7 Gedanken zu „Bahnverbindung im Wartestand“

  1. Ich verfolge die Bemühungen um Reaktivierung schon lange: es ist für mich die Bankrotterklärung der menschlichen Vernunft, wie die Verantwortlichen für die Verkehrspolitik in Bayern mit ihrer Verantwortung für die Bürger umgehen: es bietet sich die einmalige Chance, eine alte Verbindung zwischen Bayern und Thüringen, die dank günstiger Zufälle mit relativ wenig Engagement ( es fehlen höchstens 5km zwischen den Streckenstümpfen und nicht entwidmet)) locker wiederherzustellen ist, inmitten einer prachtvollen Tourismusregion gelegen, umgehen.
    Nichts im Sinn mit sorgsamem Umgang mit der nicht vermehrbaren Natur, ihrem so bitter notwendigen Erholungscharakter für den Menschen…trotz aller Sonntagreden; nichts im Sinn mit Ökologie, nichts im Sinn mit energieschonendem Transport von Gütern (Papierfabrik Rosenthal soll sogar Mitfinanzierung angeboten haben) und Menschen; nichts von Ästhetik, wenn moderne Triebwagen im Panoramalook Gäste beschaulich durch das Höllenthal gleiten lassen.
    Nein…als erstes bleibt die Vernunft, auf die der Mensch so stolz ist, auf der Strecke, als nächstes die ‘Wahrheit.
    Sturheit und Machtausübung, allerdings nicht im Sinne des Gemeinwohls, bleiben bestehen: “Bayern ist dagegen”….es wird höchste Zeit, dass die Grünen endlich auch in Bayern an die Regierung kommen, um endlich mit der hier totalen autohörigen und zutiefst unvernünftigen Verkehrspolitik zu brechen.

  2. Mir ist das ganze ein Rätsel. Die Strecke ist gewidmet, also Bahnverbindung z.Z. ohne Gleis, die DB Netz AG könnte doch sofort
    die Schienen verlegen , notwendige Reparaturen an Tunnels und Brücken vornehmen. Sie ist Besitzer dieser Liegenschaft, wen muss sie denn da fragen ? Und im wirtschaftlichen Sinne sind hier Einnahmen und Gewinne zu verbuchen, anders als bei Großinvestitionen. Nebenbei kann man beim zuständigen Regierungspräsidium mal nachfragen, ob die Bahnsteige für den ÖPNV den aktuellem Standard anpasst werden sollen. Ob eine RB von Hockeroda bis Blankenstein oder bis Marxgrün fährt ist doch fast egal. Die Chance auch eine RE Linie von Saalfeld bis nach Hof/Eger ist doch auch noch da. Diese 5km sind in einem Rangierbahnhof wie eine Gleis Erneuerung. Da lob ich mir den Landrat Rieger von Calw, der die HHB wieder reaktiviert und sich die “AVG” als Infrastrukturbetreiber ins Bot geholt hat.

  3. Werte Freunde,
    Auch die DB braucht neben den dargestellten Grundlagen weitere Projektteile zur Ausführung.
    Im Zeitraum 1968 bis 1973 hatte ich als Projektant für die Bahnlinie Entscheidungsvorschläge gegen die SED-Diktatoren zu Gunsten des Erhaltes der Bahnstrecke zu vertreten.
    Schlimmes ist überwunden, also für technisch-wirtschaftliche
    Rückfragen stehe ich
    Zur Verfügung
    Günter Krauße
    Senioringenieur

    1. Hallo Herr Krauße
      Danke für Ihre Meldung, mir ist fast der Atem gestockt !
      Das müssen wir vertiefen, im genannten Zeitraum war ich 9-14 Jahre alt, die Erkundung der Welt lag noch lange vor mir, wie für Jungs damals üblich war die Beschäftigung mit der Modellbahn, dadurch aber auch Interesse am Bahnwesen schlechthin.
      Genau in diese Zeit fiel der ständige Austausch mit einem längst verstorbenen, zeitlebens mit der Bahn verbundenen Höller Bürger.
      Da ging es oft um Themen (auch Gerüchte) wie Höllentalbahn wieder zur DDR öffnen, Prüfung ob vierachsige Reisezugwagen überhaupt durch den Kesselfelstunnel passen, etc.
      Für mich als Jugendlicher war das damals wohl sehr interessant aber auch unendlich weit weg, da ich in die Ist-Situation hineingeboren wurde.
      Gibt es da wirklich Parallelen ?
      Viele Grüsse
      Fritz Sell

  4. Sehr geehrter Herr Sell,
    vielen Dank für Ihre Nachricht und Ihr Interesse.
    Bitte, nehmen Sie diese heutige Meldung als Zwischenbescheid entgegen. Ausführlicher werde ich in der 13.KW berichten.
    Mit der Bitte um Verständnis
    Günter Krauße,VDI
    Alting.

  5. Werte Freunde in Oberfranken:
    Schicksalsbeispiele im ländlichen Raum – die Höllentalbahn im ehemaligen Dreiländereck, die Gottleubatalbahn in der Sächsischen Schweiz/Osterzgebirge. Die Chronik zu Anton Wiede und Sachsen führt u.a. zum Lehrer Georgius Agricola,Lehrbuch “Vom Bergwerk 12 Bücher“, Bergakademie Freiberg usw.- Wie würde sich Anton Wiede heutzutage in der komplizierten Regionalplanung einbringen? Wer kennt dazu heute die Wirtschafts- und Politikstruktur? Die Deutsche Bahn hat sich positioniert und das bedeutet , einiges handeln.
    In diesem Sinne sind die ersten 6 Bücher des Lehrbuches
    vielleicht eine Hilfe?
    Glück auf!!!
    Günter Krauße,VDI

  6. Zunächst Fakten: Die gesamte Strecke ist nicht entwidmet. Ein Lückenschluss ohne Problem ist eigentlich realisierbar, nun das Aber: Einige Egoisten, die um den Wert iher Grundstücke fürchten oder so ein Mineralwasserunternehmer der seine Ruhe haben will wirkt zusammen mit seiner bahnfeindlichen CSU Connection gegen die Lückenschlussbestrebungen. Das bayerische Vekehrsministerium, auch freilich CSU verfilzt, die jüngste Mautklatsche sollte eigentlich Besserung bewirken, spielen Beamtenmikado, wer sich zuerst bewegt hat verloren, tun offenbar nichts im Sinne der Bahn aber sehr wohl was im Sinne der Autolobby, sitzen an der politischen Druckluftbremse. Dann wird sich gewundert wieso die Grünen so zulegen können. Sehr geehrte Damen und Herren dieser komischen CSU: Eure altmodisch konservative Spiesserpolitik interessiert nur noch alte Leute und keinesfalls mehr die Jugend. Leute wie Sie provozieren erst Aktionen wie Friday for Future, glauben aber hochnäsig genug sein zu können um die Interessen junger Leute ignorieren zu können. Iher CSU benimmt sich so wie die SED kurz vor ihrem Untergang. Wenn Sie nicht aufpassen sind Sie auch bald weg vom politischen Fenster, und, das wäre sogar gut so. Auch Bayern hätte eine Erneuerung nötig und wird ihr nicht entgehen. Das Leckerli dabei: In Hof sässe vermutlich ein progressiver Landrat. Ätsch.

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