News 2012

20.10.2012
Bahnhof Naila – Noch keine echte Visitenkarte

Lothar Faltenbacher – FRANKENPOST
Das Bauwerk hat eine lange Geschichte hinter sich. Seit Jahren schon ist die einstige Schalterhalle dicht.
Naila – In Naila ist der Bahnhof, wie in vielen Städten im ganzen Land, ein markantes Bauwerk. Bahnhöfe tragen entscheidend zum städtebaulichen Erscheinungsbild bei. Ihnen kommt jedoch noch eine weitere wichtige Aufgabe zu: Sie sind für den ersten Eindruck von Reisenden und Besuchern verantwortlich und damit die Visitenkarte einer Stadt.

Der Nailaer Bahnhof ist zurzeit in einem wenig repräsentativen Zustand: Seit Anfang des Jahrtausends ist die Schalterhalle dicht, die Bahnhofsgaststätte schloss wenig später. Wer mit dem Zug nach Naila fährt, gewinnt seitdem einen ersten Eindruck von der Stadt, der dem echten Lebenswert in Naila nicht gerecht wird.

Für die Verantwortlichen der Stadt bestand aus diesem Grund Handlungsbedarf. Zusammen mit Selbitz und Schwarzenbach am Wald gelang es der Kommune, in den kleinen Kreis der bayerischen Kommunen zu kommen, die für die Investition in ausgewählte Projekte über das Förderprogramm „Ort schafft Mitte“ 80 Prozent Zuschuss erhalten. Und die Stadt Naila hielt die Bahnhof-Sanierung für prädestiniert für dieses Programm. Sie kaufte das Gebäude.

Einen wesentlichen Punkt im neu gestalteten Bahnhof nimmt neben dem Info-Point und den Büroräumen der Ferienregion das neue Bistro ein. Es entsteht da, wo zurzeit noch die Fußballer des FSV Naila ihr Vereinsheim betreiben. Jürgen Hoffmann sieht in diesem Bistro eine große Chance für einen engagierten Pächter, der neben dem Angebot von Snacks und regionalen Köstlichkeiten auch die Vermietung der Zimmer im Obergeschoss oder die Betreuung der Biker-Station übernehmen sollte. Ein Ladenlokal rundet das Konzept ab.

Reizvolle Aufgabe für Planer

Jürgen Hoffmann freut sich auf den Baubeginn. Der Architekt will aus dem unansehnlichen Gebäude ein Schmuckstück machen.
Naila — „Für unser Planungsbüro ist es eine reizvolle Aufgabe, die Stadt Naila mit der Umsetzung eines Bauprojektes zu unterstützen, um die Kommune im Ergebnis als erfolgreiches Mittelzentrum zu etablieren.“ Mit diesen Worten umschreibt der Bad Stebener Architekt Jürgen Hoffmann sein Engagement, den unansehnlichen Bahnhof in Naila zu einem „Schmuckstück“ am Ortseingang der Stadt zu machen.

Jürgen Hoffmann erinnert sich im Gespräch mit der Frankenpost an die Zeit vor Monaten, als die Verantwortlichen der Stadt den Entwurf seines Teams aus zuletzt vier Vorschlägen ausgewählt hatten. Die Kommune hatte vorgegeben, dass in dem Bahnhofsgebäude neben Räumlichkeiten für die Ferienregion Selbitztal und den Naturpark Frankenwald auch ein Gastronomie-Betrieb sowie eine Herberge für Wandertouristen untergebracht werden sollten.

Als besonders reizvoll bezeichnet der Architekt die gestalterische Aufgabe, das Kerngebäude an die historische Fassade des Bahnhofs anzugleichen. Am Ende soll ein „zeitgemäß modernes Bauwerk mit Charme“ entstehen, das einen ansprechenden Eindruck auf Einheimische und Besucher der Stadt macht, sagt der Architekt. In diesem Zusammenhang sei der Bahnhof ein das Image der Stadt prägender Baustein, der die regionale Lebensfähigkeit sowie die Qualität der Stadt im Frankenwald authentisch präsentiert.

Der Ausgangspunkt der Planungsarbeiten für das Büro sei das Tourismus-Dienstleistungszentrum, dem Nadine Hofmann vorsteht und das zurzeit im Rathaus im Zentrum der Stadt untergebracht ist. „Ich sehe den Bahnhof als Eingangstor zur Stadt und in den Frankenwald“, sagt der Architekt. Bei allen Arbeiten galt es, die Funktionalität der Teilbereiche optimal zu gestalten. So können nach Hoffmanns Planungen die Räume für die Gastronomie bei Bedarf auch mit dem Informationszentrum in der ehemaligen Wartehalle und dem Tourismusbüro verbunden werden. Die Herbergsräume im Obergeschoss bieten in fünf Doppelzimmern und einem Einzelzimmer Platz für Rucksacktouristen oder Fahrradgruppen. Der Multifunktionsraum stehe als Seminarraum ebenso zur Verfügung wie als Matratzenlager für Gruppen. „Eine neue Gäste-Zielgruppe, die viele noch unterschätzen, sind nach meiner Überzeugung Bahn-Nostalgiker“, erklärt Hoffmann. Diese Bahnliebhaber aus ganz Deutschland reisen durchs Land, um sehenswerte Regionen, durch die Bahnstrecken verlaufen, zu bewandern. „Wir haben im Frankenwald eine Reihe an sehenswerten Touren“, weiß der Architekt. Diese Liebhaber seien auch ein Grund dafür, dass das alte Stellwerk am Bahnhof erhalten bleibe. Für die steigende Zahl an Fahrrad-Touristen haben die Planer eine eigene Biker-Station im Bereich der ehemaligen Güterschuppen vorgesehen. Hier können die Touristen Fahrräder und E-Bikes mieten, Akkus laden oder auch Reparaturen vornehmen. Hoffmann freut sich schon auf den Baubeginn im nächsten Frühjahr und die Fertigstellung im Frühsommer 2014.

Die Presseberichte finden Sie unter:
http://www.frankenpost.de/lokal/naila/naila/Noch-keine-echte-Visitenkarte;art2443,2155064
http://www.frankenpost.de/lokal/naila/naila/Reizvolle-Aufgabe-fuer-Planer;art2443,2155053

 

27.09.2012
Oberlandbahn soll 2014 wieder zwischen Triptis und Ziegenrück fahren

Uli Drescher – OTZ
Die Oberlandbahn soll nach Aussagen des derzeitigen Pächters Deutsche Regionaleisenbahn 2014 zwischen Triptis und Ziegenrück wieder fahren. Landrat Thomas Fügmann zweifelt die Aussagen zum Bau der Brücke bei Moßbach an. Ziegenrück . Die Oberlandbahn soll ab 2014 auf dem Abschnitt Triptis-Ziegenrück wieder fahren. Das behauptete Gerhard J. Curth , Geschäftsführer der Deutschen Regionaleisenbahn (DRE), vor wenigen Tagen anlässlich einer internen Beratung in Ziegenrück , zu der der Tourismusverbund Rennsteig-Saaleland e.V. den Landrat, Vertreter der Regionaleisenbahn, den Oberlandbahnverein, ansässige Unternehmen sowie Kommunalpolitiker in das Wasserkraft-Museum eingeladen hatte. Wie das Landratsamt im Ergebnis der Zusammenkunft mitteilt, wurden Konzepte zur Wiederaufnahme des touristischen Personenzugverkehrs zwischen Triptis und Ziegenrück durch die DRE und zur touristischen Weiternutzung der Strecke durch den Thüringer Oberlandbahnverein vorgestellt. Knackpunkt für eine geplante Inbetriebnahme der Oberlandbahn, vorerst auf der Strecke Triptis-Ziegenrück, ist die nicht mehr vorhandene Eisenbahnbrücke über die Autobahn bei Moßbach . DRE-Geschäftsführer Gerhard J. Curth habe den Teilnehmern versichert und sogar einen Flyer verteilt, dass die Brücke bei Moßbach entsprechend abgeschlossener Verträge nächstes Jahr gebaut werde und eine Inbetriebnahme der Strecke zum Fahrplanwechsel schon 2014/2015 möglich sein könnte. Diesen Optimismus konnten nicht alle Teilnehmer an der Beratung teilen, heißt es aus dem Landratsamt. So zweifelt Landrat Thomas Fügmann (CDU) den Bau der Eisenbahnbrücke an, die zwischen vier und sechs Millionen Euro kosten würde. Bisher, so Fügmann, deute nichts auf einen Bau hin. Ungeachtet dessen vertrete der Landkreis jedoch den Standpunkt, dass die Strecke reaktiviert werden sollte. Entscheidend dafür sei jedoch eine Anbindung der Strecke an das Gleisnetz in Triptis und der Bau der Eisenbahnbrücke bei Moßbach . Schon jetzt werden Teile der Strecke durch den Verein Thüringer Oberlandbahn e. V. mit Draisinen befahren und auf diese Weise touristisch genutzt. Mit drei eigenen und zusätzlich gemieteten Draisinen werden derzeit rund 2500 Fahrgäste im Jahr befördert, heißt es. In diesem Zusammenhang stellte Jens Tiersch , Geschäftsführer der Firma Elvec in Schleiz , die weltweit erste, neu entwickelte Pedelec-Draisine mit Elektroantrieb aus Schleiz vor. Ihre Besonderheiten: Steigfähigkeit bis zu vier Prozent, Einzigartigkeit in Form und Funktion, geringes Gewicht und leicht zu bedienen. Ihr Einsatz würde zum Erhalt der Strecke, zur Weiterentwicklung touristischer Strukturen und zur Entlastung der Umwelt beitragen, erklärte Jens Tiersch . Die Teilnehmer der Gesprächsrunde wollen sich im Frühjahr erneut treffen, wenn eine Inbetriebnahme der Strecke Ziegenrück-Triptis geklärt ist. An den Tourismusverbund erging der Auftrag, bis zu diesem Zeitpunkt ein Konzept zu erarbeiten, wie die Anbindung des touristischen Knotenpunktes Ziegenrück in die Fläche „Thüringer Meer“ erreicht werden kann. Steffen Pötzscher, Vorsitzender des Vereines Thüringer Oberlandbahn, sieht nach der Zusammenkunft gute Aussichten, dass die Teilung der Strecke in Zugbetrieb zwischen Triptis und Ziegenrück sowie Draisinenfahrten zwischen Lückenmühle und Ziegenrück funktioniert. Allerdings setze das voraus, dass die Deutsche Regionaleisenbahn ihre Zusagen einhält.

Den Pressebericht finden Sie unter:
http://www.otz.de/web/zgt/suche/detail/-/specific/Oberlandbahn-soll-2014-wieder-zwischen-Triptis-und-Ziegenrueck-fahren-1422921798

24.09.2012
Lieberknecht macht in Blankenstein Hoffnung für Höllentalbahn

Ein hoffnungsvolles Signal zur Reaktivierung der Höllentalbahn setzte Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) am Sonnabend beim Tag der offenen Tür in der Zellstoff- und Papierfabrik Rosenthal (ZPR) in Blankenstein.
Ulf Rathgeber – OTZ
Auf Nachfrage dieser Zeitung sagte die Regierungschefin: „Wir haben das Thema nicht vergessen. Es bleibt vor unserem geistigen Auge. Wir geben nicht auf.“ Es gelte, Überzeugungsarbeit bei den bayerischen Kollegen zu leisten. Dabei gehe es um die Darstellung der Wirtschaftlichkeit. Gleichzeitig betonte Lieberknecht, dass Wege gefunden werden müssten, die Finanzierungsfrage zu klären. „Es geht darum, einen langen Atem zu haben“, betonte die Ministerpräsidentin. Die Nachhaltigkeit des Projektes müsse nachgewiesen werden.

Nachhaltigkeit war das Thema des Tages der offenen Tür 2012. ZPR-Geschäftsführer Leonard Nossol benannte in seinem Begrüßungsvortrag drei Säulen der Nachhaltigkeit in seinem Unternehmen: Das ökonomische, das ökologische und das soziale Themenfeld. Auf wirtschaftlichem Gebiet verwies Nossol auf die langfristige Unternehmensausrichtung. „Indem wir in guten Zeiten Reserven bilden, müssen wir in schlechteren keine Mitarbeiter entlassen.“ In Sachen Umwelt sind bei der ZPR in den vergangenen Jahren Millionenbeträge investiert worden. Beim Abwasser, der Einsparung von täglich einer Lkw-Ladung mit Chemikalien oder dem größten Biomassekraftwerk Thüringens , dem zweitgrößten in der Bundesrepublik, sind Meilensteine gesetzt worden. Die Straßeninfrastruktur sei in den vergangenen 14 Jahren erfreulicherweise gut entwickelt worden. „Das letzte Stück Umfahrung von Birkenhügel wird bald begonnen.“ Nossol lobte die gute Kooperation von öffentlicher Hand, Land Thüringen und der Wirtschaft.

Von einer „grotesken Situation im Bahnverkehr“, sprach der ZPR-Geschäftsführer in seinem Vortrag aber auch. Die Reaktivierung der Strecke Blankenstein – Marxgrün stehe im Thüringer Koalitionsvertrag. Seit 22 Jahren habe sich in diesem Bereich bedauerlicherweise nichts getan. Der Gütertransport der ZPR ist von „weit unter 100 000 in diesem Jahr auf weit über 200 000 Tonnen gestiegen. Wir könnten die Verbindung nach Bayern brauchen.“ Den Verantwortlichen im Nachbarbundesland sollte verdeutlicht werden, dass es sich nicht um eine Thüringer Verbindung handelt, so Nossol . „Es ist eine Verbindung in den Süden.“

Klaus Stöcker war einer der vielen Gäste am Sonnabend. „Ich habe hier von 1964 bis 1968 Papiermacher gelernt“, sagte der Ingenieur. „Es ist schön, wieder mal hier zu sein. Es hat sich viel geändert.“ Beachtlich sei, dass im Unternehmen ganz unterschiedliche Kreisläufe geschaffen worden sind. „Die Strategie ist super.“

Den Pressebericht finden Sie unter:
http://badlobenstein.otz.de/web/badlobenstein/startseite/detail/-/specific/Lieberknecht-macht-in-Blankenstein-Hoffnung-fuer-Hoellentalbahn-160256624

 

03.09.2012
Bahnhof in Knau wird erweckt

Sandra Hoffmann – OTZ
Der Thüringer Oberlandbahn e.V. hat das mehr als 100 Jahre alte und über zehn Jahre leer stehende Gebäude gekauft und macht es zu seinem Vereinssitz. Zum Tag des offenen Denkmals am Sonntag gewährt er erstmals Einblicke. Knau. Das Bahnhofsgebäude in Knau soll wieder zu einem Schmuckstück werden. Das ist das gemeinsame Ziel der Mitglieder des Thüringer Oberlandbahn e.V. und der Gemeinde Knau. Vor einem Jahr hat der Verein den Bahnhof gekauft und richtet ihn nun als seinen Vereinssitz her. „Die Aktivitäten unseres Vereins spielen sich bisher hauptsächlich zwischen Moßbach und Lückenmühle ab und da ist Knau zentral gelegen“, nennt Steffen Pötzscher, Vorsitzender des Thüringer Oberlandbahn e.V., einen Grund für den Kauf des Bahnhofs in Knau. Hinzu kam, dass die Immobilie noch erhältlich und der Preis für den Verein bezahlbar war. Bereits im August vergangenen Jahres hatte der Verein das Gebäude von einer luxemburgischen Gesellschaft erworben. „Das Haus hat über zehn Jahre leer gestanden, es ist aber in Ordnung. Es sind keine großen Reparaturen nötig, wir können mit den Schönheitsreparaturen beginnen“, ist Steffen Pötzscher erleichtert über den Zustand der Gebäudesubstanz. Dennoch sind Investitionen nötig. Die Anfänge sind durch vier Arbeitseinsätze mit jeweils etwa zehn Vereinsmitgliedern bereits gemacht. „Wir haben erst einmal aufgeräumt und entrümpelt und die Außenanlagen in Ordnung gebracht“, zählt Vereinsmitglied Stephan Umbach auf. Zudem wurden zerschlagene Fensterscheiben durch neue ersetzt. Und es gab kleine Überraschungen. So kam auf dem Freigelände ein Brunnen zum Vorschein und im Objekt lag das Zugmeldebuch mit den Eintragungen des letzten Tages aufgeschlagen auf dem Tisch, ganz so, als sollte der Fahrbetrieb am nächsten Tag weitergehen. Im Mai 1998 war der Zugverkehr auf der Thüringer Oberlandbahn zwischen Triptis und Ebersdorf-Friesau eingestellt worden. Seit Ende 2004 ist die Strecke stillgelegt. „Der Verein hat die Absicht, die Strecke museal als technisches Denkmal zu erhalten“, nennt Steffen Pötzscher das ausdrückliche Ziel des Thüringer Oberlandbahn e.V.. Der Erhalt und die Pflege des Bahnhofsgebäudes in Knau ist dahingehend ein weiterer Baustein. „Das Anliegen des Vereins ist auch unseres“, sagt Klaus Liehm , Bürgermeister der Gemeinde Knau. „Deshalb hat es mich gefreut, als der Verein sagte, er wolle den Bahnhof kaufen.“ Im Jahr 1894 und damit im Eröffnungsjahr der Eisenbahnstrecke Triptis Blankenstein ist das Bahnhofsgebäude in Knau errichtet worden. „Es waren Standardbauten, die baugleich auch auf anderen Bahnhöfen entstanden“, weiß Steffen Pötzscher. In der unteren Etage befanden sich der Warteraum und der Fahrkartenverkauf, im Obergeschoss hatte der Bahnhofsvorsteher seine Wohnung. 1934, als die Eisenbahnstrecke modernisiert wurde, erhielt das Gebäude einen Vorbau, in dem das mechanische Stellwerk zum Stellen von Weichen, Signalen und Schrankenanlagen seinen Platz fand. Bis 1996 war das Bahnhofsgebäude bewohnt. In seinen Bemühungen in Knau wird der Thüringer Oberlandbahn e.V. von den Denkmalbehörden unterstützt. Und zum Tag des offenen Denkmals am kommenden Sonntag gewährt der Verein erstmals der interessierten Öffentlichkeit einen Blick in sein neues Domizil. Zwischen 10 und 17 Uhr lädt er zu fachkundigen Führungen durch das Gebäude und das historische Stellwerk ein. Außerdem gibt es Ausstellungen. Im Übrigen hat der Verein bereits seinen 2000. Gast in diesem Jahr per Draisine befördert. Er gehörte zum Interessenverband Kinderdialyse Jena e.V., der am Donnerstag zwischen Lückenmühle und Ziegenrück unterwegs war.

Den Pressebericht finden Sie unter:
http://www.otz.de/web/zgt/suche/detail/-/specific/Bahnhof-in-Knau-wird-erweckt-508049773

 

21.08.2012
Am Gleis fliegen die Funken

Während der kommenden vier Wochen entsteht in Selbitz die modernste Bahnstation im Landkreis Hof. Die Deutsche Bahn investiert 500 000 Euro.
Von Werner Rost – FRANKENPOST
Selbitz – Am Bahnhof Selbitz dröhnen die Baumaschinen. Ein Zweiwege-Bagger – ein Fahrzeug mit Gummi- und zusätzlichen Stahlrädern – saust auf dem Gleis hin und her. Der Baggerführer reißt erst die maroden, schnell zerbröckelnden Bahnsteigkanten heraus, dann den alten Asphalt und legt alles getrennt auf Brachflächen ab. Mit einem Schweißbrenner durchtrennt ein Arbeiter die leiterartigen Stahlgittermasten der alten Bahnsteigbeleuchtung. Wie gefällte Bäume knicken die Stahlkolosse zur Seite, wobei die Glasschirme der Lampen mit einem lauten Scheppern zerbrechen
Ein anderer Arbeiter durchtrennt das Gleis 3, auf dem bis Sonntagabend die Züge der Privatbahn Agilis in Richtung Hof gehalten haben, in zehn Meter lange Gleis-Joche, die am heutigen Dienstag herausgehoben werden. Wie berichtet, pendeln die Agilis-Züge bis einschließlich 12. September nur zwischen Hof und Selbitz. Im Abschnitt zwischen Selbitz und Bad Steben müssen die Fahrgäste in einen Bus umsteigen.
Auch am Bahnhofsvorplatz herrschte am Montag geschäftiges Treiben. Den ganzen Tag über lieferten Lastwagen Baumaterial an. Darunter auch die neuen Bahnsteigkanten, die eine Chemnitzer Betonbaufirma gefertigt hat.
Wer mit einem Kinderwagen, Fahrrad, Rollator oder Rollstuhl in einen Zug einsteigen möchte, hat es in Selbitz demnächst besonders einfach, denn am Bahnhof entsteht ein barrierefreier Zugang zu den Zügen. Wie berichtet, baut die Deutsche Bahn AG als Infrastruktur-Betreiber als Ersatz für die beiden alten Einstiegsbereiche einen neuen 55 Zentimeter hohen Mittelbahnsteig zwischen den Gleisen. Dies entspricht der Einstiegshöhe der Niederflurtriebwagen von Agilis. Zusammen mit einer neuen Beleuchtung und einem Wetterschutz belaufen sich die Investitionen auf rund eine halbe Million Euro. Den Löwenanteil bringen der Bund und die DB AG auf. Um größere Unterstellmöglichkeiten für die vielen Schüler errichten zu können, beteiligt sich die Stadt Selbitz mit knapp 10 000 Euro.
Wie berichtet, muss das vordere Gleis – bislang „Gleis 3“, künftig „Gleis 1“ – um zirka 80 Zentimeter in Richtung des ehemaligen Empfangsgebäudes verschwenkt werden. Das Gleis muss dazu in zehn Meter lange Joche geteilt werden. Die alten Schienen dienen als Montagehilfe beim Aufbau in der neuen Lage, werden dann aber laut Baufirma Strabag durch neue Schienen ersetzt. Die Schwellen sollen so weit wie möglich wieder verwendet werden.
Wie Michael Kredel, Leiter des Regionalnetzes Franken von DB Netz, im Gespräch mit der Frankenpost erläutert, wird der neue Mittelbahnsteig den Winterdienst im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht erleichtern. „Statt zwei muss künftig nur noch ein Bahnsteig schneefrei gehalten werden“, betont Kredel.

Den Pressebericht finden Sie unter:
http://www.frankenpost.de/lokal/naila/naila/Am-Gleis-fliegen-die-Funken;art2443,2092141

 

04.06.2012
Zugtaufe mit Sektfontäne

Die Stadt Naila und die Privatbahn Agilis feiern das 125. Jubiläum des Schienenwegs nach Hof. Einer der modernen Triebwagen trägt nun das Stadtwappen.
Von Werner Rost – FRANKENPOST
Naila – Nadine Hofmann, die Geschäftsführerin der Ferienregion Selbitztal, hat die Sektflasche kräftig geschüttelt, bevor sie diese dem Nailaer Bürgermeister Frank Stumpf in die Hand drückte. Oberhalb der Fensterreihe des Triebwagens war ein großer Bereich mit einer Folie zugeklebt. Stumpf und Geschäftsführer Kai Müller-Eberstein von der Privatbahn Agilis mussten sich auf dem kleinen Podest ganz schön strecken, um die Klebestreifen und die Folie zu entfernen. Zum Vorschein kam das Nailaer Stadtwappen mit der bekannten Gestalt des „Wilden Manns“ und der Schriftzug „Naila“. Gemeinsam nahmen die beiden schließlich die gut geschüttelte Flasche und ließen den größten Teil des Inhalts in die Höhe schießen, so dass der Sekt auf dem Stadtwappen schäumte. Diese zwei Minuten und die anschließende Segnung des Fahrzeugs durch Dekan Günter Förster und Kaplan Florian Stark waren der Höhepunkt der einstündigen Feier auf dem Bahnhof Naila am Freitagmittag, die auf den Tag genau 125 Jahre nach der Eröffnung der Bahnstrecke von Hof nach Marxgrün stattfand.

Bereits seit einem Jahr rollen die klimatisierten Dieseltriebwagen der Privatbahn Agilis durch Oberfranken. Anlässlich des Streckenjubiläums hatte die Stadt Naila den Antrag bei Agilis gestellt, die Patenschaft für eines dieser Fahrzeuge zu übernehmen. Agilis sagte zu und organisierte zusammen mit der Stadt ein Bahnhofsfest, zu dem zahlreiche Nailaer und viele Eisenbahnfreunde von auswärts kamen. In seiner früheren Uniform spielte der ehemalige Bundesbahn-Mitarbeiter Karl Drechsel auf einer Drehleier, die für nostalgische Stimmung auf dem Bahnsteig sorgte.

„Was mag das für ein Gefühl gewesen sein, vor 125 Jahren auf dem Tag genau, als im Zeichen des technischen Fortschritts die Bahn als neues Fortbewegungsmittel hier ihren Betrieb eröffnete“, sagte der Bürgermeister, der die Eisenbahngeschichte noch einmal Revue passieren ließ. „Heute stehen wir nach 125 Jahren an der selben Stelle wie die damals Verantwortlichen und hoffen, dass diese Bahnstrecke erhalten bleibt“, betonte Stumpf. „Vielleicht wird diese Strecke eines Tages wieder Bayern und Thüringen verbinden“, fügte der Bürgermeister angesichts der seit Jahren lebhaften Diskussion über die Reaktivierung der Höllentalbahn hinzu. Neben Berufspendler und Schülern würden auch viele Touristen das stündliche Angebot von Agilis nutzen, um umweltfreundlich und entspannt mit dem Zug in den Frankenwald zu fahren. Als Zeichen der Verbundenheit mit dieser Bahnstrecke habe die Stadt Naila einen Antrag bei Agilis gestellt, die Patenschaft für eines der neuen Fahrzeuge zu übernehmen.

Wie der Agilis-Chef augenzwinkernd sagte, wird die Stadt Naila jetzt ihren Verpflichtungen für die eingegangene Patenschaft nachkommen müssen. Müller-Eberstein stellte den zahlreichen Festbesuchern die junge, 2009 gegründete Bahngesellschaft Agilis vor, die mittlerweile zehn Prozent der gesamten Regionalzugleistungen im Freistaat erbringt. Er entschuldigte sich noch einmal ausdrücklich für die Startschwierigkeiten im vergangenen Juni auf dem Dieselnetz Oberfranken, als die Fahrgäste bei einigen Fahrten wegen des Lokführermangels vorübergehend auf Busse umsteigen mussten. Wie berichtet, hat Agilis diesen Personalengpass überwunden und fährt seit Dezember 100 Prozent des vom Freistaats bestellten Verkehrs vertragsgemäß auf der Schiene.

Einen sehr persönlichen Rückblick nahm Altbürgermeister Robert Strobel. „Dies ist für mich heute ein besonderer Tag, denn ich habe 52 Jahre nach der Eröffnung dieser Strecke unter dem Dach dieses Bahnhofs das Licht der Welt erblickt“, verriet der Sohn eines Eisenbahners, der dort seine Dienstwohnung hatte. „Außerdem habe ich am 1. September 1955 in diesem Bahnhof mein Berufsleben begonnen“, fügte Strobel hinzu. Letzteres verbindet auch Karl Drechsel mit dem Bahnhof, der dort drei Jahre später als Eisenbahner begann.

Den Pressebericht finden Sie unter:
http://www.frankenpost.de/lokal/naila/naila/Zugtaufe-mit-Sektfontaene;art2443,2014620

 

19.05.2012
Zellstoff- und Papierfabrik Rosenthal drängt auf Schienenweg

OTZ Peter Hagen
Rund 44 Prozent des Zellstoff-Inlandsabsatzes gehen nach Bayern Blankenstein . Die Zellstoff- und Papierfabrik Rosenthal hat im vorigen Jahr beim Zellstoffverkauf insgesamt 248 528 Tonnen auf dem Schienenweg transportiert. Darüber informierte ZPR-Geschäftsführer Leonhard Nossol in dieser Woche zur Verkehrskonferenz in Blankenstein . Nossol ist seit Jahren ein vehementer Fürsprecher zur Reaktivierung der Höllentalbahn, die nach seinen Worten nicht nur Blankenstein und die Region aufwerten würde, sondern auch eine Stärkung der Wirtschaft zur Folge hätte. Bei einem Lückenschluss der auf etwas über fünf Kilometern unterbrochenen Bahnlinie zwischen Thüringen und Bayern könnte eine Vielzahl an Gütertransporten der ZPR von der Straße verschwinden. Wie einer Übersicht des Zellstoffproduzenten zu entnehmen ist, hatte die ZPR im vorigen Jahr einen Inlandsabsatz von insgesamt 175 910 Tonnen, von denen 78 118 Tonnen nach Bayern geliefert worden sind. „Dies entspricht 44 Prozent des gesamten Inlandsabsatzes der ZPR“, unterstrich Nossol . Schon jetzt würden 98 Prozent des nach Bayern gelieferten Zellstoffs mit der Bahn versandt, was jedoch erhebliche Umwege zur Folge habe. Nossol sieht im Lückenschluss vor allem ökologische Gesichtspunkte.

Den Pressebericht finden Sie unter:
http://www.otz.de/web/zgt/suche/detail/-/specific/Zellstoff-und-Papierfabrik-Rosenthal-draengt-auf-Schienenweg-1549730417

 

15.05.2012
Weiter heftiges Ringen um die Höllentalbahn

50 Konferenzteilnehmer beraten über eine Reaktivierung der Bahnstrecke von Marxgrün nach Blankenstein. Die Initiative Höllennetz belegt eine größere Wirtschaftlichkeit als bislang angenommen.
FRANKENPOST Werner Rost
Blankenstein – Auf Einladung der Bürgermeister Frank Stumpf aus Naila und Ralf Kalich aus Blankenstein haben sich am gestrigen Montag Vertreter aus Politik und Wirtschaft im Rennsteigsaal zu einer knapp dreistündigen Bahnkonferenz getroffen. Anlass waren die jüngsten Negativ-Meldungen aus den Landesverkehrsministerien Bayerns und Thüringens sowie die Äußerungen einiger erklärter Bahngegner (die Frankenpost berichtete). Viele Redner machten gestern deutlich, dass sie die Höllentalbahn nach wie vor befürworten.

Als Vertreter aller Bürgermeister der Städte und Gemeinden entlang der Bahnstrecke auf bayerischer Seite erklärte Klaus Adelt aus Selbitz, dass er das Projekt eines Lückenschlusses nach Blankenstein uneingeschränkt befürworte. Adelt stellte sich damit bewusst gegen seinen SPD-Parteifreund, den Hofer Landrat Bernd Hering, und gegen den CSU-Landtagsabgeordneten Alexander König, die sich wiederholt gegen die Höllentalbahn ausgesprochen hatten. „Beide haben die Tragweite des Projektes für unsere Region nicht erkannt“, betonte Adelt. Das Argument Herings für den Naturschutz wollte Adelt nicht gelten lassen. „Die Bahnstrecke Hof-Bad Steben ist wunderbar in die Naturlandschaft integriert“, konterte der Bürgermeister. Adelt widersprach auch Herings Argumentation für den Quellschutz des Höllensprudels. Die Zeiten, in denen Loks Unmengen an Hydrauliköl gebraucht hätten, seien längst vorbei.

Vorsitzender Fritz Sell von der Initiative Höllennetz widerlegte mit eigenen Berechnungen, dass die Höllentalbahn viel wirtschaftlicher zu betreiben wäre, als dies bislang von den Ministerien angegeben worden sei. Wie Sell erklärte, wird heutzutage für die Berechnung der Förderfähigkeit einer Infrastrukturmaßnahme im Schienenpersonenverkehr nicht die Zahl der Fahrgäste in einem bestimmten Gleisabschnitt herangezogen, sondern der Wert „Reisenden-Kilometer pro Kilometer Bahnstrecke“. Somit würden in die Berechnung auch die Zugkilometer einfließen, die die Fahrgäste während ihrer gesamten Reise zurücklegen. Immerhin verbessere sich im Falle eines Lückenschlusses auch die Auslastung anderer Züge auf anderen Bahnstrecken, betonte Sell. Er berief sich dabei auf analoge Berechnungen für den aktuellen Landesnahverkehrsplan in Brandenburg.

Auf Grundlage des Gutachtens der Firma Kocks aus dem Jahre 1998 stellte Sell die Berechnung der Initiative Höllennetz vor. „Für die Höllentalbahn ergibt sich ein Wert von mindestens 3928 Reisendenkilometer pro Kilometer Bahnlinie“, erklärte der Vereinsvorsitzende. Unter Berücksichtigung des Rückgangs der Bevölkerungszahlen in der Region müsse man diesen Wert heute lediglich um zehn Prozent nach unten korrigieren auf 3525.

Mehrere Redner beklagten, dass bei den bisherigen Gutachten entweder nur der Personenverkehr oder nur der Güterverkehr untersucht worden sei. Durch die Trasseneinnahmen aus allen Zugverkehren sei die Höllentalbahn weitaus wirtschafter zu betreiben.

Geschäftsführer Leonhard Nossol von der Zellstofffabrik ZPR Blankenstein erklärte, dass seine Firma bereit sei, nach einem Lückenschluss zwischen Marxgrün und Blankenstein die Holztransporte von Böhmen über Bayern nach Thüringen komplett von der Straße auf die Schiene zu verlagern. „Damit würden wir die Ernst-Reuter-Straße in Hof um täglich 17 Lkw entlasten“, sagte Nossol. Der Unternehmer beklagte, dass mehr als zwei Jahrzehnte nach der Grenzöffnung im Bereich der Eisenbahn-Infrastruktur immer noch die deutsche Teilung zementiert sei. Nossol warb für eine „Wiedervereinigung unter ökologischen Gesichtspunkten“.

Gerd Weibelzahl vom Verkehrsclub Deutschland (VCD) betonte die zunehmende Bedeutung der Bahn für den Freizeitverkehr und für den Tourismus in Zeiten stark steigender Kraftstoffpreise. Angesichts der Kooperation „Fahrtziel Natur“ im Bereich der Naturparke Frankenwald und Thüringer Wald plädierte er dafür, die beiden Stickstrecken endlich über den sechs Kilometer langen Abschnitt zu verbinden.

Als Positiv-Beispiel für eine erfolgreiche Reaktivierung stellte Professor Dr. Thomas Schempf vom Fahrgastverband „Pro Bahn“ die Ilztalbahn von Passau nach Freyung vor, die gegen den Widerstand vieler Politiker geglückt sei. Das touristische Zugangebot auf der Strecke werde hervorragend von der Bevölkerung angenommen. Schempf appellierte an die Befürworter, nicht locker zu lassen und weiter für die Höllentalbahn zu kämpfen. Konkrete Beschlüsse fasste die Konferenzrunde nicht.

Den Pressebericht finden Sie unter:
http://www.frankenpost.de/lokal/hofrehau/hof-land/Weiter-heftiges-Ringen-um-die-Hoellentalbahn;art2438,1997056

 

Höllentalbahn: Politik fundamentiert in Blankenstein Kriegsfolgen

OTZ Peter Hagen
Der alte Schienenweg zwischen Thüringen und Bayern durchs Höllental wird nicht wiederhergestellt. Doch die Verkehrskonferenz in Blankenstein zeigt, dass sich die Bahn-Freunde längst nicht geschlagen geben.
„Wir sind in sechs Jahren nicht einen Millimeter vorangekommen“, lautet das Fazit von Harald Weisenseel zum Thema Reaktivierung der Höllentalbahn. Der Vertreter des Thüringer Verkehrsministeriums hat sich Montagnachmittag über zwei Stunden geduldig die Vorträge zur Verkehrskonferenz im Blankensteiner Rennsteigsaal angehört und dann das Wort ergriffen. Eine Studie sei zunächst erforderlich, so Weisenseels Auffassung, um eine Reaktivierung der Höllentalbahn wirtschaftlich nachvollziehen zu können. Dabei habe Thüringen mit 500 m Wegstrecke den geringsten Anteil. Vielmehr sei Bayern gefragt, wo 5,5 km Schienenstrang fehlen. Insofern sei auch die bayerische Landesregierung erster Ansprechpartner sowie das für den Güterverkehr zuständige Bundesverkehrsministerium. “
Thüringen meldet die Höllentalbahn nicht an“, verweist Weisenseel auf den neuen Bundesverkehrswegeplan, der 2015 stehen soll und für den bis Ende 2013 eine aktualisierte Verkehrsprognose erstellt werden muss.
Steffen Höbelt von der DB Netz glaubt nicht daran, dass die Trasse Saalfeld-Hof wirtschaftlichen Sinn macht. „Die DB Netz ist nicht unbedingt gegen die Höllentalbahn“, betont er. Aber mit dem aktuellen Trassenpreissystem sei eine Kosten-Nutzen-Analyse kaum positiv für die Höllentalbahn darzustellen. Selbst die extra ausgebaute Strecke zwischen Hockeroda und Blankenstein sei bislang nicht am Limit. Öffnet sich das Gleis in Richtung Süden, sei eine noch geringere Auslastung zu fürchten. Obgleich für die Politik die Höllentalbahn ewig auf dem Abstellgleis bleiben soll, muss das nicht deren endgültiges Aus bedeuten. Diese Hoffnung weckt Thomas Schempf , der von einer erfolgreichen Reaktivierung der Ilztalbahn berichtet. Er ist einer der beiden Geschäftsführer der Ilztalbahn GmbH . Auch die Strecke zwischen Passau und Freyung war demnach von der Politik längst aufgegeben worden, als sich Bahn-Enthusiasten an deren Wiederbelebung wagten.

Den Pressebericht finden Sie unter:
http://badlobenstein.otz.de/web/badlobenstein/startseite/detail/-/specific/Hoellentalbahn-Politik-fundamentiert-in-Blankenstein-Kriegsfolgen-751653395

 

12.05.2012
Höllentalbahn: Initiative „Höllennetz“ widerlegt Zahlen des Ministeriums

OTZ Ulf Rathgeber
Die reinen Fahrgastzahlen sind nicht mehr erheblich für eine mögliche Wiederinbetriebnahme der Höllentalbahn. Eine entsprechende Studie übermittelte Fritz Sell von der Initiative Höllennetz, die sich seit vielen Jahren für die Reaktivierung des lediglich 6,3 Kilometer langen Schienenstranges Thüringen-Oberfranken einsetzt. Blankenstein/Marxgrün. Entscheidend für mögliche Investitionen durch das Bundesverkehrsministerium sind vielmehr, dass 1000 Reisenden-Kilometer pro Kilometer Betrieblänge pro Werktag erreicht werden. „Problematisch ist, dass dieser Wert häufig unabsichtlich, absichtlich oder fahrlässig falsch berechnet wird“, ist in der Studie aufgeführt. „So werden teilweise die Reisenden-Kilometer auf einer Strecke oder einem Streckenabschnitt nicht in ihrem kompletten Umfang als Nennwert genommen, sondern nur als Wert der Fahrgastzahlen, die in diesem Abschnitt reisen oder der Wert der Reisenden-Kilometer, die innerhalb des Abschnittes selbst erreicht werden.“ Fälschlicherweise werde offenbar von verantwortlicher Seite in Bezug auf den Abschnitt Blankenstein Marxgrün von einem reinen Inselbetrieb ausgegangen. „Logisch und von der Definition her richtig ist es, alle Kilometer, welche die Reisenden generieren, als Nennwert zu nehmen“, wird in der Untersuchung erläutert. Im Bundesland Brandenburg werde dies exakt so angewandt.
Offenbar nicht so in Thüringen und Bayern , wie die „Höllentalbahn“ zeigt. An einem konkreten Beispiel wird die richtige Anwendung der Berechnung in der Studie deutlich: Würde ein Fahrgast von Hamburg nach Bad Steben fahren, dann würde er 600 Reisenden-Kilometer absolvieren. Ein Fahrgast von Bad Steben zum Haltepunkt „Höllental“ lediglich drei Kilometer. Würde an dieser Stelle die falsche Berechnung der reinen Fahrgastzahl angewandt, ergäben sich lediglich zwei Personen, die die Strecke genutzt haben. Faktisch sind 603 Kilometer per Bahn zurückgelegt worden. „Netzschlussverbindungen wie bei der Höllentalbahn bringen hohe Werte an Reisenden-Kilometern“, heißt es in der Untersuchung. „Die Reisenden-Kilometer entwickeln sich dabei exponential zu den Fahrgastzahlen, weil neue Verbindungen auf vorhandenen Strecken nun möglich sind.“ Beispielsweise auch eine Ein-Stop-Fahrt von Saalfeld nach Prag mit Zwischenstation im westböhmischen Eger ( Cheb ). In einer detaillierten Aufschlüsselung werden in der der Initiative Höllennetz vorliegenden Studie die Reisenden-Kilometer auf der Strecke Saalfeld Hof genau dargelegt. Das Urteil: Die bisherige „Berechnung des Ministeriums fußt auf inkorrekten Nenn- und Bezugswerten. Ob eine bewusste oder fahrlässig getroffene Falschaussage vorliegt, kann zu diesem Zeitpunkt nicht beurteilt werden. Eventuell sollte eine Beurteilung dieses Vorgangs mittels einer prüfenden Instanz ein Gericht oder ein Rechnungshof durchgeführt werden“, wird vorgeschlagen. „In Bezug auf die 6,3 Kilometer lange ,Neubaustrecke Höllentalbahn würden die Fahrgäste 4132 Reisenden-Kilometer pro Kilometer Betriebslänge pro Werktag generieren“, lautete die verblüffende Zahl. Interessant, aber aus logischen Überlegungen heraus nicht überraschend sei, dass ein Netzzusammenschluss solch hohe Zahlen ergebe. „Die 4132 Reisenden-Kilometer liegen weit über dem mit 1000 Reisenden-Kilometer angelegten Mindestwert zur Förderung“, wird aufgeführt. Um eine betriebs- und volkswirtschaftliche Einordnung vornehmen zu können, müsse allerdings noch eine Kosten-Nutzen-Rechnung in Bezug auf den Betrieb und eine Kosten-Nutzen-Rechnung in Bezug auf die Trasse vorgenommen werden. Unter anderem müsse ermittelt werden, welche Personennah- und Güterverkehrsbelegung erreicht werden muss, damit sich der Betrieb in Zukunft rechnet. „Volkswirtschaftlich ist dies bei der Betrachtung der ,Höllentalbahn ein hoher Wert“, heißt es in der Untersuchung. Holztransporte von Asch nach Blankenstein könnten dann per Bahn abgewickelt werden. Ein Ein-Stunden-Takt im Personennahverkehr sei hingegen nicht sinnvoll. Dem Zwei-Stunden-Takt sei der Vorzug zu geben. „Die 6,3 Kilometer lange Strecke generiert mit diesem geringen Aufwand gemeint sind die Kosten ein neues Aufkommen von 538 Fahrgästen oder 4132 Reisenden-Kilometer“, wird in der Studie aufgezählt: „Damit dürfte bei betriebswirtschaftlicher Betrachtung ein Großteil der Strecken Bayerns überflügelt werden.“

Den Pressebericht finden Sie unter:
http://badlobenstein.otz.de/web/badlobenstein/startseite/detail/-/specific/Z87C5BJ370154

 

Reaktivierung der „Höllentalbahn“ auch Thema im Bundestag

OTZ Ulf Rathgeber
Auf Anfrage mehrerer Abgeordneter der Fraktion Die Linke im Bundestag muss sich das Bundesverkehrsministerium mit dem Infrastruktur-Projekt befassen. Im Rennsteigsaal findet am Montag eine Verkehrskonferenz von 14 bis 16 Uhr statt. Berlin/Blankenstein. Eine kleine Anfrage von mehreren Bundestagsabgeordneten der Fraktion „Die Linke“ über Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat das Bundesverkehrsministerium dazu genötigt, sich intensiver mit dem möglichen Projekt der Reaktivierung der „Höllentalbahn“ zwischen Blankenstein und Marxgrün zu beschäftigen. Auf jüngst erfolgte Anfrage dieser Zeitung zum aktuellen Stand im Jahr 2012 waren von Ministeriumsseite in Berlin auch die Antworten auf die Fragen der Linksfraktionäre von Ende Februar 2011 an die OTZ übermittelt worden. Nach der im Auftrag der Industrie- und Handelskammer Ostthüringen zu Gera veranlassten Veröffentlichung der Studie von Professor Dr. Matthias Gather vom Institut für Verkehr und Raum der Fachhochschule Erfurt zur „Höllentalbahn“ waren die Bundestagsabgeordneten der Linken auf die Problematik aufmerksam geworden. Eva Bulling-Schröter, Ralph Lenkert , Sabine Leidig und weitere Abgeordnete hatten darauf hingewiesen, dass laut der Studie ein Drittel des Verlagerungspotenzials für den Bahnverkehr von 750 000 Tonnen pro Jahr „von der bisher genutzten Verbindung über Saalfeld und Wurzbach stammt“. Von mindestens vier Güterzugpaaren je Werktag auf der reaktivierten „Höllentalbahn“ sei auszugehen. Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes waren 2011 nicht verfügbar. Der Güterverkehr auf der Schiene insgesamt hatte sich zwischen der Tschechischen Republik und Bayern von 2005 bis 2009 kontinuierlich von 728 692 Tonnen auf 282 945 Tonnen reduziert. „Güterhauptgruppen“ wie Holz und Kork waren nach dem Höchststand 2007 mit 29 673 Tonnen im Jahr darauf drastisch auf 7797 Tonnen geschrumpft, ehe es im Jahr 2009 mit 10 638 Tonnen eine erhebliche Steigerung gegeben hatte. Die Bilanz Bayern Tschechische Republik in Sachen Bahngüterverkehr fällt eindeutig aus. Den beförderten Mengen von 131 994 Tonnen im Jahr 2005 standen 2009 nur noch 27 527 Tonnen. Gemäß der Studie von Professor Gather betrug das Güterverkehrsaufkommen im Jahr 2007/08 im südlichen Saale-Orla-Kreis 4,4 Millionen Tonnen. „Davon werden zirka 19 Prozent im Schienengüterverkehr abgewickelt“, heißt es in der Antwort auf die Linken-Anfrage. „Der Anteil liegt im Versand deutlich über dem im Empfang“, heißt es im Behördendeutsch. Dies sei daraus zu erklären, dass „die Zufuhr von Rohstoffen wie Rundholz oder Hackschnitzel über kürzere Entfernungen dominiert. Schon im Februar 2011 fragten die Abgeordneten im Bundestag, welche Auswirkungen die Wiedereröffnung der mittlerweile für Ende 2013 prognostizierten Reaktivierung der Linie Asch (A) Selb haben wird. Das Bundesverkehrsministerium geht nach damaligen Schätzungen von 50 000 Tonnen Transportkapazität aus, „also ein Zugpaar je Woche“. Nennenswerter durchgängiger Verkehr zwischen Asch und Saalfeld über die Höllental- und Sormitztalbahn sei nicht zu erwarten. „Im Hinblick auf die Aufnahmefähigkeit der für den Güterverkehr ertüchtigten Verbindung Saalfeld-Wurzbach-Blankenstein, die geringe prognostizierte Zugzahl auf der reaktivierten Höllentalbahn und die hohen Aufwendungen für Reaktivierung und Begleitmaßnahmen auf dem Streckenabschnitt Hof Marxgrün ist der Lückenschluss Blankenstein (Saale) Marxgrün noch nicht abzusehen.“

Den Pressebericht finden Sie unter:
http://badlobenstein.otz.de/web/badlobenstein/startseite/detail/-/specific/Z81C5BJ230144

 

27.04.2012
Meinungen zur Höllentalbahn gehen weit auseinander

OTZ Ulf Rathgeber/ Karl-Heinz Putzmann
Bundesverkehrsministerium äußert sich zur Höllentalbahn. Die DB AG hält angesichts der von Prof. Dr. Matthias Gather von der Fachhochschule Erfurt aufgezeigten Potenziale weitere Untersuchungen für sinnvoll. Der Frankenwaldverein fürchtet im Höllental Einschnitte beim Naturschutz. André Spindler aus Burglemnitz votiert mit Argumenten für die Wiederinbetriebnahme der Höllentalbahn. Blankenstein/Marxgrün. Die DB AG hält im Gegensatz zu den Verkehrsministerien in Thüringen und Bayern angesichts der von der Fachhochschule Erfurt (FH) aufgezeigten Potenziale der Höllentalbahn weitere Untersuchungen für sinnvoll, teilte die Pressesprecherin des Bundesverkehrsministeriums Vera Moosmayer auf Anfrage dieser Zeitung mit. FH-Professor Matthias Gather hatte die Studie im November 2010 bei der Verkehrskonferenz im oberfränkischen Selbitz vorgestellt. Die DB AG sehe es laut Moosmayer jedoch nicht als ihre Aufgabe an, Infrastruktur-Untersuchungen zu veranlassen. „Bereits im Jahre 1991 wurde eine Kostenschätzung für die Reaktivierung des Schienenpersonennahverkehrs ohne Güterverkehr durchgeführt, die erforderliche Investitionen von rund 50 Millionen DM ergab“, teilte die Pressesprecherin mit. „In diesem Betrag war die signaltechnische Ertüchtigung des Streckenabschnitts Hof Marxgrün enthalten.“ Laut Ministerium sei mittlerweile allerdings von deutlich höheren Investitionskosten auszugehen. „Maßgeblicher Kennwert für die Zulässigkeit der Verwendung von Bundesmitteln bei Schienenpersonennahverkehrs-Projekten ist das Erreichen eines Aufkommens von 1000 Reisendenkilometern je Kilometer Betriebslänge“, teilte Vera Moosmayer weiter mit. „Die in der Studie der FH Erfurt wiedergegebene Untersuchung von Kocks 1998 zeigt, dass diese Zahl auf keinem Querschnitt erreicht wird, im Abschnitt von Saalfeld bis Marxgrün sogar deutlich darunter liegt. Somit wird die Marge weder für den Lückenschluss noch für die Gesamtrelation Hof Saalfeld erreicht.“ Zumindest einer detaillierteren Einschätzung der Situation würde sich das von Bundesverkehrsminiser Peter Ramsauer (CSU) geführte Ressort nicht verschließen. „Sofern die Freistaaten Bayern und Thüringen das Projekt im Rahmen der Bundesverkehrswegeplanung anmelden, würde dies geprüft und gegebenenfalls Kosten und Nutzen in diesem Rahmen bewertet.“ „Das Güterverkehrspotenzial Blankenstein (Saale) Marxgrün ergibt sich gemäß Studie der FH Erfurt zu einem Drittel aus der Verlagerung südwärts gerichteter Transporte, die heute über bestehende Strecken geführt werden“, teilte Vera Moosmayer mit. „Es ist nicht abzusehen, ob die daraus folgende geringere Auslastung der in den vergangenen Jahren für den Güterverkehr ertüchtigten Verbindung Hockeroda Blankenstein durch Mehrverkehre ausgeglichen werden kann.“ Im Übrigen komme das FH-Gutachten zu einer Streckenbelastung zwischen Blankenstein und Marxgrün von vier Güterzugpaaren pro Tag. Ob die hierdurch erzielbaren Trassen-Entgelte die laufenden Betriebskosten decken, sei nicht absehbar. Zu der von Fried Dahmen , Pressesprecher des Thüringer Verkehrsministeriums, auf Anfrage dieser Zeitung gemachten Aussage, dass es seit der Verkehrskonferenz im November 2010 Kontakt zum Bundesverkehrsministerium gegeben habe, teilte Vera Moosmayer mit: „Mir ist kein Kontakt mit dem Thüringer Ministerium zum Thema ,Lückenschluss und Reaktivierung Blankenstein- Marxgrün bekannt.“

Kategorisch dagegen
Blankenberg . Am Rande des Frankenwaldtages 2012 am vorigen Sonnabend im einstigen Grenzort Blankenberg war Gelegenheit, um Robert Strobel , Hauptgeschäftsführer des nahezu 11 000 Mitglieder zählenden Frankenwaldvereines, zu seinem Standpunkt in Bezug auf die Reaktivierung der Höllentalbahn zu befragen. Während sich der erklärte Heimatfreund und passionierte Wanderer vehement für eine grenzüberschreitende Kooperation beim Thema Tourismus-Entwicklung für die thüringisch-fränkische Wanderregion zwischen Frankenwald und Thüringer Schiefergebirge ausspricht, hat er zur grenzüberschreitenden Höllentalbahn eine andere Auffassung. „Wir sehen Probleme, wenn die Höllentalbahn reaktiviert würde. Ich befürchte, dass dann der Naturschutz im Höllental wieder rückwärts geht“, beschreibt er den Standpunkt des Vereines und fügt an: „Wir sind als Frankenwaldverein also klar gegen eine Reaktivierung der Höllentalbahn, weil wir wirklich dieses naturbelassene Gebiet, das sich immer mehr als Urwald darstellt, damit kaputt machen könnten. Das so idyllisch gelegene Höllental ist das kostbarste Gut, das wir hier im thüringisch-fränkischen Bereich des Frankenwaldes haben.“

Unverständnis über Blockadehaltung
Burglemnitz . Sein Unverständnis über die Blockadehaltung einiger Verantwortlicher in Sachen Reaktivierung der Höllentalbahn hat André Spindler geäußert. „Es ist für mich erschreckend, wenn es um eine großartige Zukunftsinvestition für den Ostthüringer Raum geht, aus dem Verkehrsministerium des Zentralstaats Thüringen zu hören, es rechnet sich nicht“, sagte der Burglemnitzer Feuerwehrchef. „Zumal andere Verkehrsinfrastrukturprojekte im Lande offensichtlich nicht auf Kosten/Nutzen überprüft werden.“ Als Beispiele führte Spindler den Erfurter Flughafen an. „Wenn 2017 die neue ICE-Trasse fertig gestellt ist, macht dieser Flughafen auch keinen Sinn mehr. Man erreicht den Flughafen Leipzig/Halle vom Erfurter Hauptbahnhof aus unter einer Stunde. Die Fahrzeit zum Flughafen München verkürzt sich ebenfalls enorm. Wenn man nun die Zuschüsse in Millionenhöhe für den Flughafen Erfurt nicht erst 2017 sondern schon eher streicht, hat man eine Menge Geld, das man in andere Projekte stecken kann.“ Für gigantische Projekte wie die ICE-Trasse durch den Thüringer Wald würden Milliarden investiert. „Geld für eine kleine Eisenbahnbrücke, welche die Erschließung einer ganzen Region, industriell und touristisch sichert, ist dann aber nicht übrig ist“, ärgert sich Spindler . Der Saale-Orla-Kreis und zumindest alle Anlieger-Gemeinden sollten der Reaktivierung Höllentalbahn zu mehr Gewicht in Erfurt verhelfen, meint er. Personennahverkehr von Bad Lobenstein nach Hof sei angesichts der stetig steigenden Benzin-Preise eine vernünftige Alternative. Die Ortsumfahrung Bad Lobenstein/Schönbrunn/Ebersdorf führte der Feuerwehrchef mit den gigantischen Brückenbauwerken als Beispiele für Verschwendung an. „Diese Kreuzungspunkte als Kreisverkehre auszubauen wäre viel kostengünstiger gewesen. „Mich würde interessieren wie dies im Erfurter Ministerium schöngerechnet beziehungsweise geprüft wurde.“ Die Verantwortlichen im Ministerium überzeugen den Burglemnitzer in ihrer Argumentation nicht. „Wenn mehr Güter auf dem Schienenwege transportiert werden, werden die zum Teil maroden Straßen erheblich entlastet.“ Manche Ortsumfahrung würde möglicherweise sogar überflüssig. „Eine Verringerung der Lkw-Dichte auf den Straßen steht übrigens im Einklang mit der Strategie, Ostthüringen mit dem Thüringen Meer als Urlaubsregion zu etablieren.“ Die Anwohner würden Spindlers Auffassung zufolge ebenfalls profitieren. Ein weiterer kostspieliger Ausbau der B90 zwischen Leutenberg und Bad Lobenstein könnte vielleicht entfallen. „Wenn Ostthüringen 2017 planmäßig vom Fernverkehr abgekoppelt wird, muss man sich unausweichlich zum ICE-Haltepunkt in Hof hin orientieren“, sagt er. „Im Interesse der Erschließung des Saaleradweges ist ein Eisenbahnlückenschluss weitaus mehr dienlich als zum Beispiel die aufwendige Installation eines Holzgeländers am Saaleradweg zwischen Altenroth und Drognitz „, meint Spindler . „Die Themen, mehr Güterverkehr auf die Schiene, CO2-Ausstoß reduzieren, den ländlichen Raum stärken, zukunftsfähige Infrastrukturprojekte schaffen sowie die Tourismus-Förderung warten auf Umsetzung!“

Den Pressebericht mit Lesermeinungen finden Sie unter:
http://www.otz.de/web/zgt/wirtschaft/detail/-/specific/Meinungen-zur-Hoellentalbahn-gehen-weit-auseinander-1447472244

 

Minister stellen Signal auf Grün
Von Dezember 2013 an sollen nach der Streckenreaktivierung die ersten Regionalzüge von Hof über Asch nach Eger rollen. Staatsminister Martin Zeil strebt die Elektrifizierung zweier Bahnstrecken nach Böhmen an.

FRANKENPOST Werner Rost
Hof/Selb/Eger – Bayern und Tschechien wollen auf den Schienenwegen enger zusammenwachsen. Im Königssaal des Hofer Hauptbahnhofs haben gestern Wirtschafts- und Verkehrsminister Martin Zeil und der stellvertretende tschechische Verkehrsminister Ivo Vykydal ein Memorandum zur Verbesserung des grenzüberschreitenden Schienenverkehrs unterzeichnet.
Das vierseitige Papier macht den Weg frei für den Lückenschluss zwischen Selb-Plößberg und Asch und damit für Direktzüge zwischen Hof und Eger von Dezember 2013 an. Die Mitglieder der Interessengemeinschaft Ba hnstrecke C heb(Eger)- H of (IG BaCH) hatten dazu im Königssaal ein Modell im Maßstab 1 zu 160 vorbereitet, das den ausgebauten Kreuzungsbahnhof Selb-Plößberg zeigte. Nach dem Konzept der Bayerischen Eisenbahngesellschaft, die den Regionalzugverkehr im Freistaat bestellt, werden in Plößberg künftig die aus Hof ankommenden Züge nach Selb und Eger getrennt und in der Gegenrichtung vereinigt. IG BaCH-Sprecher Klaus von Stetten bezeichnete den gestrigen Tag als „Meilenstein der Eisenbahngeschichte“.
„Die Grenze ist seit fast einem Vierteljahrhundert wieder offen, auf der Schiene merkt man davon aber kaum etwas“, sagte Zeil zum Bahnverkehr zwischen Bayern und Tschechien. „Wir brauchen daher dringend rasche Fortschritte“, forderte der Staatsminister angesichts einer gemeinsamen, 360 Kilometer langen Grenze. Die Verbindung von Hof über Selb – Plößberg und Asch nach Eger werde die vierte grenzüberschreitende Strecke. Das unterzeichnete Memorandum sei „Ausdruck der neuen Qualität der Beziehungen beider Nachbarn“ , erklärte der Minister. Sowohl für den Fern- und Regionalverkehr, wie für den wachsenden Schienenverkehr seien rasche Fortschritte dringend nötig.
Der Minister zeigte sich unzufrieden über die Leistungsfähigkeit der Bahnstrecken über Schirnding und über Furth im Wald. „Es ist ein Anachronismus, dass es zwischen Bayern und Tschechien weder eine zweigleisige noch eine elektrifizierte Bahnverbindung gibt“, kritisierte der Minister. „Zu wenig Züge sind zu langsam unterwegs“, brachte es Zeil auf den Punkt.
Zeil, Vykydal und der Hofer Oberbürgermeister Dr. Harald Fichtner erinnerten in ihren Reden an den „Ascher Freiheitszug“, der am 11. September 1951 mit mehr als 100 Passagieren ohne Halt in Asch die Grenze nach Bayern überquert hatte. „Für diese Menschen begann ein neues Leben in Freiheit“, sagte Vykydal. Er wünscht sich für die Zukunft einen konkurrenzfähigen und kundenfreundlichen Personenverkehr auf dieser Strecke.
Fichtner freute sich, dass der Hofer Hauptbahnhof seine traditionelle Brückenfunktion, die er seit jeher nach Sachsen und Thüringen erfülle, bald wieder über Asch nach Eger wahrnehmen werde. An Zeil gewandt nutzte Fichtner die Gelegenheit, um für den Fortbestand der Interregio-Express-Züge auf der Franken-Sachsen-Magistrale zu werben.
Deutsche und tschechische Jugendliche der Theatergruppe „cojc“ erinnerten in zwei Darbietungen an die wechselvolle Geschichte der Bahnstrecke von Selb nach Asch. Sie spielten dabei auch eine Szene vom legendären „Ascher Freiheitszug“.

Den Pressebericht finden Sie unter:
http://www.frankenpost.de/regional/oberfranken/laenderspiegel/art2388,1974364

 

15.04.2012
Hering befürwortet Nein zur Höllentalbahn

FRANKENPOST
Der Hofer Landrat will die Natur des Gebietes geschützt sehen. Die ministeriellen Zweifel aus Bayern und Thüringen an dem Projekt bestärken ihn in seiner Meinung.
Hof – Landrat Bernd Hering sieht sich in seiner Ablehnung einer Wiederbelebung der Höllentalbahn durch die jüngsten Stellungnahmen des thüringischen und des bayerischen Verkehrsministeriums bestätigt. Wie von der Frankenpost berichtet, haben beide Ministerien kein Interesse an der Reaktivierung, weil der Lückenschluss sich nicht rechne. Hering ist einer Mitteilung zufolge ebenfalls der Meinung, dass die Strecke durch das Höllental weder eine überregionale Bedeutung habe noch aus Trassenerlösen zu finanzieren oder wirtschaftlich zu betreiben sei.
Hering könne zwar verstehen, dass sich viele hochfränkische Eisenbahnfreunde über einen Wiederaufbau der Bahnstrecke freuen würden, er gibt aber zu bedenken, dass nach Abwägung aller Vor- und Nachteile die Wiederbelebung auf absehbare Zeit keinen Sinn habe. Zu gewichtig seien die Gründe, die gegen ein solches Projekt sprächen. So habe das Bundesverkehrsministerium anhand einer langfristigen Verkehrsprognose keine Notwendigkeit für eine zusätzliche Verbindung zwischen Thüringen und Sachsen einerseits und Bayern andererseits gesehen. So sei auch nicht vorgesehen, die Höllentalbahn für den Bundesverkehrswegeplan anzumelden – für eine Strecke, die nach Auffassung Herings fast ausschließlich eine „Güterverkehrsbahn“ wäre. Nach einer Studie des Instituts für Regional- und Fernverkehrsplanung Dresden sei die Transportkapazität für den Güterverkehr auf der bestehenden Bahnstrecke von Saalfeld bis Blankenstein noch lange nicht ausgeschöpft. Die Deutsche Bahn AG habe wiederholt darauf hingewiesen, dass durch die Höllentalbahn sich die Güterverkehrsströme lediglich teilweise ver-lagern und dafür andere thüringische Strecken unwirtschaftlich gemacht würden.
Ungeklärt sei zudem die Frage, wer die immensen Kosten tragen würde. Alleine der Ausbau der Höllentalbahn für den Personenverkehr würde vorsichtig geschätzt mit knapp 30 Millionen Euro zu Buche schlagen. Die doppelte Summe würde Hering zufolge wohl der Ausbau für die Ertüchtigung zur Güterverkehrsachse verschlingen. Nicht übersehen werden dürften nach Auffassung des Landrats auch die Befürchtungen der Firma Wiede in Hölle, dass durch einen Ausbau der Bahnstrecke die Mineralwasserquellen sowie das sensible Rohrleitungssystem und die Rohrleitungsmauer gefährdet werden könnten.
Das wichtigste Argument ist für Hering der Naturschutz: Die Reaktivierung der Höllentalbahn berge die große Gefahr, dass eines der schönsten Täler sowie eine äußerst beliebte Naherholungs- und Tourismusgegend zerstört würden. Schließlich handle es sich um ein Naturschutzgebiet mit einem intakten und sensiblen Ökosystem. Hering: „Lassen wir das Höllental doch bitte so, wie es sein soll – nämlich ein Refugium für Einheimische und Besucher, in dem sie eine wunderschöne Natur in Ruhe und fernab von der Hektik und dem Lärm des Verkehrs genießen können.“

Kommentar HOELLENNETZ:
Eine ganz besondere Sichtweise von Naturschutz legt unser bekennender Automobilist Landrat Hering an den Tag: Verhinderung von Verkehrsverlagerung auf die Schiene und Verkennung der massiven forstwirtschaftlichen Eingriffe (mit allen Randerscheinungen wie unpassierbare und beschädigte Wanderwege. beschädigte Bodenvegetation etc.) mit welchen das Tal keinesfalls die Chance hat, so zu bleiben wie es sein soll.
Auch könnte man die ablehnende Haltung Wiede’s besser nachvollziehen wenn als tatsächlicher Grund die Lärmbelästigung des Wohnortes angeführt würde und nicht fachlich sauber entkräftbare Gründe des Quellschutzes.
Leider macht Hering es sich mit seiner wiederholten Kritik an der HTB basierend auf den ministeriellen Äußerungen zu einfach: ungeprüft nachkommuniziert entging Ihm die Tatsache, dass die aufgeführte Argumentation fehl läuft, da die von Cordula Hartl zitierte Bemessungszahl der mindestens 1000 Reisenden-Kilometer pro km Betriebslänge “offiziell“ noch gar nicht erhoben wurde!
Näheres hierzu in Kürze………..

 

Den Pressebericht finden Sie unter:
http://www.frankenpost.de/lokal/hofrehau/hof-land/Hering-befuerwortet-Nein-zur-Hoellentalbahn;art2438,1963893

11.04.2012
Kein Interesse an Reaktivierung der „Höllentalbahn“

OTZ von Ulf Rathgeber
Das thüringische und bayerische Verkehrsministerium haben kein Interesse, den Lückenschluss herstellen zu lassen. Die Gespräche zwischen den Ministerien und auch mit dem Bundesverkehrsministerium enden fruchtlos. Blankenstein/Marxgrün. Die Reaktivierung der „Höllentalbahn“ zwischen Blankenstein und dem oberfränkischen Marxgrün wird weder vom thüringischen noch vom bayerischen Verkehrsministerium unterstützt. Entsprechende Aussage wurden nach einer OTZ-Anfrage mitgeteilt.
„Beide Regierungen hatten diesbezüglich mehrfach in den Jahren 2011 und 2012 Kontakt. Im Mittelpunkt der Gespräche stand dabei der Austausch über die Einschätzung der vorliegenden Erkenntnisse und die Beurteilung des weiteren Untersuchungsbedarfs“, teilte Pressesprecherin Cordula Hartl vom FDP-geführten bayerischen Verkehrsministerium mit. „Aus Sicht des Bayerischen Verkehrsministeriums gibt es keinen Anlass für Gespräche mit dem Bundesverkehrsministerium zu diesem Thema“, schränkte sie aber ein. Im Gegensatz dazu hatten Mitarbeiter vom thüringischen Verkehrsministerium im Jahr 2011 hinsichtlich der „Höllentalbahn“ Kontakt zum Bundesverkehrsministerium aufgenommen.
Ein gesteigertes Interesse an der Reaktivierung der „Höllentalbahn“ kann man den Münchener Beamten nicht nachsagen. Die von Professor Dr. Matthias Gather zur Verkehrskonferenz 2010 in Selbitz vorgeschlagene Erstellung einer Kosten-Nutzen-Analyse wird im bayerischen Ministerium als nicht sinnvoll erachtet. Ein positives Verhältnis von Kosten und Nutzen könne nicht erreicht werden. „Deshalb ergibt sich schon aus den haushaltsrechtlichen Grundsätzen, dass eine Finanzierung einer solchen Untersuchung aus Mitteln des Freistaats nicht in Betracht kommt“, teilte Cordula Hartl mit. Selbst der bis Ende 2013 avisierte Lückenschluss der Bahnlinie zwischen dem tschechischen Asch (A) und dem oberfränkischen Selb verändere die Situation angeblich nicht.
Nicht realisiert werden konnte für die Reaktivierung der Bahnverbindung Blankenstein Marxgrün die Möglichkeit einer Co-Finanzierung Bund Europäischen Union. „Ein solches Finanzierungsmodell kommt für die ,Höllentalbahn aus mehreren Gründen nicht infrage. Die erwähnte EU-Förderung läuft Ende 2013 aus“ , erklärte Cordula Hartl . „Die in Anspruch genommenen Bundesmittel sind zudem an die Voraussetzung gebunden, dass mindestens 1000 Reisenden-Kilometer pro km Betriebslänge erreicht werden.“ Auch im CDU-geführten Thüringer Verkehrsministerium hält sich die Begeisterung für die ,Höllentalbahn in Grenzen. „Zum Personenverkehr ergab eine Untersuchung, dass dieser nur einen geringen Beitrag für einen Lückenschluss leisten würde“, erklärte Pressesprecher Fried Dahmen . „Eine überregionale Bedeutung wird der Strecke abgesprochen. Bereits eine von Thüringen und Bayern beauftrage Untersuchung aus dem Jahr 1998 kam zum Ergebnis, dass maximal 500 Fahrgäste pro Tag den Lückenschluss nutzen würden. Die jetzige erneute Untersuchung stellt fest, dass insbesondere aufgrund der demografischen Entwicklung die damaligen Annahmen um zehn Prozent zu reduzieren sind.“
Die Untersuchung komme weiter zu dem Ergebnis, dass eine allein aus Trassenerlösen finanzierte Reaktivierung der Höllentalbahn derzeit nicht realistisch sei, wird weiter ausgeführt. Angesichts der zu geringen Transportmengen sei ein wirtschaftlicher Betrieb der Eisenbahnstrecke nicht zu erwarten, betonte Dahmen . Aus diesem Grund ist bisher auch kein Eisenbahninfrastruktur-Unter- nehmen bereit, diese 1945 stillgelegte Eisenbahninfrastruktur wieder aufzubauen und zu betreiben. Es gibt auch keine Bewerber aus der Wirtschaft, die die Strecke als Anschlussbahn betreiben wollen.“ Aufgrund der vorliegenden Ergebnisse sei eine weitere Untersuchung wie die von Professor Gather vorgeschlagene Kosten-Nutzen-Analyse nicht gerechtfertigt.

Den Pressebericht finden Sie unter:
OTZ-Artikel

 

20.03.2012
Naturpark verbessert die Info-Angebote

Wanderer und Radfahrer sind die Zielgruppe der bundesweiten Kooperation „Fahrtziel Natur“. Künftig informieren Flyer über die vielfältigen Möglichkeiten rings um Bahnstationen im Frankenwald.
FRANKENPOST von Werner Rost
Naila/Steinwiesen – Geschäftsführer Dietrich Förster vom Naturpark Frankenwald bescheinigt der Region gute Voraussetzungen für einen umweltfreundlichen Tourismus. „Die drei Landkreise Hof, Kulmbach und Kronach sind gut durch Bahnstrecken erschlossen“, betont Förster. Im Rahmen der bundesweiten Kooperation „Fahrtziel Natur“ sieht er gute Chancen, gezielt um Urlaubsgäste zu werben, die ihr Auto zu Hause stehen lassen und stattdessen umweltfreundlich und stressfrei mit der Bahn anreisen könnten.
Als Zielgruppe hat der Naturpark-Chef dabei vor allem Wanderer und Radfahrer im Visier. Bei Tagungen des Kooperations-Verbandes „Fahrtziel Natur“, wie jüngst bei der Deutschen Bahn in Berlin, zeigt Förster Fotos von der ehemaligen Bahnstrecke zwischen Naila und Schwarzenbach am Wald, die sich seit Fertigstellung des Radwegs zu einem Biker-Eldorado entwickelt hat. Ein Abschnitt hat es ihm besonders angetan: Der Blick im unteren Abschnitt über die bewaldeten Hügelketten auf den Döbraberg. „Das sind wilde, urtümliche Landschaftsformen“, schwärmt der Naturpark-Chef. Wer eine Radtour von Naila über Schwarzenbach am Wald durch das Tal der Wilden Rodach nach Kronach fortsetze, lerne die vielfältigen Naturlandschaften kennen.
Förster hat es sich zum Ziel gesetzt, Wanderer und Radfahrer, die mit dem Zug anreisen, künftig besser über die Touren-Möglichkeiten ab den Bahnhöfen zu informieren. Dazu plant er, für diese beiden Zielgruppen noch heuer jeweils einen Flyer herauszugeben.
Förster ist stolz, dass der Frankenwald als eines von 20 Schutzgebieten in der Kooperation „Fahrtziel Natur“ vertreten ist. Mittel- bis langfristig, erklärt der Naturpark-Geschäftsführer, hätten alle 20 dieser Gebiete einen mehrfachen Nutzen aus dieser Kooperation. Durch die Förderung der nachhaltigen öffentlichen Verkehrssysteme in den Zielregionen leiste man einen Beitrag zur Sicherung der Mobilität vor Ort. Außerdem steigere „Fahrtziel Natur“ den Bekanntheitsgrad von Großschutzgebieten als attraktive Reiseziele. Schließlich hebt Förster auch die damit verbundene Umweltbildung hervor. Durch die Nutzung nachhaltiger Verkehrssysteme seien Kinder und Jugendliche für den Erhalt der Artenvielfalt sowie für den Klimaschutz zu begeistern.
Für Hubert Rottmann, den Marketingleiter von DB Regio Nordostbayern, ist das Angebot „Fahrtziel Natur“ ein wichtiges Thema. „Es ist ein Privileg, bei ,Fahrtziel Natur‘ dabei zu sein“, betont Rottmann. Förster lobt die guten Informations-Angebote der Deutschen Bahn unter dieser Kategorie, vor allem den Routenplaner für öffentliche Verkehrsmittel und die adressengenaue Haus-zu-Haus-Auskunft.
Bob Neubeck, der Inhaber des Aparthotels in Steinwiesen, hat in den vergangenen Jahren im Ameropa-Katalog der DB unter „Fahrtziel Natur“ geworben. Neubeck sieht noch einen Verbesserungsbedarf bei den Tarifangeboten der öffentlichen Verkehrsmitteln. „Es ist zwar möglich, für 29 Euro mit der Bahn von Norddeutschland in den Frankenwald zu fahren, eine Busfahrt von Kronach nach Steinwiesen ist jedoch vergleichsweise sehr teuer“, kritisiert Neubeck.
Neben besseren Informationen durch zusätzliche Flyer und über das Internet legt Dietrich Förster größten Wert auf eine bestmögliche Ausgestaltung der Naturpark-Infozentren. Wie berichtet, werden die Info-Zentren in Blechschmidtenhammer und Steinwiesen saniert. Auch für das Info-Zentrum im Bahnhof Marktschorgast plant Förster eine Neugestaltung. Dort werden jeweils Info-Säulen aufgestellt mit einem Touch-Screen, also einem berührungsempfindlichen Bildschirm. Per Fingerzeig können sich die Besucher durch das Informationsangebot steuern. Für geführte Gruppen sowie für Kurzvideos sind an der Wand Breitbild-Monitore angebracht. Förster plant die Eröffnung des Info-Zentrums in Blechschmidtenhammer im Juni. Wie berichtet, hatte die Sanierung der maroden Grundmauern der alten Bahnhofsgebäude in Blechschmidtenhammer und Steinwiesen die Arbeiten erheblich verzögert.

Kommentar HOELLENNETZ:
Ob sich die Macher Gedanken gemacht haben dass mit einem Lückenschluss Höllentalbahn mit deutlich verbesserter Netzwirkung des SPNV eine erhebliche Steigerunge des Programms einhergeht dürfte auf der Hand liegen; ob diese Gedanken unter der Herrschaft des Landrats Hering frei ausgesprochen werden dürfen, ist zu bezweifeln.

Den Pressebericht finden Sie unter:
http://www.frankenpost.de/lokal/naila/naila/art2443,1938667

 

11.03.2012
Erfurter Bahn in Blankenstein

Am Samstag den 10.März 2012 gab es einen Blick in die Nahverkehrs-Zukunft. In Ostthüringen wird ab Juni das sog. Dieselnetz Ostthüringen von einem privaten Bahn-Betreiber gefahren. Genau wie im Oberfränkischen „Agilis“ mit neuen Zügen der Baureihe 650 die Nahverkehrsausschreibung gewann, wird in Blankenstein am Ende des Höllentales künftig die „Erfurter Bahn“ die Fahrgäste empfangen. Nun machte man eine Probefahrt nach Blankenstein mit einem der nagelneuen Züge, die wie die Agilis-Wagen bei Stadler in Pankow gebaut wurden (Typ RS1). Auch die Deutsche Bahn hat in Süddeutschland solche Züge im Einsatz. Zweimal pendelte der neue Zug zwischen Lobenstein und Blankenstein. Es wurde dabei auch gefilmt, die Aufnahmen können der Personalschulung dienen. Ein Unterschied zu den Agilis-Zügen neben der Farbgebung fiel auf. Die Wagen der EB haben keine normalen Puffer und Kupplungen , sie verfügen über eine sog. Scharfenbergkupplung, die nicht mehr manuell verbunden werden braucht.

Ab Mitte Juni 2012 wird die EIB offiziell das Dieselnetz Ostthüringen übernehmen. Die EIB hat angekündigt dass es sogar durchgehende Züge von Blankenstein über Saalfeld bis Arnstadt geben wird. Man ist also an einer Verbesserung des Angebotes interessiert. Von Arnstadt ist es nur noch ein kleiner Weg bis nach Erfurt, dem Thüringer Bahnknotenpunkt in der Landeshauptstadt. Allerdings wurde bekannt dass die bestellten Neufahrzeuge bis dahin nicht komplett zur Verfügung sind, so wird es bis Anfang August einen gemischten Betrieb mit „alten“ und „neuen“ Zügen unter der Ägide der EB geben. Da die Strecke auch von Fahrgästen von und nach Oberfranken, insbesondere aus Bad Steben und Lichtenberg genutzt wird, ist die Verbesserung mit durchgehenden Zugfahrten nur zu begrüssen. Es fehlt am Ende wieder nur die Höllentalbahnstrecke, diese 6,5 Km Gleis, und es könnte eine wunderbare moderne Verbindung von Hof zum ICE-Bahnhof in Saalfeld geschaffen sein. Fahren doch dann bereits auf jeder Seite der Höllentalbahn modernste Nahverkehrswagen von privaten Betreibern. Beide Firmen haben sich für lange Jahre vertraglich gebunden, die bestellten Leistungen zu übernehmen. Die EB fand bundesweit grosse Beachtung, hat sie doch vor Jahren das teils bereits stillgelegte Sonneberger Netz hinauf nach Neuhaus am Rennweg reaktiviert, und mit eigenem Betriebskonzept und konsequenter Angebotsverbesserung zu einem Erfolgsmodell werden lassen.

Noch immer ist der Weg von Marxgrün, dem ehemaligen Abzweigbahnhof in Bayern, nach Blankenstein eigentlich 6,5 Kilometer, aber per Zug weit über 200 Km weit. Vielleicht ist die Kommunikation zwischen den privaten Betreibern beiderseits der ehemalige Landesgrenze besser als bislang zwischen beiden Bundesländern und vor allem den mit den zuständigen Stellen der DB AG. Dann gelingt es vielleicht mit Hilfe der privaten Betreiber, die Höllentalbahn zu reaktivieren und die Verbesserungen im Dieselnetz Thüringen auch auf Oberfranken sich auswirken zu lassen und wie früher ab Hof eine ideale Querverbindung in Richtung Nordwesten nach Erfurt zu haben. In Anbetracht der derzeitigen Kraftstoffpreise sollte eine solche wiedererstandene Bahnverbindung Fahrgäste und Güter-Logistiker in Freude versetzen. Bislang ergeben sich die neuen Möglichkeiten ab Juni leider nur ab Blankenstein wo am Samstag schon mal der neue Betreiber mit noch neuerem Zugmaterial vorgefahren kam.

05.03.2012
ZPR erneuert Wunsch zur Höllentalbahn

Im Zuge des Jahresrückblickes 2011 bekräftigt die ZPR in Blankenstein erneut die positiven Aspekte einer wiederhergestellten Höllentalbahn
Auszug aus Jahresrücklblick 2011:
Die erhöhten Produktions- und Absatzmengen erforderten auch eine Rekordleistung der Logistik. Bei
der deutschen Teilung in Besatzungszonen 1945 wurde auch die wichtige Bahnverbindung
Rosenthals nach Bayern abgeschnitten. Trotz Wiedervereinigung 1990 wurde die unterbrochene
Bahnverbindung nicht wieder hergestellt, und dies trotz jährlich steigender Bahnmengen. Positiv für
2011 kann gemeldet werden, dass die Bahntonnage auf ein neues Allzeithoch gestiegen ist. Über
70 % der Zellstofftransporte zum Kunden wurden 2011 mit der Bahn durchgeführt. Entsprechend
konnte, trotz steigender Gesamtmengen, die Anzahl der LKW-Transporte reduziert werden.
Weitere Verbesserungen könnten erzielt werden, wenn die sogenannte „Höllentalbahn“ von Hof nach
Blankenstein wieder hergestellt würde.

Die gesamte Meldung finden Sie unter: http://www.zpr.de/Documents/News/Jahresrueckblick_2011.pdf

 

11.02.2012
Impuls vom Saale-Orla-Kreis für Höllentalbahn-Reaktivierung

OTZ- Bad Lobenstein.
Zum angekündigten Betreiberwechsel auf dem Ostthüringer Streckennetz der Bahn ab Juni 2012 erklärt Ralf Kalich, Verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion Die Linke im Kreistag Saale-Orla, „dass dies auch Möglichkeiten einer weiteren Forcierung der Bemühungen um die Reaktivierung der Höllentalbahn bringt.“ Da auch im oberfränkischen Bereich mit der BeNEX GmbH auf der Strecke Hof Bad Steben ein anderer Betreiber die Ausschreibung gewonnen hat und die Betreibung der Strecke tätigt, sitzen nun am Tisch andere Vertreter, heißt es dazu. „Beide Seiten sollten unter Einbeziehung der regionalen Akteure aus Wirtschaft und Politik sowie die Vertreter der Höllennetzinitiative schnellstmöglich Gemeinsamkeiten ausloten um eine aktive Zusammenarbeit im Interesse der Region zu erreichen“, sagt Kalich, der auch Bürgermeister im Rennsteigort Blankenstein ist. Denn mit dem weiteren Ausbau des Selbitzplatzes in Blankenstein als „Drehpunkt des Wanderns“ und seiner Einmaligkeit im touristischen Angebot in Deutschland gelte es im Nahverkehr neue Akzente zu setzen. Erste Überlegungen zur räumlichen Zusammenführung von Bus und Bahn in Blankenstein sollten dabei mit Beachtung finden, ergänzt er. Nach der nun sehr realen Möglichkeit des Lückenschlusses Selb Asch sei es nun an der Zeit in unserer Region nachzuziehen um den Transport von Industriegütern und Personen aktiv von der Straße auf die Schiene zu unterstützen. „Die beiden Landesregierungen in Thüringen und Bayern sowie der Bund sollten sich endlich aus ihrer Blockadeposition bewegen und aktiv die Reaktivierung unterstützen“, fordert Kalich.

Den Pressebericht finden Sie unter:
OTZ-Artikel

 

04.02.2012
Höllentalbahn soll sich rechnen

OTZ – Ulf Rathgeber
Gerd Weibelzahl vom ökologisch orientierten Landesverband Bayern des Verkehrsclub Deutschland sieht Potenzial im Bad Lobensteiner Oberland sowohl im Personen- als auch im Güterverkehr. Investition soll wirtschaftlich sein. Blankenstein . Die Reaktivierung der Höllentalbahn zwischen Blankenstein und Marxgrün ist wirtschaftlich und perspektivisch sinnvoll. Zu dieser Einschätzung kommt Gerd Weibelzahl vom Verkehrsclub Deutschland (VCD). Der Verkehrsexperte hatte sich für den VCD mit den von Prof. Dr. Matthias Gather vom Institut für Raum und Verkehr der Fachhochschule Erfurt in den Jahren 2007 und 2008 ermittelten potenziellen Güterverkehrszahlen und des daraus angefertigten Gutachtens beschäftigt. Die Studie war Ende November 2010 bei der durch die Industrie- und Handelskammer zu Ostthüringen (IHK) veranstalteten 2. Verkehrskonferenz im oberfränkischen Selbitz präsentiert worden. Bei einer Reaktivierung des sechs Kilometer langen Schienenstrangs könnten nach konservativen Schätzungen etwa 800 000 Tonnen Güter von der Straße auf die Bahn verlagert werden. Dadurch käme es zu einer geschätzten Einsparung von 40 000 Lkw-Fahrten, führt Gerd Weibelzahl an. In der Studie von Prof. Gather nicht berücksichtigt wurde, welche Einsparungen an Kohlendioxid möglich sind. „Dies sollte noch ergänzt werden, da vor allem die Vermeidung von Kohlendioxid-Emissionen ein entscheidendes Argument darstellt“, betont Weibelzahl . „Da vor allem Lkw-Fahrten mit einer Transportweite von über 200 Kilometer vermieden werden könnten, lassen sich vermutlich sehr viele Kohlendioxid-Emissionen einsparen.“ Gerd Weibelzahl erwartet große Einspareffekte an Kraftstoff und eine beträchtliche Verminderung von Schadstoffen. Immerhin stehe jetzt schon fest, dass die Bahnlinie vom tschechischen Asch (A) nach Selb-Plößberg bis Ende 2013 reaktiviert wird. „Es gibt Verkehrsbeziehungen zwischen den holzverarbeitenden Betrieben in Ostthüringen und Tschechien „, machte er auf das sogar internationale Potenzial einer Reaktivierung der Höllentalbahn aufmerksam. Genauso positiv fällt das Fazit von Weibelzahl zum Personenverkehr auf der Schiene aus. Hier sieht er das größte Potenzial aufgrund der geringen Bevölkerungsdichte nicht im Nahverkehr, sondern bei Fahrgästen, die längere Strecken absolvieren. „Es werden nur 200 bis 400 Personenfahrten zusätzlich für den Zugverkehr gewonnen, allerdings nutzen diese die Züge für längere Strecken. Es ist realistisch, dass je Kilometer zu reaktivierende Bahnstrecke 1000 Reisendenkilometer gewonnen werden können.“ Diese exakte Zahl führt der VCD-Verkehrsexperte als zwischen Bahn AG und Bund vereinbarter Kennziffer der Rentabilität bei der Reaktivierung von Bahnstrecken an. Die von Hans-Jürgen Hummel vom Thüringer Verkehrsministerium im November 2010 auf der Verkehrskonferenz in Selbitz postulierte Zahl von 1000 zusätzlichen Bahnfahrgäste sei zu hinterfragen, da der Maßstab „1000 zusätzliche Reisendenkilometer je zu reaktivierenden Bahnkilometer“ gelte. „Bei Ansatz des korrekten Maßstabes wäre die Reaktivierung der Höllentalbahn auch aus Sicht des Personennahverkehrs volkswirtschaftlich sinnvoll“, betont Gerd Weibelzahl . Ohne die Einbeziehung des Reisendenverkehrs sei die Reaktivierung der gesamten Strecke nicht realistisch. Die Strecke Saalfeld-Hof (zirka zwei Stunden Fahrzeit) führe zwar durch dünnbesiedeltes Gebiet. Zwei Badeorte, Bad Lobenstein und Bad Steben seien aber wiederum für Touristen attraktiv, verwies Gerd Weibelzahl auf einen weiteren Aspekt und erwähnte gleichzeitig das Potenzial bei Wandergruppen, für die an der Schnittstelle in Blankenstein gleich mehrere national und international bekannte Wege wie der Rennsteig beginnen oder enden. „Es ist nicht verständlich, dass sich das Land Thüringen so passiv verhält. Gerade Bad Lobenstein würde von einer besseren Anbindung aus Richtung Bayern profitieren.“ Machbar wären vier Güterzüge pro Tag, zählt der VCD-Logistiker auf. „Bei einer Reaktivierung im Personenverkehr kämen noch einmal 16 Personenzüge dazu“, nennt er Zahlen. Während sich die IHK, die holzverarbeitenden Betriebe, die Initiative Höllennetz, der VCD und die Vereinigung „Pro Bahn“ in den vergangenen Jahren engagiert hatten, hätten sich die Landesregierungen in Bayern und Thüringen „hauptsächlich darauf beschränkt, das Projekt schlechtzureden“, konstatiert Weibelzahl . „Das Gutachten wurde nicht vom Bundesland Thüringen vergeben, obwohl im Koalitionsvertrag von 2009 vereinbart wurde, dass das Land die Projekte ,Reaktivierung Höllentalbahn und ,Werrabahn unterstützen soll“. Die Kosten werden laut Studie auf etwa 20 Millionen Euro geschätzt. Kritik an Prof. Gather übt Gerd Weibelzahl an der von dem Wissenschaftler angewandten Methodik zur Ermittlung der Einnahmen der Trassengebühren. Der Professor hätte lediglich die zirka sechs Kilometer zu reaktivierender Strecke den Gesamtinvestitionskosten gegenübergestellt. Dies sei zwar für den Personenverkehr richtig, da beiderseits der früheren innerdeutschen Grenze Nahverkehrszüge schon fahren. Die Güterzüge hingegen würden nicht nur die sechs, sondern möglicherweise Gesamtstrecken von bis zu 300 Kilometern absolvieren. „Die Reaktivierung der Höllentalbahn ist volkswirtschaftlich sinnvoll“, konstatiert Gerd Weibelzahl . Im Güterverkehr rechnet er mit jährlichen Einnahmen bei den Trassengebühren in Höhe von zirka 1,44 Millionen Euro, im Personenverkehr von schätzungsweise 96 000 Euro. „Damit könnten die Investitionskosten für die Reaktivierung durch zusätzliche Trasseneinnahmen mehr als refinanziert werden.“ Erfreulich sei das Gesamtfazit der Studie, lobt der VCD-Experte. „Sie empfiehlt auf Basis der bisherigen Ergebnisse eine Kosten-Nutzen-Analyse zu vergeben. Dies ist Aufgabe der Länder“, betonte Gerd Weibelzahl .

Den Pressebericht finden Sie unter:
OTZ-Artikel

 

17.012011
Bahnnetz in Schleiz und Umgebung ganz kompliziert

von Uli Drescher OTZ
Drei Eisenbahn-Fördervereine aus der Region mit völlig unterschiedlichen Problemen diskutieren über die Zukunft.
Schleiz. Drei Eisenbahn-Fördervereine Wisentatalbahn, Thüringer Oberlandbahn und Höllennetz in Oberfranken hatten das erste Mal gemeinsam zum Diskurs ins Hotel Luginsland eingeladen. Drei Vereine mit einer ganz unterschiedlichen Geschichte, noch unterschiedlicheren Aussichten, aber einer Gemeinsamkeit: Alle wollen, dass die Bahn wieder auf den Gleisen rollt Richtung Schönberg und Plauen, von Triptis nach Blankenstein und über das Höllennetz nach Bayern.
Während es der Wisentatalbahnverein mit dem Streckenpächter Deutsche Regionaleisenbahn (DRE) geschafft hat, die Strecke nach Schönberg scheibchenweise zu reaktivieren und damit seit Anfang Dezember 2011 auch Schleiz wieder ans Bahnnetz zu bringen, sind die Aussichten für die Oberlandbahn schlecht.
Vereinsvorsitzender Steffen Rudolph beschrieb den wenigen Gästen, darunter auch Landrat Frank Roßner (SPD) und Andreas Scheffczyk (UBV), die Visionen des Vereins, der auch intern einige Querelen hinter sich habe. Man hofft nun als Kooperationspartner der DRE darauf, dass die mehrfach angekündigte neue Brücke über die Autobahn tatsächlich noch gebaut wird. Abschnittsweise sieht man Möglichkeiten, die Strecke wieder in Betrieb zu nehmen und von Ziegenrück Richtung Blankenstein sollen Draisinen für Publikumsverkehr sorgen. Roßner machte auf den enormen finanziellen Aufwand für die Streckensanierung aufmerksam. Er rechnet mit einer Summe, die weit höher ist als die bisher geschätzten 30 Millionen Euro. Roßner sieht keinen Bedarf, der die Kosten rechtfertigen könnte, die außerdem niemand tragen könne. Er schlug dem Verein vor, den bestehenden Vertrag mit der DRE auslaufen zu lassen.
Ganz anders das Höllennetz, dem Roßner in Thüringen „strategische Bedeutung und hohen Bedarf im Güterverkehr“ beimisst. „Da stehen wir Gewehr bei Fuß.“ Allerdings hat Bayern hier trotz Versuche auch seitens der Euregio Egrensis stets abgelehnt, die Strecke auf oberfränkischer Seite auszubauen.
Dem Verein Wisentatalbahn sagte Roßner zu, Unterstützung aus dem EgroNet der Euregio Egrensis zu prüfen, ebenso sieht der Landrat eine wirtschaftliche Zukunft für die Strecke, wenn es gelingt, eine Art S-Bahn-Verkehr von Schleiz nach Plauen anzubieten.
Andreas Scheffczyk zeigte sich sehr überrascht vom großen Engagement der Eisenbahn-Vereine. Er sei „sehr motiviert, Unterstützungsmöglichkeiten zu prüfen“.

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