer Schiefergebirge mit dem Zug zu erreichen (Pressemeldung Deutsche Bahn, 31.01.06).

 

24.01.2006
Erfolgreiches Jahr für DB Oberfranken

Regio Oberfranken kann auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2005 zurück blicken. Neben Einnahmesteigerungen im zweistelligen Bereich nutzten im Jahr 2005 auch über 1,3 Millionen Fahrgäste mehr (+ 21 Prozent) die Züge von Regio Oberfranken. Auf diese Erfolge aufbauend richten die beiden Geschäftsleiter Uwe Domke und Gerd Schörner ihren Blick in das Jahr 2006. Bei einem Empfang für Repräsentant(inn)en aus der oberfränkischen Politik und Wirtschaft am Betriebsstandort in Hof wurden die Ergebnisse und Planungen von Regio Oberfranken vorgestellt.
Nach der Gründung im Sommer 2004 hat sich Regio Oberfranken kontinuierlich weiterentwickelt. Kurze Wege, mehr Flexibilität und vor allem die Nähe zum Kunden bildeten die Voraussetzungen für eine leistungsfähige und kundenorientierte Regiobahn. Dass Regio Oberfranken mit seinem Angebot gerade in Zeiten hoher Spritpreise überzeugen konnte beweist der hohe Fahrgastzuwachs im Vergleich zum Vorjahr. Im Jahr 2004 nutzten rund 28.000 Fahrgäste täglich die Regionalzüge von Regio Oberfranken. Im vergangenen Jahr beförderte Regio Oberfranken pro Tag rund 6.000 Fahrgäste mehr. Auf das gesamte Jahr hochgerechnet bedeutet das ein Fahrgastplus von 1,3 Millionen Personen.
Zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres am 1. September 2005 hat Regio Oberfranken wieder Ausbildungsplätze angeboten und vier junge Auszubildende eingestellt. Sie erlernen den Beruf des Lokführers oder des „Elektronikers für Betriebstechnik“. Bereits im Frühjahr hatte die Regiowerkstatt ihre Tore geöffnet. Anlässlich des bundesweiten Aktionstages „Girls Day“ konnten junge Mädchen einen Blick hinter die Kulissen werfen und die Eisenbahntechnik kennen lernen. Außerdem erhielten sie Informationen über Praktikums- und Ausbildungs-möglichkeiten bei der Bahn.
Am 28. April 2005 wurde das Neigetechnikzentrum in Hof mit einer Urkunde für die „Qualifizierung von Systemen der Instandhaltung“ ausgezeichnet. Diese Urkunde bescheinigt rechtssichere Prozesse bei der Fahrzeuginstandhaltung.
Am 7. Dezember 2005 wurde per Bescheid des Eisenbahnbundesamtes (EBA) unter sehr restriktiven Auflagen die Wiederaufnahme des bogenschnellen Fahrbetriebs mit den Triebzügen der Baureihe VT 612 genehmigt. Diese Auflagen (alle 20.000 Kilometer Ultraschallprüfung, bogenschneller Einsatz nur nach Sonderbehandlung der Radsätze) erfüllen derzeit zehn Fahrzeuge, die im Neigetechnikzentrum in Hof beheimatet sind. Sie werden seit dem Fahrplanwechsel bogenschnell auf der Strecke Regensburg – Hof eingesetzt.
Durch den engen Kontakt mit Städten und Gemeinden war Regio Oberfranken bei zahlreichen Festen mit zusätzlichen Zügen im Einsatz. Die gute Zusammenarbeit mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) machte dieses Engagement möglich.
Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2005 werden auch im oberfränkischen Streckennetz neue Doppelstockwagen, die bis zu 160 km/h lauffähig sind, eingesetzt (Nürnberg – Sonneberg und Nürnberg-Schweinfurt). Klimatisierte Fahrzeuge der Baureihe 642 verbessern seitdem auch den Fahrkomfort zwischen Neuenmarkt-Wirsberg, Lichtenfels und Coburg. Außerdem sind im neuen Fahrplan mehr Direktverbindungen zwischen Hof und Dresden sowie zwischen Hof und Weiden, Regensburg und München im Angebot. Ebenfalls seit dem Fahrplanwechsel bietet Regio Oberfranken durchgängige Verbindungen von Bad Steben über Hof nach Würzburg an. Diese Verbindung ist besonders für Kurgäste oder Ausflugsreisende attraktiv.
Regio Oberfranken wird in den kommenden Monaten den Internetauftritt www.regio-oberfranken.de weiter ausbauen. Ein so genannter „Point of Interest“ auf der Internetseite www.bahn.de bietet vor allem für Touristen interessante Möglichkeiten bei der Freizeitplanung. Ein Link führt den Nutzer direkt zu oberfränkischen Museen, Freizeiteinrichtungen und Sehenswürdigkeiten (Pressemeldung Deutsche Bahn, 21.01.06).

 

18.01.2006
Trennung von Netz und Betrieb?

Gutachten zur Privatisierung vorgelegt
Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee hat am 17.01.06 dem Verkehrsausschuss des Bundestages das vom Parlament angeforderte Gutachten zu Privatisierungsvarianten der DB AG vorgelegt.

Interessant im Zusammenhang mit der Höllentalbahn ist das Ergebnis, dass Zuwächse im Güterverkehr einzig bei den Trennungsmodellen zu erwarten sind.

11.01.2006
Bundesregierung: Mehr Geld für Verkehrsinvestitionen

Mehr Wachstum, mehr Beschäftigung und Innovationen, die Deutschland voranbringen – diese Ziele hat sich die große Koalition für das Jahr 2006 gesetzt. Mit dem auf der Genshagener Kabinettsklausur geschnürten 25-Milliarden-Euro-Investitionspaket rücken diese Ziele ein ganzes Stück näher. Der Arbeitsmarkt, die mittelständische Wirtschaft, Forschung und Familien profitieren besonders und erhalten ganz konkrete Impulse.
Grundsätzlich gilt: Jede in Verkehrsinvestitionen investierte Milliarde Euro schafft bzw. sichert etwa 25.000 Arbeitsplätze. Deshalb wird die Bundesregierung die Verkehrsinvestitionen um zusätzlich 4,3 Milliarden Euro im Zeitraum 2006 bis 2009 verstärken.
Dazu sind im Jahr 2006 insgesamt rund 9,1 Milliarden Euro vorgesehen, in den Folgejahren werden die Investitionen bei rund 9 Milliarden Euro verstetigt. Das Volumen liegt damit jährlich rund 1 Milliarde Euro über dem geltenden Finanzplan.
Diese zusätzlichen Mittel kommen allen drei Verkehrsträgern Schiene, Straße und Wasserstraße zugute. Die Aufteilung erfolgt unter der Prämisse, schnell hohe Beschäftigungsimpulse zu erreichen. Der Straßenbau ist wegen seiner relativ kleinteiligen Projekte in der Lage, die Investitionsmittel dynamisch und kurzfristig einzusetzen. Deswegen werden die zusätzlichen Investitionen im Jahr 2006 überdurchschnittlich in diesem Bereich konzentriert.
Der Schwerpunkt wird zunächst auf Erhaltungsmaßnahmen im Bestandsnetz liegen. Darüber hinaus können Maßnahmen zur Beseitigung von Engpässen und Netzlücken beschleunigt bzw. begonnen werden.
Im Schienennetz und den Wasserstrassen liegt der Investitionsschwerpunkt in den Jahren ab 2007, da im Jahr 2006 noch planerische und investive Vorarbeiten zu leisten sind, für die der bisherige Finanzrahmen keinen Raum geboten hat.
Damit die zusätzlichen Mittel schneller und effektiver verwendet werden können, wird die Bundesregierung darauf drängen, dass das Infrastrukturplanungsbeschleunigungsgesetz möglichst rasch in Kraft treten kann. Ergänzend zur Finanzierung aus öffentlichen Haushalten eröffnen wir innovative Wege der Finanzierung durch Public-Private-Partnership (PPP) (Pressemeldung Bundesregierung, 11.01.06).